27. April 2018 / 15:36 Uhr

Jugendtrainer für 30 Millionen: Schalke profitiert von China-Kooperation

Jugendtrainer für 30 Millionen: Schalke profitiert von China-Kooperation

Angelo Freimuth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalkes Jugendarbeit ist berühmt - jetzt soll der Klub auch Chinas Talente groß herausbringen.
Schalkes Jugendarbeit ist berühmt - jetzt soll der Klub auch Chinas Talente groß herausbringen. © Getty/Montage
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Schalke 04 arbeitet künftig eng mit dem chinesischen Klub Hebei Fortune zusammen und soll die Jugendarbeit des Teams revolutionieren. Vor allem finanziell lohnt sich das Projekt für den Bundesligisten.

Leroy Sané, Julian Draxler, Manuel Neuer oder Mesut Özil - die Liste der Stars, die aus Schalkes Jugendakademie stammen, ist lang. Die Nachwuchsarbeit des Bundesligisten ist national wie international geachtet, sogar im fernen China weiß man um Schalkes Können auf diesem Feld. Verständlich, dass sich andere Klubs an den "Königsblauen" orientieren wollen.

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Jugendtrainer sollen Chinas Talente entdecken

Mit Top-Klub Hebei Fortune einigte sich Schalke nun auf eine Kooperation, die die Expertise des deutschen Vereins nach China bringen soll. Über fünf Jahre soll der Bundesligist die Jugendarbeit des chinesischen Erstligisten entwickeln und dabei helfen, die heimischen Talente zu fördern. Dazu sollen bis zu 26 Jugendtrainer aus Deutschland im Reich der Mitte arbeiten und Nachwuchsteams nach Schalke-Vorbild etablieren.

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Der Bundesliga-Zweite hofft nicht nur auf die Entdeckung von Rohdiamanten, die irgendwann auch in der Bundesliga spielen könnten - dann natürlich im königsblauen Dress - sondern profitiert auch finanziell von der Zusammenarbeit mit Hebei Fortune. Nach Informationen der WAZ kassiert Schalke rund 30 Millionen Euro über fünf Jahre. Nach Abzug der eigenen Aufwendungen sollen davon schließlich noch 20 Millionen Euro übrig bleiben. Zudem knüpft der Klub enge Kontakte in den aufstrebenden Fußball-Markt China. Kein Wunder also, dass Marketing-Vorstand Alexander Jobst von einem "großen Schritt bei der Internationalisierung unseres Vereins" spricht und die Kooperation als "Wissenstransfer par excellence" gelobt wird.


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