11. Februar 2020 / 18:09 Uhr

Klinsmann äußert sich zum Rücktritt bei Hertha BSC: "Letzten Wochen haben zu viel Energie gekostet"

Klinsmann äußert sich zum Rücktritt bei Hertha BSC: "Letzten Wochen haben zu viel Energie gekostet"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Nationalspieler Jürgen Klinsmann hat sich nach seinem Rücktritt bei Hertha BSC geäußert. 
Ex-Nationalspieler Jürgen Klinsmann hat sich nach seinem Rücktritt bei Hertha BSC geäußert.  © imago images/Bernd König
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Trainer Jürgen Klinsmann hat in einem Interview mit der "Bild" über seinen Rücktritt bei Hertha BSC gesprochen. Klinsmann betont darin, er habe mit der Hertha "ein Himmelfahrtskommando" übernommen. Außerdem gab es offenbar Streitigkeiten über die Kompetenzen mit Sportdirektor Michael Preetz.

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Nach seinem Rücktritt bei Hertha BSC hat sich Trainer Jürgen Klinsmann in einem Interview der Bild zu den Gründen für seinen Rückzug bei der Hertha geäußert. Klinsmann versicherte: "Es war keine Spontan-Entscheidung von mir." Er räumte ein, dass es offenbar Differenzen mit den Hertha-Verantwortlichen um Sportdirektor Michael Preetz über die Kompetenzen des Trainers gegeben habe. "Nach meinem Verständnis sollte ein Trainer – nach dem englischen Modell – die gesamte sportliche Verantwortung tragen. Also auch über Transfers. Das gibt der Position wesentlich mehr Power", betonte der frühere Bundestrainer. Damit bestätigte Klinsmann einen Bericht von Sky.

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Rücktritt von Klinsmann nach nur zehn Spielen

Klinsmann ergänzte, Preetz sei über den Rücktritt des Trainers "nicht so glücklich" gewesen. Es sei jedoch besser, wenn er - Klinsmann - "wieder in den Flieger steige". Der 55-Jährige hat seinen Hauptwohnsitz in Kalifornien. Er war im November als Vertrauter von Hertha-Investor Lars Windhorst in den Aufsichtsrat des Berliner Klubs aufgerückt und nach der Trennung von Ex-Coach Ante Covic Trainer des Hauptstadtklubs geworden. Sein Sohn Jonathan hatte bis zum vergangenen Sommer als dritter Torwart bei der Hertha unter Vertrag gestanden.

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Klinsmann: "Die letzten Wochen haben zu viel Energie gekostet"

Klinsmann hat nach eigenem Empfinden zu viel Energie durch Debatten verloren, die nicht die eigentliche Arbeit mit der Mannschaft betreffen. "Die letzten Wochen haben viel zu viel Energie gekostet, die in Nebensächlichkeiten verbraucht wurden. Wenn ich als Trainer für eine Mannschaft zuständig bin, will ich auch meine Energie in die Arbeit MIT der Mannschaft stecken", äußerte er. SPORTBUZZER-Informationen, wonach auch die Vertragslaufzeit ein Streitpunkt gewesen sei, bestätigte Klinsmann zumindest indirekt: "Ich hatte ja nicht einmal eine schriftliche Vertrags-Vereinbarung für diese Saison. Das zog sich seit zehn Wochen hin. Richtig ist: Wir haben mal über eine mittelfristige Zusammenarbeit gesprochen und über die Kompetenzen diskutiert."

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Zu den mäßigen Ergebnissen während seiner Amtszeit - er holte mit dem Team in neun Bundesliga-Spielen zwölf Punkte - sagte Klinsmann: "Ich habe ein Himmelfahrtskommando übernommen und habe nur in einem Spiel schlechter abgeschnitten als gehofft. Dem Trainerteam ist gelungen, die Mannschaft zu stabilisieren und von der Abstiegszone wegzubringen. Ich bin sicher, die Jungs schaffen den Klassenerhalt. Und zwar souverän."

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