10. Oktober 2018 / 11:58 Uhr

Jürgen Klinsmann: Das habe ich Joachim Löw nach dem WM-Debakel geraten

Jürgen Klinsmann: Das habe ich Joachim Löw nach dem WM-Debakel geraten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw und sein Vorgänger Jürgen Klinsmann sind immer noch gut befreundet.
Bundestrainer Joachim Löw und sein Vorgänger Jürgen Klinsmann sind immer noch gut befreundet. © Getty Images
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Zusammen mit dem aktuellen Bundestrainer Joachim Löw sorgte der damalige DFB-Coach Jürgen Klinsmann für das Sommermärchen 2006. Nach der WM 2018 stand Löw unter Druck. Klinsmann erteilte seinem ehemaligen Weggefährten Ratschläge per Telefon.

Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann ist immer noch eng befreundet mit seinem Nachfolger Joachim Löw. Nach dem WM-Debakel in Russland suchte der 54-Jährige den Kontakt zu seinem ehemaligen Co-Trainer. „Ich habe Jogi geschildert, wie ich das Aus gesehen habe. Wir haben offen diskutiert“, sagt Klinsmann im Interview mit der Sport Bild.

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Er habe Löw in dem Gespräch dazu geraten, Abstand zu gewinnen. Es sei in dieser Situation das Allerwichtigste gewesen. Der Bundestrainer müsse aber auch ehrlich zu sich selbst sein. Klinsmann sagte seinem Kumpel, dass er das korrigieren müsse, was zu korrigieren sei. „Mach nicht halt vor schwierigen Entscheidungen. Wenn du das Gefühl hast, du musst jetzt andere Leute positionieren, dann musst du das tun, um in zwei Jahren Europameister zu werden“, sagte der 54-Jährige zu Löw.

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Als Beispiel nannte der in den USA lebende Ex-Nationaltrainer die Förderung von Talenten. Man müsse einem jungen Spieler die Chance geben, damit er den Durchbruch bis zur EM 2020 schaffe. Diese Entscheidung sei wichtiger als auf einen erfahrenen Spieler zu setzten, der „dir noch ein Jahr hilft, aber bei der WM über seinen Zenit hinaus ist und ihm fünf bis zehn Prozent fehlen“.

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Bei dem Turnier in zwei Jahren fordert Klinsmann eine ganz klare Steigerung. „Das Mindeste, was eine so große Fußballnation wie Deutschland erreichen muss, ist das Halbfinale“, sagt der Ex-DFB-Coach, der bei Löw noch den ausreichenden Siegeswillen spürt: „Ich denke, dass der Hunger bei ihm da ist. Wer will nicht in seiner Vita stehen haben: Europameister!“

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