20. August 2021 / 16:00 Uhr

Jung, lernwillig und engagiert: TSV will mittelfristig zurück in die Kreisliga

Jung, lernwillig und engagiert: TSV will mittelfristig zurück in die Kreisliga

Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Die Essinghausener (blaue Trikots) streben zunächst einen Mittelfeldplatz in der 1. Kreisklasse an.
Die Essinghausener (blaue Trikots) streben zunächst einen Mittelfeldplatz in der 1. Kreisklasse an.
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Den Schritt aus Salzgitter zum TSV Essinghausen hat Trainer Bayram Kaymak nicht bereut: Weil er beim Fußball-Kreisklassisten richtig etwas aufbauen kann. Er will die Jugendlichen aus dem Verein integrieren, um den Herrenbereich zu stärken – und irgendwann in die Kreisliga zurückzukehren.

Als er vor einem Jahr das Traineramt beim TSV Essinghausen übernahm, „wusste ich nicht, was mich erwartet, da ich die Mannschaft wegen der Corona-Pause nicht ein einziges Mal beobachten konnte“, sagt Bayram Kaymak. Bereut hat er seine damalige Entscheidung nicht. Im Gegenteil: „Inzwischen bin ich hier angekommen – es gefällt mir ausgezeichnet beim TSV.“ Entsprechend hat der 55-Jährige, der in Salzgitter wohnt, vor kurzem seinen Vertrag auch gleich um drei Jahre verlängert. „Weil die Mannschaft Potenzial hat, so dass ich hier etwas aufbauen kann.“

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Dabei setzt er vor allem auf den eigenen Nachwuchs. „Denn die Jugendarbeit in Essinghausen ist richtig gut“, lobt Kaymak. Und das zahle sich in den nächsten Jahren aus. „Es rücken immer wieder Jugendliche in den Herren-Bereich nach. Somit werden wir keinen Mangel an Spielern haben.“ Diese heranzuführen und zu integrieren, wird eine seiner Hauptaufgaben sein. „Wir wollen die Jungs auf Dauer an den Verein binden und dadurch gleichzeitig den Herrenbereich stärken. Darauf lege ich großen Wert.“

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Dass dieses Vorhaben ein Prozess ist, der Zeit und auch Geduld benötigt, „ist uns allen bewusst“, betont Kaymak. Auch Rückschläge werde es mit Sicherheit geben, „aber das ist angesichts des niedrigen Durchschnittsalters der Mannschaft normal“. Das Schöne sei jedoch, „dass die Jungs gut mitziehen, lernen möchten und auch versuchen, meine Vorgaben umzusetzen – beste Voraussetzungen also, um ihnen etwas beizubringen“, sagt der Trainer. Der wichtigste und entscheidende Aspekt für ihn ist jedoch die Einstellung. „Ohne die geht es im Fußball gar nicht. Die muss auch jeder Spieler selbst mitbringen – und das passt hier absolut“, freut er sich.

Ebenfalls begeistert ist er von den Rahmenbedingungen. „Zunächst war ich ein bisschen unsicher, da für mich ja fast alles unbekannt war. Aber ich bin froh, dass ich vor einem Jahr den Schritt nach Essinghausen gemacht habe. Denn ich habe hier eine starke Mannschaft, ein tolles Umfeld, der Vorstand arbeitet hervorragend, zudem haben wir gute Plätze und Kabinen“, schwärmt Kaymak. Damit seien die Grundlagen gegeben, um erfolgreich zu sein – und genau das möchte er auch sein. „Wir wollen nicht ewig in der 1. Kreisklasse spielen“, betont er. In dieser Saison allerdings ist der Aufstieg für ihn und den TSV kein Thema. „Absolut nicht. Dazu ist es noch viel zu früh“, versichert er und verweist darauf, dass die Mannschaft sich noch immer im Umbruch befindet.

Folglich hat er sich auch vorgenommen, „einen Platz im sicheren Mittelfeld zu erreichen. Alles andere wäre unrealistisch.“ Damit das gelingt, „müssen wir jedoch die Fehler minimieren und in der Defensive besser stehen – daran arbeiten wir intensiv“, erklärt der Coach. Auch attraktiv spielen soll sein Team. „Dazu sind die Jungs auf jeden Fall in der Lage, da sie Fußball spielen können“, erläutert Bayram Kaymak, der für die Strecke von Salzgitter bis nach Essinghausen knapp 30 Minuten benötigt. Ein zeitlicher Aufwand, den er jedoch gerne in Kauf nimmt. „Schließlich ist die Entwicklung sehr positiv. Es macht mir einfach richtig Spaß, hier zu arbeiten.“

Der Kader des TSV Essinghausen

Transfers

Zugänge: Bennet Rathe, Dominik Kreis, Finn Lukas Brandt, Bjarne Bild (alle eigene Jugend), André Bock (SSV Plockhorst), Mehmet Alas (TSV Eixe), Ferhat Aslan (PSG Peine).


Abgänge: Keine.

Der Kader

Tor: Aaron Noah Metzing, Antonio Schacht, Yasin Tuna.

Abwehr: Baki Aslan, Marc Friedland, Tobias Haasner, Dominik Kreis, Nikolai Nikolänko, Bennet Rathe, Milan Rieger, Eike Fabian Rohde, Finn Rohde.

Mittelfeld: Devran Aslan, Ferhat Aslan, Adrian Behrendt, Bjarne Bild, Len Finger, Nico Görling, Jan Hiete, Kjell-Ole Kahlefendt, Lasse Kahlefendt, Elvis Kamberi, André Bock, Daniel Hopfauf, Michel Skolaut.

Angriff: Mehmet Alas, Finn Lukas Brandt, Zeradischt Hamo, Nikola Stankovic.

Sonstiges

Trainer: Bayram Kaymak.

Saisonziel: Attraktiv spielen, sicherer Mittelfeldplatz, Heranführen der A-Junioren.

Favorit: Marathon Peine.