11. Februar 2020 / 13:31 Uhr

Michael Preetz nach Rücktritt von Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann: "Sind überrascht worden"

Michael Preetz nach Rücktritt von Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann: "Sind überrascht worden"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha-Sportdirektor Michael Preetz zeigte sich überrascht vom Rücktritt von Trainer Jürgen Klinsmann.
Hertha-Sportdirektor Michael Preetz zeigte sich überrascht vom Rücktritt von Trainer Jürgen Klinsmann. © imago images/Laci Perenyi
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Der Rücktritt von Jürgen Klinsmann als Trainer von Hertha BSC war offenbar ein Alleingang des 55-Jährigen. Berlins Geschäftsführer Michael Preetz zeigt sich von dem Abgang jedenfalls "überrascht".

Der plötzliche Rücktritt von Trainer Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC hat die Klubführung offenbar kalt erwischt. "Wir sind von dieser Entwicklung am Morgen überrascht worden. Insbesondere nach der vertrauensvollen Zusammenarbeit hinsichtlich der Personalentscheidungen in der für Hertha BSC intensiven Wintertransferperiode gab es dafür keinerlei Anzeichen. Über die weiteren Entwicklungen werden wir zu gegebener Zeit informieren", erklärte Geschäftsführer Michael Preetz auf der Vereins-Homepage.

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Weiter heißt es dort, dass der bisherige Klinsmann-Assistent Alexander Nouri und das aktuelle Trainer-Team "zunächst einmal" das Training der Mannschaft übernehmen werden. Wer die Mannschaft nach dem Klinsmann-Abgang beim anstehenden Bundesliga-Spiel am kommenden Samstag beim SC Paderborn betreuen wird, blieb offen. Nouri verfügt allerdings bereits über Erfahrung in verantwortlicher Position. Von 2016 bis 2017 war er Cheftrainer bei Werder Bremen.

Klinsmann verkündet Hertha-Rücktritt via Facebook

Klinsmann hatte seinen Abgang am Dienstagmorgen via Facebook verkündet und dabei vereinsinterne Spannungen angedeutet. "Als Cheftrainer benötige ich (...) für diese Aufgabe, die noch nicht erledigt ist, auch das Vertrauen der handelnden Personen. Gerade im Abstiegskampf sind Einheit, Zusammenhalt und Konzentration auf das Wesentliche die wichtigsten Elemente. Sind die nicht garantiert, kann ich mein Potenzial als Trainer nicht ausschöpfen und kann meiner Verantwortung somit auch nicht gerecht werden", hieß es in seinem Post. Seinen Posten als Aufsichtsratsmitglied der Berliner will der 55-Jährige jedoch weiter wahrnehmen.

Vom Hoffnungsträger zum Unruhestifter: Die Chaos-Chronologie von Klinsmann bei Hertha BSC

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Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der SPORTBUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! ©

In der Winter-Pause war die Hertha - ganz nach dem Wunsch von Klinsmann und dank der Gelder von Investor Lars Windhorst - kräftig auf dem Transfermarkt aktiv geworden. So kamen Krzysztof Piatek (AC Mailand), Matheus Cunha (RB Leipzig), Santiago Ascacibar (VfB Stuttgart) für insgesamt 54 Millionen Euro. Zudem wurde Lucas Tousart für 22 Millionen Euro verpflichtet, umgehend aber wieder in dessen derzeitigen Verein Olympique Lyon verliehen. Der Franzose soll erst im Sommer endgültig zur Hertha stoßen. In der Bundesliga-Tabelle liegen die Berliner mit sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz auf dem 14. Rang.