07. Juli 2021 / 11:49 Uhr

Julian Nagelsmann: Kadergröße beim FC Bayern "völlig ausreichend" – Klub hat bei Transfers "den Hut" auf

Julian Nagelsmann: Kadergröße beim FC Bayern "völlig ausreichend" – Klub hat bei Transfers "den Hut" auf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der neue Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hat erstmals Rede und Antwort gestanden.
Der neue Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hat erstmals Rede und Antwort gestanden. © IMAGO/motivio
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Beim FC Bayern bricht eine neue Zeitrechnung an: Julian Nagelsmann übernimmt den deutschen Rekordmeister. Mit dem derzeitigen Kader ist der Ex-Leipzig-Trainer zufrieden, in Sachen Transfer-Strategie sieht er vor allem den Verein um Sportvorstand Hasan Salihamidzic in der Verantwortung.

Julian Nagelsmann ist mit dem aktuellen Aufgebot des Rekordmeisters einverstanden. "Die Kader-Größe ist völlig ausreichend", sagte der neue Trainer des FC Bayern München auf seiner ersten Pressekonferenz beim Rekordmeister. "Wenn man die Statistik sieht, die letzten Jahre - das ist nicht nur bei Bayern so - dann machen 14, 15 Spieler 90 Prozent der Spiele."

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Beim FCB kann Nagelsmann auf einen Kader bauen, der neun Mal in Folge die deutsche Meisterschaft gewinnen konnte. Zur neuen Saison haben die Münchner mit Dayot Upamecano (22) von Nagelsmanns Ex-Klub RB Leipzig und Omar Richards (23) vom FC Reading sowie Torwart-Rückkehrer Sven Ulreich (32) vom Hamburger SV drei externe Neuzugänge unter Vertrag genommen. Dagegen stehen die Abgänge von David Alaba, Javi Martinez und Jerome Boateng. "Wenn alle gesund bleiben, gibt es keine Probleme. Wenn sich viele Spieler verletzen gibt es immer Probleme. Das ist bei jeder Kadergröße so", sagte Nagelsmann, der klar stellte. "Wir haben einen sehr guten Kader, auf den ich mich sehr freue."

Intern werde beim FCB täglich viel über die Kaderplanung gesprochen, stellte der 33-Jährige heraus. Nachdem es zwischen Ex-Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic zu Kompetenzgerangel hinsichtlich der Transfer-Pläne gegeben hatte, soll es zwischen Nagelsmann und dem Bosnier künftig harmonischer zugehen. Salihamidzic stellte "eine 1a-Kombination" in Aussicht. Der neue Coach indes vertritt "grundsätzlich" die Auffassung, "dass in allererster Linie immer der Verein entscheidet und das idealerweise mit dem Trainer abspricht." Der Verein "bezahlt und verpflichtet einen Spieler", so Nagelsmann weiter. "Die Halbwertszeit eines Spielers ist ein bisschen länger als bei einem Trainer. (...) Den Hut sollte der Verein aufhaben."

Nagelsmann: Das sind die aktuellen Herausforderungen im Kader

Das Problem sei derzeit ohnehin nicht die Größe des Kaders, sondern die aktuelle Zusammensetzung dessen. "Die Herausforderungen kommen eher aus der Richtung, dass wir die ersten zwei, drei Wochen - auch die ersten Testspiele - noch mit einem Kader machen, der dann im DFB-Pokal oder auch gegen Gladbach nicht die erste Elf darstellen wird – zumindest nicht komplett", sagte der 33-Jährige mit Blick auf den derzeit noch engen Kader ohne zahlreiche Nationalspieler, die in den vergangenen Wochen bei der EM im Einsatz waren.

Generell zeigte sich die FCB-Bosse zufrieden über die Verpflichtung des Trainers, der für kolportierte 25 Millionen Euro Ablöse aus Leipzig gekommen war und einen Vertrag über fünf Jahre unterschrieb. "Wir sind absolut überzeugt davon, dass Julian der Mann ist, mit dem wir hier unsere Ziele erreichen können", sagte Salihamidzic, der für die Münchner "eine spannende Zukunft" erwartet.