19. November 2021 / 18:57 Uhr

Julian Weigl spricht über seine zwei erlebten Bus-Anschläge: "Ich habe das beides eigentlich gut weggesteckt"

Julian Weigl spricht über seine zwei erlebten Bus-Anschläge: "Ich habe das beides eigentlich gut weggesteckt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Julian Weigl wechselte im Januar 2020 von Dortmund nach Lissabon.
Julian Weigl wechselte im Januar 2020 von Dortmund nach Lissabon. © IMAGO/Pro Sports Images
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Sowohl als Spieler von Borussia Dortmund als auch von Benfica Lissabon erlebte Julian Weigl einen Anschlag auf den Mannschaftsbus. In der "Sky"-Sendung "Meine Geschichte - das Leben von …" spricht der Mittelfeldspieler über diese Erlebnisse.

Vor knapp anderthalb Jahren wurde Julian Weigl bei einer Attacke auf den Mannschaftsbus seines Klubs Benfica Lissabon verletzt. Der Mittelfeldspieler wurde bei einem Steinwurf von Splittern getroffen und musste daraufhin ins Krankenhaus. In der Sky-Sendung "Meine Geschichte - das Leben von …" mit Riccardo Basile (Erstausstrahlung dieser Folge: Freitag, 21 Uhr, Sky) spricht der Mittelfeldspieler, der auch schon drei Jahre zuvor den Bomben-Anschlag auf den BVB-Bus miterlebt hatte, ausführlich über den schockierenden Vorfall.

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"Ich saß ganz vorne oben - wir haben einen zweistöckigen Bus - und jemand hat einen Stein von einer Brücke geworfen und der ist durchgebrochen", erinnert sich Weigl und berichtet, dass das Wurfgeschoss genau bei seinen Füßen gelandet sei. Er habe "extremes Glück" gehabt: "Ich habe nur - in Anführungszeichen - ein paar Glassplitter in meine Augen bekommen, aber ganz kleine, sodass ich ganz normal sehen kann und zum Glück ist dieser Stein nicht auf meine Beine geflogen."

In dem Moment des Einschlag habe er sich direkt zurückversetzt gefühlt zum 11. April 2017, als vor dem Viertelfinalspiel in der Champions League gegen die AS Monaco ein Bombenanschlag auf den Bus des BVB verübt wurde. "Ich habe direkt gedacht: 'Das ist eine Bombe.' Ich war mit Sarah (Weigls Ehefrau, d. Red.) am Telefon, weil wir über das Spiel gesprochen haben." Dann habe er nur geschrien und gesagt: "Schatz, ne Bombe, ne Bombe." Es war "wie so ein Flashback eben und für sie war es natürlich auch ganz schlimm." Um seine Augen zuzuhalten habe er dann sein Handy weggelegt, "und sie hat halt gefragt was ist los und war völlig fertig natürlich."

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Mitspieler hätten seine Frau dann beruhigt, dass es keine Bombe war. Und auch die Splitter konnten im Krankenhaus aus den Augen entfernt werden. Ohne Folgeschäden. Die psychische Belastung dieser zwei Bus-Angriffe hat Weigl nach eigener Aussage erstaunlich leicht verarbeitet. "Ich weiß nicht, wie oder warum aber ich habe das beides eigentlich gut weggesteckt." Er könne auch wieder "ganz normal in den Bus, auch wieder vorne sitzen."

Weigl war im Januar 2020 von Borussia Dortmund zu Benfica Lissabon gewechselt und hat bei dem Champions-League-Klub noch einen Vertrag bis 2024. In der Liga liegt er mit seinem Team mit einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter FC Porto auf Platz drei in Lauerstellung und in der Königsklasse kämpfen Weigl und Co in der Gruppe vom FC Bayern mit dem FC Barcelona noch um den Einzug ins Achtelfinale.