09. September 2019 / 10:04 Uhr

Julian Brandt: So schwer wiegt der Sané-Ausfall - und diese Spieler müssen ihn ersetzen

Julian Brandt: So schwer wiegt der Sané-Ausfall - und diese Spieler müssen ihn ersetzen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Julian Brandt erklärt, wie schwer der Ausfall von Leroy Sané im DFB-Team wirklich wiegt - und spricht über diejenigen, die den verletzten ManCity-Star ersetzen können.
Julian Brandt erklärt, wie schwer der Ausfall von Leroy Sané im DFB-Team wirklich wiegt - und spricht über diejenigen, die den verletzten ManCity-Star ersetzen können. © Getty / imago images
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Am Montagabend ist die deutsche Nationalmannschaft gegen Nordirland unter Zugzwang - und muss dabei mit Leroy Sané auf seinen wohl größten Star verzichten. Julian Brandt hat in einem Interview erklärt, wie sehr der Linksaußen dem DFB-Team fehlt.

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Die deutsche Nationalmannschaft ist nach der Niederlage gegen Holland (2:4) am Montagabend gegen die Nordiren (20.45 Uhr) plötzlich unter Zugzwang - die EM-Teilnahme ist in Gefahr. Julian Brandt ist ein Kandidat für die Startelf, nachdem er gegen Holland erst kurz vor dem Ende eingewechselt wurde. Für den 23-Jährigen ist klar: Eine Reaktion auf die bittere Pleite ist in Belfast unabdingbar, wenn es mit der EM-Qualifikation problemlos klappen soll. Trotzdem bleibt der BVB-Neuzugang, der seine Ansprüche auf einen Stammplatz klar formuliert hat, positiv.

"Es ist eine Niederlage, für die wir selbst verantwortlich sind, und die tut weh", sagte der Mittelfeldspieler der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit Blick auf das Holland-Spiel. "Ich fühle uns aber nicht in einer Krise. Ich sehe auch die EM nicht in Gefahr." Aus Sicht von Brandt wiegt vor allem der Ausfall von Leroy Sané schwer, der das Team mit starken Leistungen im Frühjahr zu Siegen gegen Weißrussland und Estland geführt und das Interesse des FC Bayern auf sich gezogen hatte. Sané fehlt seit Saisonbeginn mit einer Kreuzbandverletzung.

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Manuel Neuer hat mit dem DFB-Team eine herbe Heimniederlage gegen Holland kassiert. Der SPORTBUZZER zeigt die Reaktionen der internationalen Medien. Zur Galerie
Manuel Neuer hat mit dem DFB-Team eine herbe Heimniederlage gegen Holland kassiert. Der SPORTBUZZER zeigt die Reaktionen der internationalen Medien. ©
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Brandt über Leroy Sané: "Ich hoffe, dass er im nächsten Jahr wieder fit ist"

"Leroys Verletzung tut uns als Mannschaft sehr weh", betonte Brandt im Kicker. "Ich hoffe, dass er im nächsten Jahr wieder fit ist." Ähnlich hatte sich vor wenigen Tagen auch Bundestrainer Joachim Löw geäußert. "Er hat sich in den Spielen nach der WM in toller Form gezeigt. Als Spieler, der den Gegner destabilisieren kann mit seiner Schnelligkeit, mit seiner Unberechenbarkeit, seiner Torgefahr. Aber er hat auch vor der WM einige Spiele gemacht. Jetzt ist er weiter, reifer", sagte Löw dem SPORTBUZZER.

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Das Vakuum, das der Superstar von Manchester City mit seinem Ausfall gerissen hat, konnte bisher keiner füllen. Gegen Holland probierte Löw es mit Leipzig-Star Timo Werner und BVB-Kapitän Marco Reus. Das Duo konnte jedoch nicht überzeugen. Gegen Nordirland könnte deshalb Brandt in die Startelf rücken. Er sei allerdings nicht der einzige, der Sané in den kommenden Monaten bis zu dessen vollständiger Rückkehr im Frühling 2020 ersetzen könne, betonte Brandt.

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"Timo Werner kann dort sehr gut spielen, Leon Goretzka hat schon auf dem rechten Flügel gespielt, auch Kai Havertz kann diese Position bekleiden", sagte der Offensivspieler. "Ich profitiere also eher von der Dynamik und dem schnelleren Spiel in die Spitze, für das wir aktuell stehen." Das Experiment mit Werner ist allerdings zumindest gegen Holland gescheitert, Goretzka fehlt der Mannschaft gegen Weißrussland. Löw hatte dem SPORTBUZZER als mögliche Sané-Ersatzkandidaten die Individualisten Gnabry, Werner und Brandt genannt.

Brandt: Deutschland gehört unter die Top Fünf

Brandt, der gegen die Niederlande am Freitag in der 84. Minute für Matthias Ginter eingewechselt worden war, stellte zugleich klar, dass die deutsche Nationalmannschaft nach dem personellen Umbruch durch Bundestrainer Joachim Löw noch nicht am Ende ihrer Entwicklung sei. "Von der absoluten Spitze sind wir noch zu weit entfernt. Dafür brauchen wir noch Zeit. Aber ich habe den festen Glauben, dass diese Truppe eine gute Mannschaft wird." Deutschland sei nach dem desaströsen WM-Aus im Vorjahr wieder auf dem Weg unter die Top Fünf. „Ich finde, da gehört Deutschland grundsätzlich hin. Und unser Kader gibt das auch her“, meinte der Nationalspieler.

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