22. Januar 2020 / 07:39 Uhr

Junge Talente des FC Eilenburg zocken RB Leipzig ab

Junge Talente des FC Eilenburg zocken RB Leipzig ab

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Die Entscheidung: FCE-Torwart Felix Schmedicke ahnt gegen Miquel Jean Boog die Ecke und pariert den Strafstoß.
Eilenburgs Torwart Felix Schmedicke ahnt gegen Miquel Jean Boog die Ecke und pariert den Strafstoß. © Susan Stephan
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Die U13-Kicker des FC Eilenburg haben das Futsal-Landesfinale erreicht und erwiesen sich dabei als Meister des Strafstoßschießens. Die Eilenburger waren an dem Tag das jüngste Team und Sieger des Turniers.

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Wenn’s läuft, dann läuft’s: Nach dem Sieg beim eigenen Hallenturnier haben die Eilenburger U13-Talente bei der Vorrunde zur Landesmeisterschaft nachgelegt. In Torgau gewann der FCE völlig überraschend und qualifizierte sich für die Endrunde der besten acht sächsischen U13-Mannschaften am Samstag in Mittweida. Dort heißen die Gegner unter anderem Erzgebirge Aue, Dynamo Dresden und RB Leipzig.

Wie man Favoriten besiegt, zeigten die Eilenburger, als die Kicker aus dem Nachwuchsleistungszentrum von RB Leipzig im Finale den Kürzeren zogen. Nach intensiven zwölf Minuten, in denen die FCE-Kicker auch das Glück hatten, was man gegen solch ein Topteam braucht, stand es 1:1. Das Sechs-Meter-Schießen musste entscheiden. Die Eilenburger Julian Stephan, Ben Hinsdorf und Ben Schrader versenken ihre Versuche, Keeper Felix Schmedicke hielt den letzten Schuss des hochgewachsenen Leipzigers Miquel Jean Boog.

Als der Turniersieg feststand, brachen alle Dämme. Die jüngste Mannschaft im Turnier – Eilenburg reiste mit vier Spielern aus dem 2008er Jahrgang an, die meisten Teams, wie auch RB Leipzig, setzten komplett auf den „alten“ 2007er Jahrgang – gewann die Vorrunde und damit die Bezirksmeisterschaft.

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Ungewohnte Futsal-Regeln

Dabei spielten die Eilenburger erstmals nach den ungewohnten Futsal-Regeln und taten sich damit in der Vorrunde auch reichlich schwer. Nach einem 2:1-Auftaktsieg gegen den FC Grimma, folgte ein ängstliches 0:3 gegen RB Leipzig. Im letzten Spiel gegen die Kickers aus Markkleeberg musste Eilenburg gewinnen, um ins Halbfinale einzuziehen. Nach einer schnellen Führung hieß es am Ende 3:0.

Im Halbfinale wartete Olympia Leipzig, das unter anderem Lok Leipzigs U13 aus dem Turnier geworfen hatte. Die FCE-Talente liefen früh einem 0:1 hinterher, erst wenige Sekunden vor Schluss glich Ben Schrader mit einem Fernschuss, bei dem der Olympia-Keeper nicht gut aussah, zum 1:1 aus. Das Sechs-Meter-Schießen entpuppte sich als XXL-Nummer, weil die Schützen aus Nahdistanz zuverlässig trafen. Den neunten Schuss parierte FCE-Schlussmann Felix Schmedicke schließlich und bescherte seiner Mannschaft so den Einzug ins Finale und gleichzeitig die Fahrkarte zur Endrunde nach Mittweida. Die ersten beiden Vorrundenteams qualifizieren sich für die Finalrunde.

Obwohl das Ziel erreicht war, gaben die Eilenburger in den letzten zwölf Minuten im Finale noch einmal alles und wollten sich vom blutleeren Auftritt in der Vorrunde rehabilitieren. Auch als RB mit 1:0 in Führung ging, ließ man sich nicht entmutigen. Nach einem Fernschuss von Ben Hinsdorf stand Julian Stephan goldrichtig und fälschte den Ball mit der Brust unhaltbar zum 1:1 ab. Im Strafstoßschießen hatten die Eilenburger die besseren Nerven. Als Gruppenerster entgeht der FCE in der Vorrunde am Samstag den dicken Brocken wie Aue, Dresden und eben RB Leipzig, die allesamt in eine Vorrundengruppe eingeteilt wurden. Vielleicht gelingt noch einmal eine Überraschung. Mit Glück, Geschick und Sechsmeter-Spezialisten.

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