04. April 2019 / 19:49 Uhr

Rassismus-Skandal um Juve-Star Bonucci: Thuram schimpft, Balotelli droht

Rassismus-Skandal um Juve-Star Bonucci: Thuram schimpft, Balotelli droht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Teamkollegen: Moise Kean (l.) und Leonardo Bonucci.
Teamkollegen: Moise Kean (l.) und Leonardo Bonucci. © imago images / HochZwei/Syndication
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Mit einer Aussage über seinen Teamkollegen Moise Kean hat Juventus-Kapitän Leonardo Bonucci nach dem Spiel gegen Cagliari für Entsetzen gesorgt.

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Ein Rassismus-Skandal und seine Folgen: Nachdem Juventus-Stürmer Moise Kean beim Sieg der "Bianconeri" gegen Cagliari Calcio rassistisch beleidigt worden war, diskutiert die Fußball-Welt über eine Äußerung seines Teamkollegen Leonardo Bonucci. Der Verteidiger hatte seinem jungen Mitspieler eine Mitschuld an den Beleidigungen der Cagliari-Fans gegeben, weil er nach seinem Treffer mit ausgestreckten Armen vor den Anhängern gejubelt hatte.

„Die Schuld besteht 50 zu 50, Moise hat einen Fehler gemacht und die Curva hat einen Fehler gemacht“, sagte Bonucci - und erntete für diese Aussagen teils harsche Kritik - und das nicht nur in Italien. "Die Schuld ist 50 zu 50? Darüber kann ich nur lachen", spottete etwa ManCity-Star Raheem Sterling, der selbst schon häufiger Zielscheibe rassistischer Übergriffe war.

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Thuram erbost: Bonucci-Verhalten "ist beschämend"

Lyons Topstar Memphis Depay wandte sich direkt an Bonucci und schrieb: "Von deiner Reaktion als Kapitän von Juventus bin ich enttäuscht. Der Junge kann sich freuen, wie er will." Frankreichs Weltmeister Lilian Thuram betonte in der Le Parisien: "Bonucci sagt (...), was viele denken: 'Schwarze verdienen, was sie erleiden.'" Die Aussagen Bonuccis bezeichnete Thuram als "beschämend". Auch der frühere ManCity-Profi Yaya Touré nahm Kean in Schutz: "Für mich gibt es nichts Schlimmeres als einen Mitspieler zu haben, der dich persönlich attackiert."

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Das sah Italiens enfant terrible Mario Balotelli ähnlich. Auch der 28-Jährige nahm sich Bonucci zur Brust. Der Italiener habe "Glück, dass ich nicht dabei war. (...) Ich bin wirklich schockiert." Der Kapitän von Juve hätte seinen Mitspieler verteidigen müssen, forderte Balotelli.

Auch Allegri macht Kean für Vorfälle verantwortlich

Juve-Coach Massimiliano Allegri machte Kean ebenfalls mitverantwortlich für den Vorfall. „Er hätte diesen Jubel vermeiden sollen“, erklärte Allegri. „Er ist jung und muss lernen, aber natürlich müssen auch bestimmte Reaktionen des Publikums verhindert werden.“ Im Stadion gebe es wie im Leben normale Menschen und „Idioten“, sagte Allegri. Letztere sollten identifiziert werden und aus den Stadien verbannt werden.

Cagliari-Präsident Tommaso Giulini distanzierte sich von dem Vorwurf, dass es rassistische Beleidigungen gegeben habe. „Ich habe vor allem Pfiffe gehört, die hätten genauso alle anderen Spieler getroffen.“ Sollte es auch rassistische Gesänge gegeben haben, „sind die zu verurteilen“.

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