29. März 2021 / 14:02 Uhr

Jugendstil durch Sparzwang: Setzt 96 in der nächsten Saison konsequent auf Talente?

Jugendstil durch Sparzwang: Setzt 96 in der nächsten Saison konsequent auf Talente?

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mick Gudra (links) und Moussa Doumbouya (rechts) spielten sich schon in dieser Saison in den Fokus - andere Talente wie Ramen Cepele und Simon Stehle (beide eingeklinkt) müssen sich momentan gedulden.
Mick Gudra (links) und Moussa Doumbouya (rechts) spielten sich schon in dieser Saison in den Fokus - andere Talente wie Ramen Cepele und Simon Stehle (beide eingeklinkt) müssen sich momentan gedulden. © 2021 Getty Images / Florian Petrow
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Die Nachwuchsarbeit soll bei Hannover 96 künftig eine zentrale Rolle spielen. Das ist vor allem dem Sparzwang geschuldet, der durch wegbrechende Einnahmen entsteht. Talente bieten sich einige an. Es gilt nun, diese zielgerichtet zu fördern.

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Der nächste Umbruch steht bevor, Hannover 96 muss im Sommer einsparen. Ablösefreie Profis wie Rückkehrer Sebastian Ernst sind daher besonders im Visier, gutverdienende Spieler wie Josip Elez können gehen. Und auch der Stellenwert des eigenen Unterbaus hat sich verändert.

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Profichef Martin Kind will mit Trainer Kenan Kocak und Sportdirektor Gerhard Zuber eine Grundsatzentscheidung treffen. „Wir können auch sagen, wir bauen eine ganz junge Mannschaft und geben uns zwei Jahre“, um den Aufstieg zu erreichen. Konsequenter Jugendstil in Hannover also?

Linton Maina und Simon Stehle mittendrin: Das sind die 25 jüngsten Torschützen in der Geschichte von Hannover 96

Platz 25: <b>Claus Brune (19 Jahre, 8 Monate)</b>: Mit seinem Tor am 31. Mai 1969 gegen den VfB Stuttgart schaffte es Claus Brune in die Rangliste der jüngsten Torschützen von Hannover 96. Bis heute ist er nicht aus den ersten 25 Plätzen gerutscht.  Zur Galerie
Platz 25: Claus Brune (19 Jahre, 8 Monate): Mit seinem Tor am 31. Mai 1969 gegen den VfB Stuttgart schaffte es Claus Brune in die Rangliste der jüngsten Torschützen von Hannover 96. Bis heute ist er nicht aus den ersten 25 Plätzen gerutscht.  ©

96 fehlen Einnahmen - überall soll gespart werden

Das wäre vor allem der Geldnot geschuldet – 96 brechen in der kommenden Saison viele Millionen weg. 8 Millionen Euro weniger vom TV-Geld, noch kein Trikotsponsor und womöglich auch in der neuen Saison erst mal keine Zuschauereinnahmen – der Sparplan soll konsequent verfolgt werden.



Dazu gehört auch die neue Gehaltsobergrenze von 400.000 Euro und die geplante leistungsbezogene Prämienregelungen. Teile der üblichen Punkt-Einsatz-Prämie bekommen die Profis danach nur, wenn die Ziele erreicht werden.

Es fehlt nicht an Talenten im Unterbau

Nur nachvollziehbar, dass an den Kosten für den Kader generell gespart werden soll. Das geht am einfachsten, indem auf die eigene Jugend gesetzt wird. Einige Namen drängen sich dabei auf. Moussa Doumbouya (23), Orrin McKinze Gaines II (23) und Mick Gudra (20) sammelten in der Rückrunde unter Kenan Kocak ihre ersten Profiminuten. Gudra und Doumbouya trafen sogar jeweils.

Mit Marc Lamti (20) und Ramen Cepele (18) scharren zwei im Sommer 2020 verpflichtete Defensivtalente mit den Hufen. Beide sind vorerst bei der U23 eingeplant - trainierten aber schon mit den Profis und sollen mittelfristig aufsteigen. Offen ist noch, welche Perspektive Simon Stehle (19, 2021 noch ohne Einsatz), Niklas Tarnat (22, zwei Kurzeinsätze in dieser Saison) Tim Walbrecht (19, kehrt nach Leihe aus Wiesbaden zurück) besitzen.

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Weitere Talente, die in Zukunft interessant werden könnten: Grace Bokake (19), Noah de Waal (18), Adrian Becker (16), Nicolo Tresoldi (16). Es liegt nun an 96 und Kocak, den jungen Spielern die nötige Spielpraxis zu geben um zu wachsen. Dafür braucht es Mut - und vielleicht auch die (finanzielle) Not, die zur Tugend werden kann.

aw/tk

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