24. September 2019 / 17:38 Uhr

Welttrainer Jürgen Klopp macht mit: Das steckt hinter "Common Goal"

Welttrainer Jürgen Klopp macht mit: Das steckt hinter "Common Goal"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jürgen Klopp wurde am Montagabend von der FIFA als Trainer des Jahres ausgezeichnet.
Jürgen Klopp wurde am Montagabend von der FIFA als Trainer des Jahres ausgezeichnet. © imago images / Focus Images
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Auch Jürgen Klopp hat sich der Initiative "Common Goal" angschlossen. Dies verriet er bei seiner Ehrung zum FIFA-Weltfußballer des Jahres. Der SPORTBUZZER erklärt, was dahinter steckt.

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Welttrainer Jürgen Klopp ist neues Mitglied der Spendeninitiative "Common Goal". Das gab der deutsche Coach des FC Liverpool am Montagabend bei der Weltfußballer-Gala in Mailand bekannt. "Es gibt Menschen, die nicht in so einer Situation sind, und ich bin sehr glücklich und stolz, ankündigen zu dürfen, dass ich ein Mitglied der 'Common-Goal'-Familie bin", sagte Klopp in seiner Dankesrede nach der Welttrainer-Kür.

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Drama pur: Die magischen Momente des Jürgen Klopp

Jürgen Klopp hat in seiner Karriere bereits einige emotionale Szenarien erlebt. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die magischen Momente des Jürgen Klopp.  Zur Galerie
Jürgen Klopp hat in seiner Karriere bereits einige emotionale Szenarien erlebt. Der SPORTBUZZER zeigt die magischen Momente des Jürgen Klopp.  ©

Jürgen Klopp macht mit: Darum geht es bei "Common Goal"

In dem Programm spenden Profis, Trainer und Funktionäre ein Prozent ihres Gehalts (Klopp verdient in Liverpool rund zehn Millionen Euro pro Jahr), um sozial benachteiligte junge Menschen in ihrer Entwicklung zu fördern. Die langfristige Vision besteht darin, ein Prozent der Einnahmen der gesamten Fußballbranche – eine geschätzte Summe von rund 50 Milliarden Euro jährlich – für gemeinnützige Organisationen einzusetzen.

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Seit die Bewegung vor zwei Jahren mit einem Aufruf von Manchester-United-Profi Juan Mata begann, habe sie sich laut Klopp „als einfacher und effektiver Weg erwiesen, durch den Spieler und Manager über den Fußball etwas zurückgeben können. Mit einen kollektiven Beitrag von einem Prozent kann der Fußball sehr viel Gutes für unsere Welt bewirken. Ich hoffe, dass sich in Zukunft noch viele meiner Kollegen der Bewegung anschließen werden.“



Klopp: "Diese Blase, in der wir leben, ist nicht die echte Welt"

Seit der Gründung durch die internationale Non-Profit-Organisation streetfootballworld im August 2017 haben sich bereits mehr als 120 Profifußballer und -trainer aus über 30 Ländern dieser Bewegung angeschlossen. Zudem gehören auch Fußballfunktionäre wie UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und mit dem FC Nordsjaelland sogar ein dänischer Erstligaverein zu den Unterstützern der Kampagne.

"Wie kann man davon nicht inspiriert sein?", fragte Klopp in einem Essay für die Oline-Plattform The Players' Tribune am Dienstag. "Es ist unsere Verantwortung als privilegierte Leute, etwas zurückzugeben den Kindern überall auf der Welt, die einfach nur eine Chance im Leben brauchen. (...) Diese Blase, in der wir leben, ist nicht die echte Welt. Sorry, aber alles, was auf dem Fußballplatz passiert, ist kein echtes Problem", schrieb der 52-Jährige und forderte alle auf, seinem Beispiel zu folgen. "Vielleicht bin ich naiv. Vielleicht bin ich ein verrückter, alter Träumer. Aber für wen ist dieses Spiel? Wir alle wissen verdammt gut, dass das ein Spiel für Träumer ist."

Common-Goal-Gründer Jürgen Griesbeck freute sich natürlich, mit Klopp einen weiteren Unterstützer begrüßen zu dürfen: „Er steht für eine neue Generation von Führungskraft im globalen Fußball, die Erfolg und Empathie miteinander verbindet.“ Der Effekt des Klopp-Beitritts gehe „weit über das Finanzielle hinaus“ und diene als „Inspiration für Fußballfans und Nichtfußballfans auf der ganzen Welt“.