12. September 2020 / 19:09 Uhr

Schafft er es noch ein Mal? Justin Fehder will mit dem TuS Garbsen zurück in die Landesliga

Schafft er es noch ein Mal? Justin Fehder will mit dem TuS Garbsen zurück in die Landesliga

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Justin Fehder ist zurück! Schon 2016 war er für die Garbsener in der Landesliga am Ball (ganz rechts).
Justin Fehder ist zurück! Schon 2016 war er für die Garbsener in der Landesliga am Ball (ganz rechts). © CHRISTIAN HANKE
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Wenn die Fans des TuS Garbsen am kommenden Sonntag (15 Uhr) Justin Fehder im TuS-Gewandt sehen, werden sicherlich alte Begehrlichkeiten geweckt werden: Schon 2014 stieg der damals 24-jährige mit den Garbsenern in die Landesliga auf. Nun kehrt Fehder nach vier Jahren an den Kochlandsweg zurück.

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Erst seit dieser Saison trägt Justin Fehder wieder das Trikot des TuS Garbsen. Aber schon jetzt ist es fast so, als sei er nie weg gewesen. Der erfahrene Mittelfeldakteur, der bis zu den B-Junioren sämtliche Nachwuchsmannschaften bei Hannover 96 durchlaufen hat, genießt die Wertschätzung seines Trainers und seiner Mitspieler - er ist eine gesetzte Größe und dürfte auch am Sonntag vorneweg marschieren: Die Garbsener empfangen im Duell der Bezirksliga 4 den TSV Luthe am Kochslandweg – „ein kleines Derby“, formuliert Fehder. Angepfiffen wird die Begegnung um 15 Uhr.

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Im Sommer 2014 ist Justin Fehder mit dem TuS Garbsen in die Landesliga aufgestiegen, nach zwei Spielzeiten ging es für den Klub wieder eine Etage runter. Zwischenzeitlich hatte sich Fehder in Richtung STK Eilvese verabschiedet. Seine nächste Station war der Kreisligist TSV Schloß Ricklingen. Jetzt ist er zurück am Kochslandweg. „Zu unserem großen Glück“, wie Trainer Martin Kummer sagt, der große Stücke auf das Mittelfeldass hält: „Justin ist einer meiner Lieblingsspieler. Und mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld. Er versteht Fußball. Ein Teamplayer, der für jeden eine gute Ansprache hat – und gerade den jungen Spielern ein prima Ansprechpartner ist.“

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Lockruf kam von bestem Freund Quast

Die Beweggründe für Fehders Rückkehr zum TuS waren nicht etwa finanzieller, sondern rein persönlicher Natur. „Ich wollte gern mit Tobias Quast zusammenspielen, wir kennen uns schon von klein auf und sind beste Freunde. Außerdem hat es mich gereizt, wieder im Bezirk zu spielen. Ich bin jetzt 30 und möchte fußballerisch noch mal alles rausholen.“ Dass er beim TuS einen hervorragenden Trainer an der Seite hat, spielte ebenfalls eine Rolle bei seiner Entscheidung. „Die Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit. Das Gesamtpaket Martin Kummer passt – und er passt super zum TuS Garbsen.“

Fehder hat sich viel vorgenommen mit seiner neuen (alten) Mannschaft. „Mit unserem starken Kader und bei der klasse Vorbereitung sollte es in der Staffel für einen der ersten beiden Plätze reichen. Unser Ziel und Anspruch ist es ganz klar, uns für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren. Wir alle, insbesondere auch die jungen Spieler, haben richtig Bock, Vollgas zu geben.“ Der Auftakt verlief mit dem 6:0-Auswärtssieg über den TuS Mecklenheide schon mal nicht schlecht. Wobei Kummer kein gutes Spiel seiner Elf gesehen hat und von einer durchwachsenen Leistung sprach.

Am Sonntag sind Kampf und Körper gefragt

„Wir müssen gegen Luthe eine Schippe drauflegen“, weiß auch Fehder. „Das wird ein ganz anderes Spiel. Die Luther kommen über den Kampf, da sind wir gefordert, mit Kampf und Körper gegenzuhalten.“ Dass am Ende die Garbsener jubeln werden, daran gibt es für den 30-Jährigen nichts zu rütteln: „Im Normalfall sollten wir das Spiel gewinnen. Ich bin bescheiden, mir reicht schon ein 1:0.“ Vielleicht wiederholt sich die Fußball-Geschichte – und Fehder steigt erneut mit dem TuS in die Landesliga auf. Aber das ist Zukunftsmusik, jetzt steht erst mal der zweiten Spieltag an – und der TSV Luthe ins Haus.