22. Oktober 2018 / 12:21 Uhr

Jungstörche verteilen Geschenke und blamieren sich

Jungstörche verteilen Geschenke und blamieren sich

Jürgen Schinke
Kieler Nachrichten
Serkan Yildirimer und Ruben Bardehle (Holstein) beim Kopfballduell.
Serkan Yildirimer und Ruben Bardehle (Holstein) beim Kopfballduell. © Sonja Paar
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1:6-Niederlage in der B-Junioren-Bundesliga beim Tabellennachbarn Union Berlin – Nur Serkan Yildirimer trifft für die KSV

Schwerer Schnarchanfall der Jungstörche, dieser desaströse Auftritt wirft etliche Fragen auf. Kein Zugriff, zudem etliche Aussetzer und individuelle Schnitzer – so konnte nach 80 Minuten vom eigentlich erwarteten Duell auf Augenhöhe keine Rede sein. Gleich mit 1:6 blamierten sich Holstein Kiels U17-Fußballer in der B-Junioren-Bundesliga bei Union Berlin und ließen sich vom Tabellennachbarn nach allen Regeln der Fußballkunst vernaschen.

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Mit dem anfangs noch einigermaßen gelungenen, insgesamt aber desaströsen Auftritt bei den „Eisernen“ endete die kleine Erfolgsserie der Jungstörche, die das Team aus Berlin-Köpenick in der Tabelle überholen wollten, durch die fünfte Saisonschlappe jedoch auf Rang zehn verharren. „Vom Ergebnis her hört es sich deutlich an, tatsächlich fiel das Resultat eher um drei Tore zu hoch aus. Aber wir haben zu Recht verloren und an Union vier krasse Geschenke verteilt“, bemühte sich Holsteins Trainer Michael Schwennicke bei seiner Analyse noch um Relativierung.Zu Beginn boten sich Holstein zwei Halbchancen: Jonas Sterner tauchte gefährlich vor Berlins Schlussmann Kemlein auf, verzog allerdings (4.). Und wenige Minuten später verfehlte Benjamin Prozel das Ziel ebenfalls knapp (8.).

Lediglich 13 Minuten stand die Null, dann nickte Yasin Dag seine Berliner Farben mutterseelenallein vor Keeper Oberbeck in Front. Nach einem Eckball fiel dem ungedeckten Mittelfeldakteur die Kugel auf den Kopf. Union-Angreifer Ünal Durmushan erhöhte nach einer guten halben Stunde (28.), bevor erneut Dag ins lange Eck zum 3:0 Pausenstand einschoss (32.). Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass der Kieler Matchplan mächtig in die Binsen gegangen war.

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Denn Holstein bekam einfach keinen Zugriff auf nur schwer zu packende Berliner. Nach schwacher erster Halbzeit steigerten sich die Gäste zunächst. Als Holsteins Kapitän Serkan Yildirimer den Anschlusstreffer zum 1:3 erzielte (61,), keimte für ganze vier Minuten leise Hoffnung bei den Holsteinern auf.Dann trat Fisnik Asllani, Unions gefährlicher Goalgetter, den die Kieler per Manndeckung lange Zeit kontrollieren konnten, auf den Plan. Der brandgefährliche Deutsch-Kosovare drehte kurzerhand auf und knipste Holstein bei seiner One-Man-Show binnen zehn Minuten im Alleingang das Licht aus (65./72./74.).