08. August 2020 / 10:20 Uhr

Juventus-Präsident Andrea Agnelli kündigt "Bewertung" an: Trainer Maurizio Sarri vor dem Aus?

Juventus-Präsident Andrea Agnelli kündigt "Bewertung" an: Trainer Maurizio Sarri vor dem Aus?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Maurizio Sarri steht bei Juventus Turin wohl vor dem Aus. Präsident Andrea Agnelli hat eine Analyse angekündigt.
Maurizio Sarri steht bei Juventus Turin wohl vor dem Aus. Präsident Andrea Agnelli hat eine Analyse angekündigt. © imago images/Insidefoto/HochZwei/Syndication/Montage
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Bei Juventus Turin steht nach dem Champions-League-Aus gegen Olympique Lyon alles - bis auf Cristiano Ronaldo - auf dem Prüfstand. Das erklärte Juve-Präsident Andrea Agnelli nach dem peinlichen Achtelfinal-K.o. des italienischen Meisters. Trainer Maurizio Sarri stand bereits vor der Partie in der Kritik. Italienische Medien spekulieren bereits über einen Nachfolger.

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Welch eine Blamage: Der italienische Meister Juventus Turin ist bereits im Achtelfinale der Champions League gescheitert. Die Superstar-Mannschaft um Cristiano Ronaldo gewann zwar ihr Rückspiel gegen Olympique Lyon, dem Siebtplatzierten der abgelaufenen Ligue-1-Saison, dank eines Doppelpacks des Portugiesen mit 2:1 - verpasste allerdings aufgrund der 0:1-Pleite im Hinspiel in Lyon den Viertelfinal-Einzug. Für die erfolgsverwöhnten Italiener ein nicht hinnehmbares Ereignis: "So auszuscheiden ist für uns, die Spieler und die Fans enttäuschend", sagte Juve-Präsident Andrea Agnelli nach der Partie. Er kündigte eine "generelle Bewertung" der Lage des Rekordmeisters an, der sich erst Ende Juli den neunten Liga-Titel in Folge sicherte.

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Dass bei so großer nationaler Dominanz für Juventus die Meisterschaft aber nur ein Rand-Aspekt ist, könnte für Trainer Maurizio Sarri zum Verhängnis werden. Der erst vor der Saison vom FC Chelsea verpflichtete kauzige Italiener stand bereits vor dem Rückspiel unter großem Druck, denn Juventus ging bereits in der Schlussphase der Liga die Puste aus. Nur knapp vor Inter Mailand rettete die Alte Dame die Meisterschaft ins Ziel. "Ich bin aufgrund des Ausscheidens am Boden zerstört", meinte Sarri nach dem Juve-K.o., der trotzdem von einem "großartigen Spiel" seiner Mannschaft sprach.

Ob das Juventus-Boss Agnelli beeindruckt hat? Italienische Medien spekulieren derweil bereits über einen möglichen Sarri-Nachfolger. Simone Inzaghi von Lazio Rom oder der ehemalige Tottenham-Trainer Mauricio Pochettino werden als mögliche Ablöse-Kandidaten genannt. Die Lage scheint ernst, denn laut Agnelli gibt es bei Juve nur einen, der unantastbar ist - nämlich Cristiano Ronaldo: "Juventus startet jedes Jahr mit vielen Zielen, und diese müssen geehrt werden, weil wir großartige Spieler haben und mit Ronaldo, der eine Säule von Juventus ist, den besten Spieler der Champions-League-Geschichte." Und eines dieser Ziele war eben der Champions-League-Triumph.

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Trainer Sarri scheint das ihm drohende Unheil bereits zu spüren: "Sie werden größere Bewertungen vornehmen, die positiv oder negativ ausfallen können", sagte der Coach nach dem Spiel über die kommende Analyse der Bosse. Der Ex-Chelsea-Trainer, der für sein exzessives Kauen und Lutschen eines benutzten Zigarettenfilters bekannt ist, erwartet allerdings "nichts": "Ich habe einen Vertrag und möchte ihn respektieren", meinte der 61-Jährige. Etwas hoffnungsvoll schob er hinterher: "Ich glaube nicht, dass Top-Manager Entscheidungen über ein einziges Spiel treffen werden."