28. Juli 2021 / 20:58 Uhr

Julian Nagelsmann mahnt nach Test-Pleite gegen Gladbach: "Langsam anfangen zu gewinnen"

Julian Nagelsmann mahnt nach Test-Pleite gegen Gladbach: "Langsam anfangen zu gewinnen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Nach der erneuten Testspiel-Pleite fordert Julian Nagelsmann von seinem Team spätestens zum Pflichtspiel-Start Siege ein.
Nach der erneuten Testspiel-Pleite fordert Julian Nagelsmann von seinem Team spätestens zum Pflichtspiel-Start Siege ein. © IMAGO/Fotostand/kolbert-press/Montage
Anzeige

Drittes Testspiel, dritte Partie ohne Sieg für den neuen Bayern-Trainer Julian Nagelsmann: Der FC Bayern München verliert auch gegen Borussia Mönchengladbach. Nagelsmann hofft zum Pflichtspiel-Start auf die zurückkehrenden Stars.

2:3 gegen den 1. FC Köln, 2:2 gegen Ajax Amsterdam und jetzt 0:2 gegen Borussia Mönchengladbach: Ergebnistechnisch verläuft die Vorbereitung des FC Bayern München unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann noch nicht nach Plan. Mit einer erneut jungen Mannschaft ohne sämtliche EM-Fahrer bis auf Rückkehrer Serge Gnabry, der in der 60. Minute eingewechselt wurde, gab es für den FCB gegen Gladbach im Testspiel am Mittwochabend in der Allianz Arena gegen Gladbach wieder keinen Sieg zu bejubeln. "Klar, ich gewinne lieber als ich verliere", kommentierte Nagelsmann nach dem dritten Münchner Sieglos-Test in der Vorbereitung. Im Gespräch mit Magenta Sport blickte der Coach bereits auf die nächsten Wochen, und mahnte an, bald positive Ergebnisse sehen zu wollen.

Anzeige

Nagelsmann kündigt Comeback von Lewandowski, Goretzka und Sané gegen Neapel an

Am 13. August werden Bayern und die Fohlen im Bundesliga-Eröffnungsspiel in Gladbach allerdings mit nahezu komplett anderen Formationen auflaufen. Eine Woche zuvor gastieren die Bayern im DFB-Pokal beim Bremer SV, am kommenden Samstag steht zudem das letzte Testspiel der Vorbereitung gegen die SSC Neapel an. "Wir müssen natürlich dann, wenn die Pflichtspiele losgehen, auch langsam anfangen zu gewinnen", forderte Nagelsmann von seinen Spielern und kündigte gleichzeitig an, dass gegen die Italiener die dann verfügbaren EM-Teilnehmer wie Robert Lewandowski, Leon Goretzka oder Leroy Sané 45 Minuten spielen sollen.

Generell hofft Nagelsmann auf eine schnelle Eingliederung der bislang wegen ihres EM-Urlaubs noch fehlenden Stars. "Ich freue mich, dass wir jetzt alle langsam integriert kriegen. Nächste Woche kommen auch die letzten drei Spieler ins Training zurück. Die brauchen wir auch. Das sieht man", sagte der neue FCB-Coach mit Verweis auf die Rückkehrer Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Thomas Müller, die vom Verein eine Woche länger EM-Urlaub erhalten hatten und erst in der kommenden Woche wieder voll ins Training einsteigen sollen.

Nagelsmann beklagt: Wenig Zeit zum Trainieren

Immerhin machten die Bayern in der Abwehr einige Fortschritte im Vergleich zu den letzten Tests. Bayerns Millionen-Zugang Dayot Upamecano bildete mit seinem jungen französischen Landsmann Tanguy Nianzou ein zunehmend eingespieltes Innenverteidigergespann, das ein Sonderlob vom Chef bekam: "Ich finde wir haben in der ersten Halbzeit deutlich besser verteidigt, als es die beiden ersten Testspiele der Fall war. Wir wollten früher Druck drauf bringen. Wir haben sehr viel Ballgewinne gehabt", lobte der ehemalige RB-Leipzig-Coach, der nun die Aufgabe hat, eine siegfähige Elf zu entwickeln. "Wir werden nicht viel Neues machen in den Pflichtspielen und uns dann sukzessive über den Ligaalltag entwickeln", kündigte Nagelsmann angesichts der vielen EM-Fahrer an. "Es geht viel darum, das Altbewährte auf den Platz zu bringen."

Serge Gnabry erfreute das Publikum immerhin schon einmal mit ein paar zielstrebigen Aktionen. In der 86. Minute bejubelte der 26-Jährige sogar ein Tor, wurde aber vom Schiedsrichtergespann zurückgepfiffen. "Schade, dass es bei mir Abseits war", sagte Gnabry bei Magenta Sport. Er hofft, dass die weiteren Rückkehrer wieder mehr Schwung ins Spiel bringen: "Am Samstag spielen wir wieder gegen Neapel. Da sind dann schon wieder mehrere dabei und dann werden wir versuchen, den Schalter umzulegen."