18. März 2021 / 17:45 Uhr

Jugendfußballer in Göttingen und im Eichsfeld sind zurück auf den Plätzen

Jugendfußballer in Göttingen und im Eichsfeld sind zurück auf den Plätzen

Kathrin Lienig und Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Der jüngste Nachwuchs des RSV 05 hat viel Spaß nach der langen Trainingspause.
Der jüngste Nachwuchs des RSV 05 hat viel Spaß nach der langen Trainingspause. © R
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Die jüngeren Vereinsfußballer dürfen wieder trainieren: Bei einigen Klubs kehrt der Traininsalltag allmählich ein, bei anderen wird noch geplant. Die Vorgaben der Corona-Verordnung werden eingehalten, der Blick der Verantwortlichen richtet sich aber auch immer auf die Entwicklung der Inzidenzwerte.

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Die Altersstufen sind festgelegt, genauso wie die Gruppengröße oder die Art und Weise, wie trainiert werden darf. In Göttingen und im Eichsfeld rollt der Fußball wieder oder der Restart nach dem langen Lockdown steht bevor. Verantwortliche der Vereine berichten von dem ungewöhnlichen Trainingsalltag.

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RSV Göttingen 05

Beim RSV Göttingen 05 sind seit der Lockerung wieder mehr als 300 Kinder in 27 Mannschaften im regelmäßigen Trainingsbetrieb. „Es herrscht Freude, wieder in Bewegung zu sein“, unterstreicht RSV-Jugendkoordinator Ralf Tarant.

Dabei werde nach der langen Pause vermehrt gespielt, „das Aufwärmen und Üben nimmt nur einen minimalen Teil der Einheit ein“, berichtet Tarant – „die Spielfreude der Kinder ist einfach unglaublich. Die verbessern sich wie im Zeitraffer. Das ist beeindruckend und macht richtig Spaß.“ Worauf führt er die großen Entwicklungsschritte zurück? „Das habe ich mitunter nach den Sommerferien erlebt: Die Spielerinnen und Spieler sind gefühlt ein halbes Jahr älter und darüber hinaus extrem motiviert, wieder spielen zu können.“



Der Respekt vor der mutierten Virus-Variante ist allerdings auch beim Jugendfußball an der Benzstraße groß. Deshalb ist bei den älteren Spielern der C-Jugend, bei denen es auch schon mal zu intensiveren Zweikämpfen kommt, kontaktfreier Sport vorgegeben. „Bei den anderen Juniorenteams organisieren wir es dual“, so Tarant. Will sagen: Je nach Elternentscheidung wird im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben mit Kontakt oder eben kontaktlos gespielt. Reibereien gebe es deshalb nicht: „Es wird beides respektiert“, so Tarant.

JFV Eichsfeld

Beim JFV Eichsfeld soll der offizielle Trainingsbeginn auf den Plätzen am Montag, 22. März, für die jüngeren Jahrgänge E- bis D-Jugend stattfinden. 13 Teams hat der JFV in diesen Altersklassen. Die älteren Spieler der fünf C- bis D-Jugendteams dürfen ab dem 5. April wieder ins Training einsteigen. „Man muss nicht zwingend der Erste sein, der mit seiner Mannschaft wieder auf dem Platz steht. Hinter allem steht immer noch ein großes Fragezeichen“, sagt Jugendkoordinator Florian Gerlach, der selbst eine E-Jugend betreut. Damit spielt er auf den Anstieg der Inzidenzwerte an, vor allem aber auf die Bespielbarkeit der Plätze. Lediglich in Duderstadt stehe ein Kunstrasenplatz zur Verfügung, die Rasenplätze in den Mitgliedsgemeinden, die dem JFV angeschlossen sind, seien im Moment unbespielbar.

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Mit seinen E-Jugendlichen ist Gerlach ins Lauftraining eingestiegen. Es sei schön gewesen, alle Spieler wieder einmal zusammen zu sehen, sagt der Tiftlingeröder. „Ich habe zwar während der Pause alles versucht, damit der Kontakt bestehen bleibt, aber einige Kinder hatten sich tatsächlich ein halbes Jahr nicht gesehen“, berichtet Gerlach. „Es war ein gutes Gefühl – und es hatte einen Hauch von Fußball“, ergänzt der Jugendtrainer.

JFV Rhume-Oder

Beim JFV Rhume-Oder sind die D- und C-Jugend am Mittwoch und Donnerstag wieder ins Training eingestiegen. „Aber eben nur die Spieler, die 14 Jahre und jünger sind. Die Älteren mussten zu Hause bleiben“, berichtet Carsten Kamrad, der sportliche Leiter des JFV. Er betonte, dass man erst wieder mit dem Training begonnen habe, als die Spieler auch wieder die Schule besuchen durften. Die Wiedersehensfreude sei groß gewesen. „Aber mit dem wirklichen Fußballtraining hatte das noch nicht viel zu tun. Es geht darum, dass sich die Spieler wieder einmal treffen und sich einfach bewegen. Auch unsere FSJler waren froh, endlich wieder etwas zu tun zu bekommen.“ Erfreulich sei gewesen, dass es während dieser langen Lockdown-Pause keine Abgänge gab. Ob das bei den höheren Altersklassen auch so sei, wisse er er nicht. Das werde sich zeigen.

Der JFV Rhume-Oder und auch die JSG Bilshausen/Lindau/Wulften, deren Teams einmal wöchentlich trainieren, können die Rasenplätze in Bilshausen und Lindau nutzen, seit einigen Tagen sind die Hartplätze in Wulften und Hattorf wieder freigegeben. In den Osterferien soll es ein Programm für die Mannschaften geben, in denen sie auch in den Vormittagsstunden die Möglichkeit erhalten sollen, gemeinsam zu trainieren. Zweifel hat Kamrad an einer Fortsetzung der Spielzeit. Er erwartet vom Niedersächsischen Fußballverband, dass schnell eine Entscheidung fällt. „Ich sehe nicht, dass wir mit unserer C-Jugend im April oder Mai nach Wolfenbüttel fahren.“ Das fände er unverantwortlich.

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