08. Oktober 2021 / 18:06 Uhr

Junges Team der HSG Nord braucht noch Zeit – jetzt steht das Derby an

Junges Team der HSG Nord braucht noch Zeit – jetzt steht das Derby an

Hartmut Butt und Jürgen Hansen
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sabrina Döhrmann (rotes Trikot) und die Drachen-Handballerinnen wollen vor heimischer Kulisse gewinnen. Zu Gast ist die HSG Nord Edemissen, bei der Lena Schmidt (blaues Trikot) eine der erfahreneren Spielerinnen ist.
Sabrina Döhrmann (rotes Trikot) und die Drachen-Handballerinnen wollen vor heimischer Kulisse gewinnen. Zu Gast ist die HSG Nord Edemissen, bei der Lena Schmidt (blaues Trikot) eine der erfahreneren Spielerinnen ist. © Foto: Isabell Massel
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Ihr bisher einziges Landesliga-Spiel der Saison haben die Edemissener Handballerinnen verloren. Zu oft trafen die Spielerinnen falsche Entscheidungen, weil sie schlichtweg zu unerfahren seien. Dennoch wollen sie dem Nachbarn SG Zweidorf/Bortfeld im Derby am Sonntag Paroli bieten.

Derbyzeit heißt es am Sonntag in der Bortfelder Gemeindehalle. Denn dort empfangen Zweidorf/Bortfelds Handballerinnen den Kreis-Konkurrenten HSG Nord Edemissen zum Derby in der Handball-Landesliga. Die Favoritenrolle dürfte bei den Gastgeberinnen liegen, die zuletzt den MTV Braunschweig deutlich in die Schranken verwiesen.

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SG Zweidorf/Bortfeld – HSG Nord Edem. (Sonntag, 17 Uhr). Edemissens Trainer Julian Winkel misst der 19:22-Auftaktniederlage seiner Mannschaft gegen Oldau nur geringe Bedeutung zu. „Ein wichtiger Grund der Niederlage war, dass meiner Mannschaft die Erfahrung fehlt. Mit Lena Schmidt, Anna-Lena Feldt und Lena Brandes standen nur drei Spielerinnen auf dem Feld, die vom Alter her Mitte 20 sind. Der Rest war deutlich jünger.“

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Bei den HSG-Nord-Talenten sieht Winkel noch Defizite in Sachen Entscheidungs-Findung. „Wann muss ich den Kreis anspielen, wann den Ball weitergeben und wann selbst aufs Tor werfen? Dies herauszufinden, unterzieht sich einer Erfahrungs-Geschichte. Unsere jungen Spielrinnen werden das bald lernen, denn das Können dazu haben sie.“ Davon ab sieht er sein Team gegen die SG Zweidorf/Bortfeld keinesfalls chancenlos. „Dafür müssen wir uns allerdings gegenüber dem Oldau-Spiel steigern. Und wir dürfen Zweidorfs Torhüterinnen nicht zum Helden werfen. Denn beide halten sehr stark. Um gegen sie zu treffen, ist volle Konzentration gefordert“, betont Winkel, der auf Teresa Carmon (Knieverletzung) und Marie Goldberg (Bänderriss) verzichten muss.


Die Stimmung bei den Landesliga-Frauen der SG Zweidorf/Bortfeld war in dieser Woche hervorragend. Der Grund ist einfach: Der überzeugende und klare Auswärtssieg beim MTV Braunschweig. Auch Trainer Ulrich Bollmann erinnert sich gern an den Erfolg. „Besonders gut hat mir die ausgezeichnete Abwehrarbeit gefallen. Vor allem das Zusammenspiel mit unserer Torfrau Franziska Rother war erstklassig“, erklärt Bollmann.

Eine gute Abwehrarbeit wird auch entscheidend sein, um gegen die HSG Nord Edemissen gewinnen zu können. „Ich bin zuversichtlich, dass wir das auch am Sonntag hinbekommen“, ergänzt Bollmann. Neben einem guten Defensivverhalten werden auch die Angriffsleistungen eine große Rolle spielen. „Das, was wir in Braunschweig gezeigt haben, war richtig gut“, findet Bollmann. Vor allem habe ihn gefreut, dass von allen Positionen Torgefahr ausgestrahlt wurde. „Dadurch sind wir schwerer ausrechenbar“, fügt Bollmann hinzu. Immer besser findet sich auch Lynn Giese auf ihrer neuen Position, der Spielmacher-Rolle, zurecht. „Ich habe mich besonders darüber gefreut, dass Lynn auch im Abschluss erfolgreich war und große Torgefahr ausgestrahlt hat“, sagt Bollmann.

Gegen Edemissen erwartet er eine offene Begegnung. Den Gegner kann er aufgrund einiger Veränderungen schwer einschätzen. Die Gastgeber haben einen Vorteil: Sie haben schon ein Saisonspiel gewonnen.