15. August 2022 / 14:08 Uhr

Liverpool-Trainer Klopp schimpft über Belastung und UEFA-Boss: "Das muss mir Herr Ceferin nicht sagen"

Liverpool-Trainer Klopp schimpft über Belastung und UEFA-Boss: "Das muss mir Herr Ceferin nicht sagen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Liverpool-Trainer Jürgen Klopp (l.) schimpft über die wachsende Belastung im Profifußball und UEFA-Präsident Alexander Ceferin (r.).
Liverpool-Trainer Jürgen Klopp (l.) schimpft über die wachsende Belastung im Profifußball und UEFA-Präsident Alexander Ceferin (r.). © IMAGO/GEPA pictures, Gribaudi/ImagePhoto (Montage)
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Jürgen Klopp nimmt erneut die Rolle des Anwalts der Profis ein. Der Trainer des FC Liverpool, sieht die Stars an ihrer Belastungsgrenze und legt sich einmal mehr mit UEFA-Boss Aleksander Ceferin an.

Im Zwist mit UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat Jürgen Klopp erneut auf die immer weiter wachsende Belastung für die besten Profis hingewiesen. "Es gibt nur eine Richtung, wohin das führt, und das ist gegen die Wand", sagte der Trainer des FC Liverpool in einem Kicker-Interview. Es gebe niemanden, der wirklich für die Spieler spreche. Wenn er die fehlenden Pausen für die Profis anspreche, "kommt Aleksander Ceferin aus der Ecke und macht eine polemische Aussage, dass andere Leute viel mehr arbeiten müssten. Das weiß ich, das muss mir Herr Ceferin nicht sagen", sagte Klopp.

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Er wisse, was Arbeit bedeute. "Ich möchte niemanden beleidigen, sondern nur erneut darauf hinweisen, dass dieses Spiel ohne die Spieler nicht funktioniert und nur richtig schön ist, wenn die Besten auf dem Feld sind", sagte der 55-Jährige. Die Topstars sollten aber nicht alle drei Tage auf dem Platz stehen müssen, weil dann keine Zeit mehr für das Training bleibe. Die verschiedenen Ligen und Verbände würden aber nicht an ihre Stars denken. "Es werden immer nur neue Turniere erfunden. Jetzt machen wir die WM größer, damit andere Mannschaften auch noch daran teilnehmen können. Auch die EM machen wir größer, Wahnsinn", sagte Klopp.

Gegenwind für seine Kritik nimmt der frühere Bundesliga-Trainer in Kauf. "Wenn ich am Ende der Einzige bin, der was sagt, dann ist es halt so. Das fasst mich auch nicht an. Ich kann nicht jedermanns Freund sein", sagte Klopp. Das Problem sei, "dass es zu viele unterschiedliche Interessenvertreter gibt. In England sind es die Premier League, die Football League und die FA. In Deutschland sind es die Liga und der DFB. International sind es die FIFA und Kontinentalverbände wie die UEFA. Und überall ist Champions League. Alle ziehen, keiner denkt an die Spieler. Nicht einer. Wirklich nicht."