28. März 2018 / 06:17 Uhr

Julian Draxler im Interview: "Schwach! Ein Weckruf zur richtigen Zeit"

Julian Draxler im Interview: "Schwach! Ein Weckruf zur richtigen Zeit"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Selbstkritisch: Julian Draxler nach dem Spiel mit Niklas Süle.
Selbstkritisch: Julian Draxler nach dem Spiel mit Niklas Süle. © imago/Jan Huebner
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Der Star von Paris Saint-Germain zeigte wie auch viele seiner Kollegen keine gute Leistung gegen Brasilien. Der Confed-Cup-Sieger sagt, wie es jetzt weitergeht.

Herr Draxler, wie lautet Ihr Fazit nach den beiden Härtetests gegen Spanien und Brasilien?

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Jeder hat schauen können, wo er steht – gegen zwei Weltklasse-Mannschaften. Der Bundestrainer wird Erkenntnisse gewonnen haben. Und das war das Ziel. Wir haben gegen Spanien (1:1, d. Red.), abgesehen von der ersten 20 Minuten, ein sehr gutes Spiel gemacht. Gegen Brasilien war es schwach. Wir haben nicht gut gespielt und deswegen verdient verloren. Aber da sehe ich Richtung WM nicht schwarz. Es war einfach ein guter Weckruf zur richtigen Zeit. Man sieht, dass wir noch einiges verbessern müssen, wenn wir den Titel verteidigen wollen.

Kann es eine Ausrede sein, dass die Mannschaft ungewohnt zusammengestellt war?

Es ist immer ein Vorteil, wenn die Mannschaft eingespielt ist. Aber ich glaube, es war auch wichtig, dass sich viele Spieler vor der Nominierung für die Weltmeisterschaft noch mal zeigen konnten. Von daher war es auch dem Bundestrainer klar, dass er hier nicht voll auf Ergebnisfußball spielt, sondern auch Erkenntnisse aus dem Spiel gewinnen möchte. Aber ich glaube, bei Körpersprache und Zweikampfverhalten spielt es nicht die Rolle, ob eine eingespielte Mannschaft auf dem Platz steht oder nicht.

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Deutschland hat gegen Brasilien das letzte Testspiel vor der endgültigen WM-Nominierung absolviert. Wer konnte glänzen? Und wer nicht? Klickt euch durch: Alle DFB-Spieler hier in der Einzelkritik! Zur Galerie
Deutschland hat gegen Brasilien das letzte Testspiel vor der endgültigen WM-Nominierung absolviert. Wer konnte glänzen? Und wer nicht? Klickt euch durch: Alle DFB-Spieler hier in der Einzelkritik! ©

Was hat das Spiel so schwer gemacht?

Wir uns selbst. Ich habe Brasilien nicht so stark gesehen, dass wir keine Chance gehabt hätten, sie auszuspielen. Wir standen nicht so in den Räumen wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben es einfach nicht geschafft, sie unter Druck zu setzen. Brasilien hat es gut gemacht, unsere Abschlüsse gleich zugestellt, sodass wir da nicht wie gewohnt sicher hinten rausgespielt haben. Das hat sich wie ein roter Faden durch die Mannschaftsteile gezogen. Ballverluste im Mittelfeld, vorne haben wir die Bälle auch nicht richtig gut festgemacht. Wie gesagt: Es war keine gute Leistung.

Aber es sollten sich auch Wackelkandidaten zeigen. Und dann fehlt der Biss?

Es ist schwer zu erklären. Wir haben nicht gut gespielt. Warum? Ich kann nicht bei jedem in den Kopf schauen. Es war natürlich schon eine große Chance, sich noch mal zu zeigen. Aber wir haben es insgesamt nicht gut gemacht und deshalb hat auch jeder Einzelne nicht besonders geglänzt.

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Was sagen Sie zu Ihrer Leistung?

Ich hätte auch mehr Dampf machen können. Ich bin auch nicht einhundertprozentig zielstrebig gewesen, habe die eine oder andere Abschlusschance liegen lassen. Aber insgesamt, über die beiden Spiele, war ich mit meiner Leistung schon einverstanden.


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aufgezeichnet von Eric Zimmer

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