29. September 2020 / 16:21 Uhr

Justin Taubert möchte bei der SVG Göttingen mehr als der Joker sein

Justin Taubert möchte bei der SVG Göttingen mehr als der Joker sein

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Justin Taubert spielt in der zweiten Saison bei der SVG.
Justin Taubert spielt in der zweiten Saison bei der SVG. © Helge Schneemann
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So etwas nennt man Effizienz: Justin Taubert wurde eingewechselt und schoss zwischen der 81. und 84. Minute drei Tore. Die Bestmarke des Oberliga-Fußballers der SVG Göttingen liegt allerdings bei sechs Treffern in einem Spiel.

Justin Taubert wurde in der 76. Minute des Oberliga-Spiels zwischen der SVG Göttingen und Lupo Martini Wolfsburg eingewechselt. In der 81., 82. und 84. Minute erzielte der Fußballer die Treffer drei, vier und fünf beim 5:0-Heimsieg. Der 21-jährige Schüler der BBS Ritterplan, der im kommenden Jahr sein Abitur machen möchte, ist bei GW Hagenberg und dem JFV West Göttingen fußballerisch ausgebildet worden, hat bei den Junioren des I. SC Göttingen 05 den Feinschliff bekommen und mit der SVG den Sprung in die Herren-Oberliga geschafft.

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Sie sind in den zurückliegenden Spielen oft erst in der Schlussphase eingewechselt worden. Sehen Sie sich als Joker?

Das sehe ich gespalten. Ich bin gegen Wolfsburg reingekommen und habe abgeliefert. Das waren meine ersten drei Oberliga-Tore überhaupt, und das macht mich stolz. Aber natürlich möchte ich lieber von Anfang an spielen. Gegen Egestorf-Langreder stand ich in der Startformation.


Sie haben es mit einer namentlichen Erwähnung auf die Kicker-Homepage („An die Begegnung dürfte sich allen voran Justin Taubert noch lange erinnern. Beim Stand von 2:0 wurde der Angreifer in der 76. Minute eingewechselt und erzielte den vermeintlich schnellsten Hattrick seines Lebens. Binnen drei Minuten zirkelte er zunächst den Ball ins Tor, stocherte diesen dann am Keeper vorbei über die Linie und veredelte zu guter Letzt seine Leistung mit einem 15-Meter-Schuss.“) und sogar mit Foto auf die Facebook-Seite des Fußball-Magazins geschafft. Macht Sie auch das stolz?

Ja, natürlich. Ich kann mich nicht erinnern, meinen Namen vorher schon einmal im Kicker gelesen zu haben. Auf anderen Fußball-Plattformen wurde ich schon erwähnt. Beispielsweise als ich in meinem ersten Herrenjahr bei einem Vorbereitungsturnier für den FC Grone gegen Dramfeld sechs Tore in einem Spiel geschossen habe. Das ist auch meine Bestmarke.

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Warum läuft es bei der SVG als Aufsteiger im Moment so gut? Was trauen Sie der Mannschaft in dieser Saison zu?

Es wäre zu viel gesagt, wenn ich behaupte, dass wir damit gerechnet hätten, so gut zu starten. Wir haben Respekt vor der Liga – auch jetzt noch als Tabellenführer. Ich habe keinen Zweifel, dass wir eine gute Rolle spielen können, dafür müssen wir Woche für Woche abliefern und dran bleiben. Im Vergleich zum Vorjahr fühlt es sich an, als wäre unser Verhältnis innerhalb der Mannschaft noch enger geworden – fast schon wie in einer Familie.