07. Juli 2022 / 09:48 Uhr

Bayern-Boss Kahn nimmt Trainer Julian Nagelsmann in die Pflicht: "Wir sind zum Erfolg verdammt"

Bayern-Boss Kahn nimmt Trainer Julian Nagelsmann in die Pflicht: "Wir sind zum Erfolg verdammt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Vorstandschef Oliver Kahn (eingeklinkt) nimmt Bayern-Trainer Julian Nagelsmann in die Pflicht.
Vorstandschef Oliver Kahn (eingeklinkt) nimmt Bayern-Trainer Julian Nagelsmann in die Pflicht. © IMAGO/Mladen Lackovic/LakoPress/Philippe Ruiz (Montage)
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Vor dessen zweiter Saison beim FC Bayern hat der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn den Druck auf Trainer Julian Nagelsmann erhöht. "Wir sind beim FC Bayern zum Erfolg verdammt, das weiß er auch", sagte Kahn im "Kicker". Der Kader solle "im Optimalfall die Champions League gewinnen können".

Vorstandschef Oliver Kahn hat Trainer Julian Nagelsmann zu Beginn von dessen zweitem Amtsjahr beim FC Bayern München in die Pflicht genommen. "Wir sind beim FC Bayern zum Erfolg verdammt, das weiß er auch", sagte Kahn im Fachmagazin Kicker und ergänzte: "Wir haben Julian Nagelsmann auch wegen seiner Spielphilosophie verpflichtet. Wir erwarten von ihm, dass er junge Spieler heranführt und entwickelt." Namentlich waren Jung-Nationalspieler Jamal Musiala, Paul Wanner oder der in diesem Sommer von Ajax Amsterdam verpflichtete Ryan Gravenberch gemeint.

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Nagelsmann hatte nach seinem Wechsel im vergangenen Jahr vom Bundesliga-Rivalen RB Leipzig, der für die Freigabe des Coaches eine Rekord-Ablösesumme von rund 25 Millionen Euro erhalten haben soll, in der ersten Saison mit den Münchenern "nur" den zehnten deutschen Meistertitel in Folge errungen. Nach Einschätzung vieler Beobachter war das zu wenig angesichts der hohen Ansprüche des Rekordmeisters, der stets auch im DFB-Pokal und in der Champions League mindestens um den Titel mitspielen will. Im nationalen Cup-Wettbewerb war jedoch schon in der zweiten Runde nach einem 0:5-Debakel bei Borussia Mönchengladbach Schluss. In der Königsklasse scheiterte der FCB überraschend im Viertelfinale am spanischen Vertreter FC Villarreal.

Wohl auch deswegen zeigen die Klub-Verantwortlichen trotz möglicher finanzieller Auswirkungen der Corona-Pandemie aktuell eine offenbar erhöhte Bereitschaft, zu investieren. Nachdem bereits für die Transfers von Gravenberch (18,5 Millionen Euro von Ajax Amsterdam) und Sadio Mané (32 Millionen Euro plus Boni vom FC Liverpool) hohe Summen ausgegeben worden waren, steht nun ein möglicher Wechsel von Matthijs de Ligt von Juventus Turin im Raum. Der niederländische Innenverteidiger soll jedoch mindestens 60 Millionen Euro kosten. Nach der Rückkehr der Zuschauer in die Stadien sei "das Geschäft wieder besser planbar", ließ Kahn verlauten: "Wir wollen einen Kader, mit dem wir im Optimalfall die Champions League gewinnen können."

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