27. März 2022 / 08:59 Uhr

"Meine Situation im Verein ist nicht leicht": Julian Draxler nimmt PSG-Abschied für die WM-Teilnahme ins Visier

"Meine Situation im Verein ist nicht leicht": Julian Draxler nimmt PSG-Abschied für die WM-Teilnahme ins Visier

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Julian Draxler ist seit 2017 bei Paris Saint-Germain.
Julian Draxler ist seit 2017 bei Paris Saint-Germain. © IMAGO/Sven Simon
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Seit 2012 ist Julian Draxler Teil der Nationalmannschaft, verpasste mit der zurückliegenden EM erstmals ein großes Turnier. Bei der WM will der PSG-Profi unbedingt wieder zum Kader gehören und macht sich deswegen Gedanken über einen Klub-Wechsel im Sommer.

Endlich durfte er sich mal wieder zeigen. Zum ersten Mal seit Oktober 2020 stand Julian Draxler wieder in der DFB-Startelf. Beim 2:0 im Test gegen Israel fing der 28-Jährige stark an, hatte auf dem rechten Flügel viele Ballkontakte, ein paar Torabschlüsse und einige gute Szenen. Wie so häufig tauchte er in der Folgezeit allerdings ab, erhielt vom SPORTBUZZER am Ende die Note 3.

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"Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass ich die Qualität habe, um der Mannschaft zu helfen", sagte Draxler nach der Partie. Dann sprach er über seine schwierige Lage bei Paris Saint-Germain, wo er in dieser Saison bislang gerade mal auf 861 Einsatzminuten in allen Wettbewerben kommt. "Meine Situation im Verein ist nicht leicht. Ich weiß, dass ich Rhythmus brauche, mehr Spielpraxis."

Der Vertrag des Ex-Schalkers bei PSG läuft noch bis 2024, im Starensemble um Neymar, Kylian Mbappé und Lionel Messi dürfte es aber nicht leichter werden, einen Stammplatz zu ergattern – das weiß auch der Bundestrainer: "Wenn man sich die Qualität der Mitspieler von Jule anschaut, muss man schon sagen, dass diese nicht ganz so schlecht ist."

Will Weltmeister Draxler mit zur WM nach Katar, wird er wohl einen Vereinswechsel anpeilen müssen – und nimmt diesen bereits ins Visier: "Ich weiß, dass ich mehr spielen muss als bisher. Hansi hat das jetzt nicht klar eingefordert im Eins-zu-eins-Gespräch. Aber in der Mannschaftssitzung hat er die Botschaft schon rübergebracht, dass er Spieler braucht, die in ihren Klubs regelmäßig spielen. Die Saison läuft jetzt, ich muss zulegen. Und im Sommer schauen wir, was passiert." Sein Marktwert wird aktuell auf 20 Millionen Euro geschätzt (Quelle: transfermarkt.de).

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Werner in ähnlicher Situation wie Draxler

Auch Draxlers DFB-Kollege Timo Werner könnte dann einen Transfer anstreben. Er sagte nach dem Israel-Sieg offen: "Es läuft bei Chelsea aktuell nicht so, wie ich es mir wünsche." Der Unterschied zu Draxler: Werner kommt schon auf 28 Pflichtspiele mit sieben Toren und vier Vorlagen. Zudem fiel er zuletzt aufgrund von Corona aus. Flick: "Bei Timo ist es so, dass er lange krank war und einiges aufholen musste. Umso wichtiger, dass er wie auch Jule ihre Leistung bringen, wenn sie bei uns sind."

Auf die SPORTBUZZER-Nachfrage, ob er Draxler und Werner empfehlen würde, einen Transfer im Sommer anzustreben, sagte der DFB-Coach: "Ich bin weit davon weg, den Spielern Ratschläge zu geben, ob sie den Verein wechseln sollen oder nicht. Jeder muss wissen, was für seine Zukunft am besten ist. Wir führen Gespräche, aber das sind keine Themen, die in die Öffentlichkeit getragen werden. Wenn die Spieler aktiv einen Rat wollen, gebe ich ihnen den natürlich gern."

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