28. Juli 2020 / 08:16 Uhr

Junge Läufer räumen beim Leipziger Fitness-Triathlon am Kulkwitzer See ab

Junge Läufer räumen beim Leipziger Fitness-Triathlon am Kulkwitzer See ab

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Die Sieger im Fitness-Triathlon: Stefanie Walter (Rosenheim) und Jakob von Müller (Leipzig).
Die Sieger im Fitness-Triathlon: Stefanie Walter (Rosenheim) und Jakob von Müller (Leipzig). © Christian Modla
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Lang, gelenkig und rekordverdächtig jung: Die ersten Zieleinläufer beim Leipziger Fitness-Triathlon sind sehr jung. Jakob von Müller ist erst 16 Jahre alt und der jüngste Teilnehmer unter den Männern. Den Triathlon schließt er in weniger als einer Stunde ab. Stefanie Walter macht es ihm ziemlich schnell nach und holt sich den ersten Platz bei den Frauen. Die 19-Jährige ist erst vergangenen Oktober in die Messestadt gezogen.

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Leipzig. ​Die Ruhe vor dem Sturm ließ den olympischen Triathlon am Kulkwitzer See problemlos verlaufen. Die Ruhe danach bot auch den Startern des Fitness-Triathlons gute Verhältnisse. Wo es am Sonntagmorgen kühl und verhangen – vor allem auch nass – war, hatten die 267 Sportler der Volkssportwellen teils strahlenden Sonnenschein. Das kurzzeitige Gewitter hinterließ keine bleibenden Schäden auf dem „Triathlongelände“. Die zwischenzeitlich umgestürzten Absperrungen im Wechselgarten waren schnell wieder aufgestellt und bereit für die Nachmittagsveranstaltung bei der 37. Auflage des Leipziger Triathlons.

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Auch beim Fitnesstriathlon am Kulkwitzer See starteten 400 Athletinnen und Athleten. Zur Galerie
Auch beim Fitnesstriathlon am Kulkwitzer See starteten 400 Athletinnen und Athleten. ©

Ganz besonders rückten dabei die jungen Teilnehmer in den Fokus. Bei den Männern war das Lokalmatador Jakob von Müller vom SC DHfK. Erst im Mai ist er 16 Jahre alt geworden und durfte nun endlich an dem Kult-Triathlon teilnehmen: „Ich habe Organisator Sven Bemmann letztes Jahr gefragt, ob ich mich anmelden kann. Aber er hat gesagt, ich bin zu jung.“ Umso mehr freut sich das Nachwuchstalent über den Sieg bei der 37. Auflage. „Ich habe das schon immer gemacht, seit ich Kind bin.“ Als einziger lief von Müller den Fitness-Triathlon unter einer Stunde und holte sich mit seinen 58:46 Minuten verdient den ersten Platz.

Wieder Wettkampfluft schnuppern

Das DHfK-Talent ist vor Kurzem aus der Messestadt weggezogen und zum Bundesstützpunkt Potsdam gewechselt. „Mein Trainer hat dort ein Angebot bekommen. Und weil mit ihm bislang eben alles super gut geklappt hat, bin ich ihm dorthin gefolgt“, erzählt von Müller. Davor besuchte er vier Jahre lang das Leipziger Sportgymnasium. Für den jungen Sachsen steht fest: Am Kulkwitzer See will er auch in Zukunft regelmäßig starten. Als zweiter Mann lief Kai Witzlack-Makarevich, der Vorjahressieger, ins Ziel, ganze zwei Minuten nach dem Nachwuchstalent Jakob von Müller.

Wahl-Leipzigerin ist Stefanie Walter. Die 19-Jährige hat im vergangenen Herbst ihr Sportmanagementstudium an der hiesigen Universität begonnen. „Ich habe mich sofort angemeldet, als ich mitbekommen habe, dass am ,Kulki’ der Triathlon stattfindet.“ Auch über ihren ersten Platz freute sie sich. Vor allem, weil sie nach der coronabedingten Pause wieder Wettkampfluft schnuppern konnte. „Es war schon sehr nervig, nirgendwo antreten zu können. Man fragt sich dann immer, wofür man überhaupt trainiert“, erzählt die Studentin. Mit ihrer Zeit von einer Stunde und knapp fünf Minuten ist sie mehr als zufrieden.

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Zweite bei den Frauen wurde Kathrin Bogen, Mutter von Rico und Bianca, die beide jeweils den zweiten Platz im olympischen Triathlon am Vormittag geholt hatten. Mit ihrer Gesamtzeit von 1:06:02 lag die 49-jährige Rechtsanwältin relativ knapp hinter der jungen Siegerin. Eigentlich wollte Bogen kurz nach ihrem 50. Geburtstag am 50. New York Marathon teilnehmen. Dieser wurde jedoch abgesagt. „Es findet kaum irgendwo noch eine Laufveranstaltung statt. Umso schöner, dass wir es in Leipzig starten konnten.“ Den dritten Platz Josefina Schmidt vom SC DHfK mit einer Zeit von 1:09:36. Sie feierte gerade erst ihren 16. Geburtstag und war die diesjährige jüngste Teilnehmerin.