14. Oktober 2021 / 21:14 Uhr

Jüterboger Bundesliga-Schützen starten erfolgreich in die neue Saison

Jüterboger Bundesliga-Schützen starten erfolgreich in die neue Saison

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Saison in der 2. Luftgewehr-Bundesliga Ost wurde mit Schützen aus allen acht teilnehmenden Teams in der Berliner Walther-Arena eröffnet.
Die Saison in der 2. Luftgewehr-Bundesliga Ost wurde mit Schützen aus allen acht teilnehmenden Teams in der Berliner Walther-Arena eröffnet. © Privat
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2. Luftgewehr Bundesliga Ost: Schießsportler aus Jüterbog besiegen in Berliner Walther-Arena die PSSG zu Dresden mit 3:2.

Die neue Saison in der 2. Bundesliga-Ost begann für die Luftgewehrschützen der Jüterboger Gilde erfolgreich. Sie setzten sich zum Auftakt knapp mit 3:2 gegen die PSSG Dresden durch.

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Nach 21 Monaten coronabedingter Bundesliga-Pause standen alle acht Teams der 2. Luftgewehr-Bundesliga Ost am Sonntag erstmals wieder in der Walther-Arena des PSV Olympia Berlin jeweils einmal an der Feuerlinie. Jüterbogs Trainer Frank Kanzler schätzte im Vorfeld des Saisonauftaktes ein, dass die Sachsen sehr gut aufgestellt sind und nicht zu unterschätzen seien. Er behielt Recht.

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Besonders spannend ging es an Position 3 zwischen Sebastian Kienast und Anna Maria Trischberger zu. Während der Jüterboger seiner Gegnerin nach 20 der 40 Wertungsschüsse bereits vier Ringe abgenommen hatte, legte diese deutlich zu. Kienast hatte nach 25 Minuten, wie schon oft, als erster Schütze sein Wettkampfprogramm abgespult. Aus dem Kalten heraus legte er ohne Trainingseinheiten 389 Ringe vor. Als Trischberger die dritte Serie mit 99 abschloss und sich scheinbar auf die Zehn eingeschossen hatte, bemerkte der Jüterboger Sportleiter Frank Dombrowski: „Ich glaube, es könnte zum Stechen kommen.“ Bis zum letzten Schuss lag die Dresdnerin mit einem Ring vorn, doch sie schoss eine Neun, was ihr den Gleichstand bescherte.

Vor dem Stechen blickten die Schützen aus der Flämingstadt gespannt auf die Resultate der Teamkollegen. Alexander Schröder hatte sich an Position 5 den ersten Jüterboger Punkt gesichert. Im Duell gegen Elke Frohberg gab es einen klaren 376:369-Erfolg. Mit einer optimalen 10,9 (Teiler 8) beendete er seinen ersten Wettkampf in dieser Saison.

Joline Ziegert trat gegen Jessica Grafe an. Mit 98:99 optimal gestartet, klappte in der dritten Serie überraschend fast gar nichts mehr. Ziegert kam zwar wieder zurück, doch es reichte nicht mehr. Mit 387:389 verlor die Juniorin die Partie. Der Punkt ging nach Dresden. Im Spitzenduell traf Madeleine Asmussen auf Anne Kowalski. Die Dresdnerin, die deutlich schneller schoss, erreichte 387 Ringe. Da hatte Asmussen noch 14 Schüsse abzugeben. Sie behielt über das gesamte Match ihren Schnitt bei, beendete mit 98 und 390 Ringen, dem höchsten Jüterboger Tagesresultat, ihren Wettkampf.

Maria Antonia Kanzler zeigte sich ebenfalls in sehr guter Form. Nach Serien zwischen 95 und 98 hatte sie ihre Führung im Duell mit Thomas Bienengräber nicht mehr abgegeben. Ein ungefährdeter 386:380-Sieg brachte den Jüterbogern den wichtigen dritten Einzelpunkt.


Zu diesem Zeitpunkt stand das Stechen zwischen Kienast und Trischberger noch aus. Der ganz große Druck war für Kienast nicht mehr vorhanden, dennoch wollte er den Einzelpunkt. Beim Stechschuss begann jedoch der ganze Körper zu wackeln. Innere Unruhe machte sich breit. So eine Erfahrung hatte der Jüterboger zuletzt vor mehr als dreieinhalb Jahren gemacht. Sein Schuss landete in der Neun. Trischberger dagegen traf in die Zehn und holte für ihr Team den zweiten Mannschaftspunkt.

Das Top-Ergebnis des Tages schoss Frantisek Smetana für die favorisierte Giebichensteiner SG Halle. Im Duell gegen das zweite Brandenburger Team, der SG zu Lübben, erreichte der 23-jährige Tscheche 398 Ringe. Nach dem 5:0-Sieg führen die Hallenser die Tabelle an. Die Schützengilde zu Jüterbog ist Vierter.

Der zweite Wettkampf in der 2. Bundesliga Ost der Luftgewehrschützen findet am 24. Oktober statt. Die Jüterboger bekommen es dann mit der SG Deutschenbora und Spitzenreiter Halle zu tun.