Ein beherzter Antritt am letzten Abstieg - und eine famose Fahrt über die letzten Kilometer: Der Franzose Julian Alaphilippe hat nach 258 Kilometern und über 5000 Höhenmetern Gold bei der Rad-WM in Imola gewonnen und ist der neue Weltmeister. Die deutschen Fahrer hatten am Ende nicht mehr genug Kräfte, um um den Sieg zu fahren.
Alaphilippe wagte am letzten Anstieg des Rennens einen Fluchtversuch und konnte sich gegenüber den Favoriten um den Belgier Wout van Aert absetzen. Dabei musste auch der Deutsche Maximilian Schachmann abreißen lassen, der vor dem Rennen gegenüber dem SPORTBUZZER noch sagte, dass ihm der Kurs entgegenkommen würde. Doch am Ende war die Konkurrenz zu stark - allen voran Alaphilippe.


Der Franzose setzte sich immer weiter von der Konkurrenz ab und stürmte im Alleingang zum Sieg auf der Rennstrecke „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ in Imola. Noch in der letzten Tour-Woche schien beim Franzosen die Luft raus - womöglich ein kluger Schachzug, holte er doch nun den ersten französischen WM-Titel seit Laurent Borochard 1997 und trat die Nachfolge des Dänen Mads Pedersen an. Zweiter wurde van Aert im Sprint der Verfolger vor dem Schweizer Marc Hirschi.
Schachmann kämpfte an den giftigen Anstiegen Gallisterna und Mazzolano verbissen um jeden Zentimeter, doch bei der letzten bis zu 14 Prozent steilen Rampe musste der 26-Jährige abreißen lassen. Als Neunter erreichte er mit 53 Sekunden Rückstand das Ziel.