12. Februar 2020 / 22:51 Uhr

Bericht: Komplett-Aus bei Hertha BSC - Jürgen Klinsmann soll Aufsichtsrat verlassen

Bericht: Komplett-Aus bei Hertha BSC - Jürgen Klinsmann soll Aufsichtsrat verlassen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jürgen Klinsmann steht bei Hertha BSC nach seinem Rücktritt als Trainer scheinbar komplett vor dem Aus
Jürgen Klinsmann steht bei Hertha BSC nach seinem Rücktritt als Trainer scheinbar komplett vor dem Aus © imago images/Christian Schroedter/Montage
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Erst der Rücktritt als Trainer - und jetzt das Aus als Aufsichtsrat? Nach Informationen des Magazins "Spiegel" soll Hertha-BSC-Investor Lars Windhorst über den Klinsmann-Abschied als Trainer verstimmt sein - und den ehemaligen Bundestrainer nicht mehr im Kontrollgremium der Berliner sehen wollen.

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Jürgen Klinsmann und Hertha BSC: Nach dem brisanten Rücktritt am Dienstagvormittag scheint das Verhältnis zwischen dem Ex-Bundestrainer und dem Bundesliga-Klub zerrüttet zu sein. Wie der Spiegel berichtet, hat der 55-Jährige keine Zukunft mehr in Berlin. So werde Klinsmann in Zukunft kein Amt mehr bei der Hertha übernehmen. Zuvor hatte Klinsmann selbst gesagt, dass er nach Pause wieder in den Aufsichtsrat des Hauptstadt-Klubs zurückkehren wolle. Sein Amt im Kontrollgremium hatte er während seiner gut zweimonatigen Amtszeit als Trainer bei den Berlinen ruhen lassen.

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Klinsmann war am Dienstag als Trainer der Hertha zurückgetreten. Grund dafür war, dass er nicht die Kompetenzen bekommen sollte, die er forderte. Wie er in einem Facebook-Live-Video am Mittwoch verkündete, sollte ein Trainer seiner Meinung nach umfassende Macht in der sportlichen im Sinne eines englischen "Managers" haben. Dass er mit Michael Preetz noch einen übergeordneten Geschäftsführer hatte, habe ihm "übel aufgestoßen", so Klinsmann.

Art des Klinsmann-Rücktritts bei Hertha BSC soll Investor Windhorst missfallen haben

Wie der Spiegel jetzt berichtet, soll die Art des Rücktritts auch Investor Lars Windhorst nicht gefallen haben. Windhorst hatte Klinsmann als sportlichen Berater seiner Investmentfirma Tennor in den Verein geholt. Für den Donnerstag hat der Verein eine Pressekonferenz mit Windhorst, Präsident Werner Gegenbauer und Geschäftsführer Preetz anberaumt (11:30 Uhr). Aus dem Umfeld von Geldgeber Windhorst erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, dass eine mögliche Rückkehr von Klinsmann in den Aufsichtsrat geklärt werden soll, wenn sich die Wogen nach seinem Rücktritt geglättet haben

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In dem Live-Statement am Mittwoch ließ Klinsmann selbst seine Zukunft im Hertha-Aufsichtsrat offen: "Das ist allen überlassen bei der Hertha, da habe ich gar kein Problem damit. Da sollen die Leute sagen, wie sie es wünschen", sagte der Ex-Coach. Klinsmann war Anfang November durch die Tennor Holding von Windhorst für einen Platz im Aufsichtsrat der GmbH & Co. KGaA benannt worden, nachdem das Unternehmen seine Anteile für insgesamt 224 Millionen Euro auf 49,9 Prozent aufgestockt hatte