10. Oktober 2019 / 19:59 Uhr

Jürgen Klopp verrät bei BVB-Rückkehr: So lief das erste Gespräch mit Watzke

Jürgen Klopp verrät bei BVB-Rückkehr: So lief das erste Gespräch mit Watzke

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hans-Joachim Watzke und Jürgen Klopp hatten bei der Buch-Präsentation in Dortmund sichtlich Spaß.
Hans-Joachim Watzke und Jürgen Klopp hatten bei der Buch-Präsentation in Dortmund sichtlich Spaß. © Guido Kirchner/dpa
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Liverpool-Coach Jürgen Klopp ist nach Dortmund zurückgekehrt – allerdings nur, um der Präsentation des neuen Buches von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke ("Echte Liebe") beizuwohnen. Im Signal-Iduna-Park gewährten die beiden Protagonisten viele intime Einblicke.

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Wenn er da ist, wird es automatisch unterhaltsam. Und am Donnerstagabend war Jürgen Klopp mal wieder da, in Dortmund, an seiner alten Wirkungsstätte im Signal-Iduna-Park. Sein Freund und BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat nämlich ein Buch über sich schreiben lassen – und dafür in sein sportliches Wohnzimmer eingeladen.

400 Leute kamen zur von ARD-Mann Alexander Bommes moderierten Präsentation mit dem Autor der Autobiographie, Michael Horeni von der FAZ. Die meisten davon waren wohl aber vor allem in den Innenraum des Stadions gepilgert, weil eben der gerade erst zum Welttrainer ausgezeichnete Klopp (trotz der aktuell eher schwierigen Phase für den aktuellen BVB-Coach Lucien Favre) aus Liverpool eingeflogen wurde; die Veranstaltung war ausverkauft.

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Watzke: "Was uns verbunden hat, war mehr als zusammen zu arbeiten"

Als zweifacher Meister-Trainer nimmt er ja nicht nur einige der erfolgreichsten der insgesamt 288 Seiten des Buchs mit dem Titel „Echte Liebe. Ein Leben mit dem BVB“ ein, sondern gilt in Dortmund und bei Watzke als wesentlich mehr als das. Klopp ist ihr Liebling, das wird auch in dem Werk über den BVB-Boss sehr deutlich. „Was uns verbunden hat, war mehr als zusammen zu arbeiten. Das war außergewöhnlich. Das war ein Unikat“, sagte Watzke. Und Klopp ist natürlich Entertainer, das beweist er auch am Donnerstagabend immer wieder. Mit aufbrandendem Applaus wird der 52-Jährige empfangen, lauscht dann zunächst einem von Horeni vorgelesenen Auszug.

Aber warum hat Watzke dieses Buch überhaupt schreiben lassen? Ein Grund: „Ich habe mir gedacht“, so der 60-Jährige, „vielleicht bekommst du irgendwann mal Enkel – und dann kann man denen etwas zeigen. Und dass ich nicht nur Blödsinn gemacht habe.“ Für Gelächter sorgte dann natürlich Klopp: „Dass er glaubt, dass seine Enkelkinder dann noch Bücher lesen werden...“

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Nicht zu lesen seien auch „einige Dinge, die ich nicht drin haben wollte“, so Watzke, der dementsprechend von einem „sehr gemäßigten Buch“ sprach: „Ich habe versucht, niemanden zu verletzen und anzugreifen, obwohl mir einige eingefallen wären.“ Zum Bedauern von Klopp übrigens: „Das wäre ein geiles Buch geworden!“

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So wurde die Beziehung von Klopp und Watzke immer enger

Auch Watzke und Klopp schnappen sich das Buch noch, um darin zu lesen. Gelächter gibt es, immer wieder. Es geht etwa um ihr allererstes Gespräch. Watzke: „Was hast du denn für einen Plan?“ – Klopp: „Spiele gewinnen. Ansonsten wollte er über den gleichen Rhabarber sprechen wie alle anderen Klub-Chefs.“ Über die darauffolgenden gemeinsamen sieben Jahre „sind wir uns dann immer näher gekommen, unsere Beziehung wurde immer enger. Das war wunderbar.“

Mit dem FC Liverpool habe er sich laut Watzke immerhin „den Klub geholt, der am allerbesten zu ihm passt“. Und trotzdem sei er manchmal wehmütig, weniger deshalb, weil Klopp nicht mehr BVB-Trainer ist, sondern weil er die markante Klopp-Lache nicht mehr auf dem Balkon im Trainingslager hörte oder ihre feste Treffen zu Mittag (Klopp: „Das Gute war, dass Aki bezahlt hat“) oder spät abends nicht mehr möglich waren. „Wenn man mal traurig war, haben wir bei einem Wein Skat gespielt – und dann habe ich mich wieder stark gefühlt“.

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