24. Oktober 2019 / 13:02 Uhr

Englische Finanz-Macht: Trainer Sarri fürchtet um Wettbewerbsfähigkeit von Juventus Turin

Englische Finanz-Macht: Trainer Sarri fürchtet um Wettbewerbsfähigkeit von Juventus Turin

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Maurizio Sarri wurde als langjähriger Trainer des SSC Neapel bekannt. 2017 wechselte er zum FC Chelsea. Ein jahr später kehrte Sarri zurück nach Italien und übernahm die Mannschaft von Juventus Turin.
Maurizio Sarri wurde als langjähriger Trainer des SSC Neapel bekannt. 2017 wechselte er zum FC Chelsea. Ein jahr später kehrte Sarri zurück nach Italien und übernahm die Mannschaft von Juventus Turin. © 2019 Getty Images
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Maurizio Sarri hat Bedenken, dass er mit Juventus Turin in Zukunft mit den großen englischen Mannschaften mithalten kann. Seiner Meinung nach fehlt dem Klub von Cristiano Ronaldo das Geld.

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Juventus-Trainer Maurizio Sarri sieht seinen Verein durch die finanzielle Wucht der englischen Premier League benachteiligt und den Anschluss seiner Mannschaft an die europäische Elite gefährdet. "Ich bin mir nicht sicher, ob unser System noch lange wettbewerbsfähig sein wird, die Dinge ändern sich nämlich. Ich denke, dass wir professioneller arbeiten, was aber oft nicht reicht", erklärte er seine Bedenken nach der Champions-League-Partie gegen Lokomotiv Moskau am Dienstagabend. Die Italiener entschieden das Spiel mit 2:1 für sich.

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Sarri führte weiter aus: "Wir sind auf dem gleichen Level wie die anderen Top-Teams in Europa, auch wenn Italien finanziell weiter hinter den englischen Teams liegt. Deren Stärke ist ihr Geld, sie nehmen viermal so viel ein, wie die italienischen Teams." Mit dieser Einschätzung liegt der 60-Jährige bezüglich der TV-Gelder nicht genau richtig, spricht aber einen deutlich sichtbaren Unterschied an.

Huddersfield mit 23 Millionen Euro mehr als Juventus Turin

Juve-Coach Maurizio Sarri: "Nicht sicher, ob wir wettbewerbsfähig sein werden"

Im Bereich der TV-Gelder klafft nämlich eine große Lücke zwischen den englischen und deutschen, italienischen oder auch französischen Top-Klubs. In der vergangenen Saison lagen beispielsweise die Einnahmen der englischen Spitzenklubs Manchester City und FC Liverpool bei je rund 170 Millionen Euro. Zum Vergleich: Juventus Turin strich knapp 86 Millionen Euro ein. Auch der Ligadurchschnitt weicht stark voneinander ab. Ein englischer Erstligist erhielt im Schnitt 138 Millionen Euro, ein deutscher oder italienischer nur 58 Millionen. Sogar Premier-League-Absteiger Huddersfield Town kassierte rund 23 Millionen Millionen Euro mehr als der italienische Rekordmeister.