12. Februar 2020 / 19:48 Uhr

Jürgen Klinsmann teilt gegen Medien aus: "Die ganze Scheiße, die da erfunden wurde"

Jürgen Klinsmann teilt gegen Medien aus: "Die ganze Scheiße, die da erfunden wurde"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jürgen Klinsmann ärgert sich noch immer über Medienberichte während seiner Amtszeit bei Hertha BSC.
Jürgen Klinsmann ärgert sich noch immer über Medienberichte während seiner Amtszeit bei Hertha BSC. © imago images/ActionPictures
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Jürgen Klinsmann hat in seinem Facebook-Live-Video deutliche Medienkritik geäußert: Mit emotionalen Worten wehrte sich der ehemalige Hertha-Coach in einem Facebook-Live-Video unter anderem gegen die Berichte, dass seine Trainer-Lizenz vor seinem Hertha-Engagement abgelaufen war.

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Es war die große Story vor dem Rückrunden-Start bei Hertha BSC: Mitte Januar hieß es in den Medien, dass die Trainer-Lizenz von Berlin-Coach Jürgen Klinsmann abgelaufen war. Nach einigem Hin- und Her erkannte der DFB dann doch kurz vor dem ersten Spieltag der Rückserie die angeblich schon 2013 abgelaufene Fußball-Lehrer-Lizenz Klinsmanns als gültig an. Eine Situation, die den 55-Jährigen aufgeregt hat. Einen Tag nach seinem überraschenden Hertha-Rücktritt holte der ehemalige Bundestrainer via Facebook Live nun zum medialen Rundumschlag aus.

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Klinsmann, der die Umstände seiner plötzlichen Demission als Berlin-Trainer selbst als "fragwürdig" bezeichnete, habe sich rückwirkend besonders über die Meldung zur angeblich fehlenden Lizenz geärgert. So hob Klinsmann in seiner Rücktritts-Erklärung hervor, dass Interims-Nachfolger Alexander Nouri und dessen Co-Trainer Markus Feldhoff "gestandene Bundesliga-Trainer" seien. "Beide sind Fußball-Lehrer." Kurz nachdem er diesen Satz ausgesprochen hatte, begann die Medienschelte. "Das ist vielleicht auch noch so ein Thema. Meine Fußball-Lehrer-Lizenz war nie abgelaufen. Die ganze Scheiße, die da erfunden wurde, hätte auch nicht sein müssen", kritisierte Klinsmann.

Klinsmann wehrt sich gegen Medienberichte: "Das habe ich nie gesagt"

Und noch ein Bericht stieß Klinsmann bitter auf: "Eine Woche später hatten sie mir angekreidet, ich würde das Training zumachen bei der Hertha", regte sich der Weltmeister von 1990 auf. "Auch das war falsch, das habe ich nie gesagt. Ich habe nur gesagt, dass ich nach 20 Minuten mal die Kameras einpacken, weil unser Training sonst immer live im Fernsehen übertragen wurde."

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Sein Abschied habe nichts mit Geld-Forderungen zu tun gehabt, betonte Klinsmann, sondern lediglich mit seinem Wunsch nach mehr Kompetenzen. "Es kann nur einer sein, der entscheidet und das ist der Trainer", sagte der 55-Jährige und meinte mit Bezug auf Sport-Geschäftsführer Michael Preetz: "Da haben wir uns aufgerieben in vielen, vielen Nebenkriegsschauplätzen." Ihm sei "unglaublich aufgestoßen", dass der Manager auf der Bank sitze und seine Kommentare abgebe. Vor dem Videochat hatte Klinsmann angekündigt, Fragen beantworten zu wollen, ging aber anders als in seiner Zeit als Hertha-Coach nicht konkret auf einzelne Nutzer im Netz ein.

Nach dem Klinsmann-Rücktritt: Die möglichen Trainer-Kandidaten bei Hertha BSC

Bruno Labbadia und Roger Schmidt werden als mögliche Nachfolger von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC gehandelt.  Zur Galerie
Bruno Labbadia und Roger Schmidt werden als mögliche Nachfolger von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC gehandelt.  ©
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Hertha BSC droht Schlammschlacht nach Klinsmann-Aus

Es droht eine öffentliche Schlammschlacht, auch weil Klinsmann die Wahl von Investor Lars Windhorst gewesen ist. Der Klub demonstrierte zumindest mit der Einladung für eine gemeinsame Pressekonferenz von Windhorst, Vereinspräsident Werner Gegenbauer und Manager Michael Preetz am Donnerstag (11.30 Uhr) Geschlossenheit. Viele Fragen sind für das angekündigte Ende des Schweigens von den Vereinsverantwortlichen offen.

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