22. Dezember 2017 / 16:19 Uhr

Jung, lernwillig, bodenständig, gut: Jungs wie Uduokhai braucht der VfL

Jung, lernwillig, bodenständig, gut: Jungs wie Uduokhai braucht der VfL

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
VfL-Gewinner des Jahrens: Felix Uduokhai.
VfL-Gewinner des Jahres: Felix Uduokhai. © imago / regios24
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Als der VfL am 30. Juni die Verpflichtung von Felix Uduokhai bekanntgab, fragten sich nicht wenige Fans: Wen hat Wolfsburgs Sportdirektor Olaf Rebbe denn da ausgegraben? Ein Talent von Chaos-Klub 1860 München, dem man nachsagte, dass er mal so gut werden könne wie Bayerns Weltmeister und Weltklasse-Innenverteidiger Jerome Boateng. Ivica Olic, Ex-VfLer und damals Uduokhai-Teamkollege, sagte das unter anderem. Spätestens ein halbes Jahr später weiß jeder Anhänger des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten – Olic hatte Recht, Rebbe hat ein gutes Näschen bewiesen.

Jung, unbekannt, noch nicht fertig in seiner Entwicklung, lernwillig, bodenständig – nach Spielern wie Uduokhai hat Rebbe-Vorgänger Klaus Allofs in seiner Zeit als VfL-Geschäftsführer gar nicht mehr geschaut. Der erfahrene Manager holte lieber fertige Spieler, aber der VfL musste sich nach dem Fast-Abstieg neu aufstellen, er will künftig verstärkt Spieler wie Uduokhai verpflichten. Rebbe sagt dann gern mal: „Wir wollen Werte schaffen!“ Auf dem Platz und daneben. Talente wie Uduokhai, der gute Veranlagungen mitbrachte, für Deutschlands U 19 und U 20 schon gespielt hatte, sollen es sein.

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Der steile Aufstieg von Felix Uduokhai beim VfL Wolfsburg

Erstes Foto als VfLer: Felix Uduokhai Zur Galerie
Erstes Foto als VfLer: Felix Uduokhai ©

Geholt wurde Uduokhai als Herausforderer, „aber er ist bereits mittendrin“, sagte Rebbe, nachdem dem 20-Jährigen sein zweites Saisontor gelungen war. Das war im Pokal gegen Hannover 96.  Zuvor hatte Uduokhai wegen der vielen Verletzungen in der Abwehr zu Saisonbeginn seine Chance genutzt – so sehr, dass er aus der VfL-Startelf nicht mehr wegzudenken war. Ein Spielerberater, der selbst mal in der Bundesliga gekickt hatte, schwärmte bereits in der Vorbereitung von Uduokhais Spieleröffnung, von seiner Ruhe am Ball. Und das schon in diesen jungen Jahren.

Die Fans verpassten ihm nach seinem Tor gegen Hannover den Spitznamen „Udo“, nach der Partie ging’s auf den Zaun vor der Nordkurve zum Feiern mit den Anhängern. Ein schöner Moment, aber nichts, was er unbedingt braucht. Udo ist eher einer für die leisen Töne, in diesen Tagen wird er sich mal zurücklehnen und auf die vergangenen Monate schauen. Die erfolgreichsten bislang in seiner noch jungen Karriere. „Felix macht das wirklich überragend. Mein Eindruck ist: Er ist sehr weit. Wenn er auf dem Boden bleibt, hat er eine große Karriere vor sich“, sagte VfL-Idol Marcel Schäfer mal in der WAZ über Uduokhai. Schäfer war einst auch als junger Bursche von 1860 München nach Wolfsburg gewechselt und hatte eine große Laufbahn hingelegt. Dafür bringe auch Uduokhai alles mit. So ähnlich äußerte sich in diesen Tagen auch Martin Schmidt, der VfL-Trainer sagte über das 1,1 Millionen Euro teure Schnäppchen: „Felix steht vor einer großen Karriere!“