17. November 2020 / 13:39 Uhr

Justin Hippe ist der Top-Knipser aus Oberhavel auf Landesebene

Justin Hippe ist der Top-Knipser aus Oberhavel auf Landesebene

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
JustinHippe (links)
Fortuna-Stürmer Justin Hippe (links) ist schwer von den gegnerischen Verteidigern zu stoppen. Der 24 Jahre alte Stürmer erzielte bereits zwölf Saisontore. © Matthias Schütt
Anzeige

Landesliga Nord: Der 24 Jahre alte Angreifer, der nebenbei eine Ausbildung bei der Polizei macht, erzielte schon zwölf Treffer für Fortuna Glienicke.

Anzeige

Vor Stürmer Justin Hippe dürften die meisten gegnerischen Torhüter in der Fußball-Landesliga Nord zittern. Denn der Stürmer von Fortuna Glienicke netzte in der bisherigen Spielzeit schon zwölf Mal ein – Bestwert aller Teams aus Oberhavel auf Landesebene, während Tim Maasch vom SV Altlüpdersdorf II die Torjägerwertung im Fußballkreis Oberhavel/Barnim anführt. „Sicherlich freut man sich über die Tore. Ich will darüber nicht meckern“, sagt Hippe, der seit der Saison 2019/20 für die Glienicker spielt. „Aber man beschäftigt sich im Nachhinein mit den vergebenen Chancen. Es hätten durchaus noch mehr Treffer sein können.“

Anzeige

Neun Partien bestritten die Fortunen in dieser Saison, erzielten dabei 22 Treffer. Mit seinen bis dato zwölf erzielten Toren hat der gebürtige Berliner somit mehr als die Hälfte der Tore geschossen. Dabei wird der 24-Jährige permanent von seinen Mitspielern auf dem Platz gesucht, da Hippe nicht nur mit seinen Qualitäten im Abschluss glänzt, sondern auch selbst mit dem Ball am Fuß vorangeht und Chancen für seine Mannschaft kreiert. „Ich sehe aber noch mehr Potenzial im Team. Wir haben in den bisherigen Partien nicht immer unser ganzes Leistungsvermögen abgerufen“, so Hippe.

Mehr zum Sport in Oberhavel

In der Tabelle stehen die Glienicker auf Tabellenplatz zwei – fünf Siege, zwei Remis und zwei Niederlagen stehen zu Buche. Damit hat das Oberhavel-Team drei Punkte Rückstand auf Tabellenführer FC Stahl Brandenburg. Die Mannschaft aus der Bieselheide ist somit weiterhin voll im Rennen um die Meisterschaft und den Aufstieg in die Brandenburgliga. Doch aktuell ruht auch in Glienicke der Ball – Sport-Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie. „Für mich gehört der Fußball einfach zum Leben dazu. Das Spiel fehlt mir gerade in dieser Zeit schon sehr“, so der Angreifer, der einst beim Nordberliner SC mit dem runden Leder begann und vor gut drei Jahren zu Energie Cottbus wechselte.

Wechselstatuten verhindern Einsatz für Energie Cottbus

Doch aufgrund von Wechselstatuten wurde dem 1,93 Meter großen Fußballer ein Einsatz verwehrt. Er durfte keine Pflichtpartie bestreiten, weil der Verband die Spielgenehmigung verweigerte, da Hippe erst nach dem Ende der Transferperiode in Cottbus unterschrieben hatte. „Der Entscheidung von damals trauere ich schon noch hinterher“, erinnert sich der Torjäger zurück. „Wer weiß, wo es hätte hingehen können.“ Um endlich wieder Fußball spielen zu können, löste Justin Hippe seinen Vertrag auf, wechselte über Regionalligist Viktoria Berlin (13 Partien/1 Tor) zum Oberligisten Blau-Weiß Berlin (18/4), ehe er vergangene Saison in Glienicke aufschlug. „Ich fühle mich hier sehr wohl. Es war der richtige Schritt“, betont der Stürmer, der mittlerweile sogar in Glienicke lebt.

Dabei waren die Auftritte im Fortuna-Trikot in der vergangenen Spielzeit die ersten Partien für einen Verein aus Brandenburg – zuvor absolvierte Hippe ausschließlich Spiele für Berliner Clubs. „Der Fußball ist in Brandenburg schon etwas anders. Es wird rustikaler gespielt“, sagt Hippe, der eine Ausbildung zum Polizisten macht. Doch seine Fußballkarriere hat der Angreifer noch nicht abgeschrieben, er träumt noch von einem Angebot aus einer höheren Spielklasse. „Wenn ich die Chance hätte, würde ich sicherlich nicht nein sagen“, so Hippe. Doch aktuell liegt der Fokus des 24-Jährigen auf Toren und Punkten mit Fortuna Glienicke – wenn die coronabedingte Saisonpause wieder vorbei ist. „Ich denke aber, dass wir erst nächstes Jahr weiterspielen werden“, sagt Hippe, der auf weitere Tore also weiter warten muss.