09. Juni 2019 / 08:42 Uhr

England geschockt: Orient-Trainer Justin Edinburgh stirbt mit 49 Jahren

England geschockt: Orient-Trainer Justin Edinburgh stirbt mit 49 Jahren

Sönke Gorgos
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Justin Edinburgh trainierte Leyton Orient seit November 2017 und schaffte mit den Londonern die Rückkehr in den Profifußball.
Justin Edinburgh trainierte Leyton Orient seit November 2017 und schaffte mit den Londonern die Rückkehr in den Profifußball. © imago images / ZUMA Press
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Justin Edinburgh spielte an der Seite von Jürgen Klinsmann und Paul Gascoigne zehn Jahre lang für Tottenham Hotspur und führte als Trainer Traditionsklub Leyton Orient zurück in den Profifußball. Jetzt ist er gestorben - mit nur 49 Jahren.

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Trauer im englischen Fußball: Profitrainer Justin Edinburgh ist im Alter von nur 49 Jahren verstorben. Der Chefcoach des Traditionsklubs Leyton Orient, der mit den Londonern erst vor zwei Wochen die Rückkehr in die vierte Liga (die sogenannte League Two) geschafft hatte, starb wenige Tage nach einem Herzinfarkt, den er am Montag erlitten hatte. Er hinterlässt seine Ehefrau Kerri und zwei Kinder.

Edinburgh war unmittelbar vor seiner Herzattacke vom Champions-League-Finale aus Madrid zurückgekehrt, das sein früherer Klub Tottenham Hotspur mit 0:2 gegen Liverpool verloren hatte. Der Ex-Profi, der in Madrid Teil einer Delegation von Spurs-Legenden war, spielte von 1990 bis 2000 für Tottenham, war außerdem für den FC Portsmouth und Southend United aktiv. Der kleine Linksverteidiger (1,75 Meter) kam fast 200 Mal für Tottenham zum Einsatz, gehörte zum festen Bestandteil des Teams der 1990er Jahre, zu dem auch Jürgen Klinsmann und Paul Gascoigne gehörten.

Orient-Präsident: "Wir sind angesichts dieser Tragödie am Boden zerstört"

"Wir sind angesichts dieser Tragödie am Boden zerstört", teilte Orients Präsident Nigel Travis mit. Unter Edinburgh, der zuvor auch Newport County, den FC Gillingham und Northampton Town trainierte, war der Klub nach Jahren der finanziellen Querelen gestärkt und selbstbewusst wieder in die Football League zurückgekehrt, also das System der drei Profiligen, die als Unterbau der Premier League fungieren.

Orient war über viele Jahre ein fester Bestandteil dieses Systems und wollte sich unter Edinburgh wieder etablieren. Der Tod des Erfolgstrainers schockt nicht nur den Verein, sondern den gesamten englischen Fußball. Zahlreiche Klubs kondolierten umgehend auf Twitter, darunter Edinburghs Ex-Verein Tottenham, Manchester United oder West Ham United.

Der Erfolg, den Edinburgh den Londonern zurückgebracht habt, sei "unglaublich" gewesen, betonte Travis. "aber viel wichtiger war der Einfluss, den er auf uns alle als ein Sieger hatte. Sein Erbe wird das eines inspirierenden Menschen sein. Es wird uns auf ewig begleiten." Bei Orient gewann Edinburgh beeindruckende 45 seiner 82 Spiele, 21 weitere endeten Remis.

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