03. Februar 2021 / 18:45 Uhr

Kabak-Abgang und Mustafi-Wechsel: Schalke-Boss Schneider ordnet späte Wintertransfers ein

Kabak-Abgang und Mustafi-Wechsel: Schalke-Boss Schneider ordnet späte Wintertransfers ein

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ozan Kabak ging, Shkodran Mustafi kam: Schalke-Boss Jochen Schneider spricht über die beiden Transfers vom Deadline Day.
Ozan Kabak ging, Shkodran Mustafi kam: Schalke-Boss Jochen Schneider spricht über die beiden Transfers vom Deadline Day. © imago images (Montage)
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Am letzten Tag der Winter-Transferperiode am Montag wickelte Schalke 04 noch zwei Deals ab: Ozan Kabak ging leihweise zum FC Liverpool, als Ersatz holte der Revierklub mit Shkodran Mustafi einen Weltmeister. Nun hat S04-Vorstand Jochen Schneider die Aktivitäten am Deadline Day erklärt.

Kurz vor Ende des Winter-Transferfensters am Montag hatte der FC Schalke 04 noch zwei Transfers verkündet. Ozan Kabak verließ den abstiegsgefährdeten Bundesligisten leihweise in Richtung FC Liverpool um Welttrainer Jürgen Klopp. Für die vakante Stelle in der Innenverteidigung kam Weltmeister Shkodran Mustafi den entgegengesetzten Weg aus der Premier League vom FC Arsenal nach Deutschland. Aus Sicht von S04-Vorstand Jochen Schneider hat der Tabellenletzte damit sportlich und finanziell sinnvolle Deals erzielt, wie er nun erklärte. "Wir sind uns sicher, dass wir mit Shkodran Mustafi die Lücke mehr als adäquat füllen konnten, die Ozan sportlich unbestritten hinterlässt", sagte der 50-Jährige dem Nachrichtenportal t-online.

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Die Leihe des 20 Jahre alten Kabak zu den Reds läuft zunächst bis zum Saisonende - doch Teil der Vereinbarung soll eine Kaufoption sein. Daher müsse man den Wechsel "auch im Kontext der wirtschaftlichen Komponente betrachten", betonte Schneider. Sollte der türkische Nationalspieler fest von Liverpool verpflichtet werden, winken den von großen Finanzproblemen geplagten Königsblauen dem Vernehmen nach rund 30 Millionen Euro. Mustafi (28) hatte dagegen seinen ursprünglich bis Sommer laufenden Vertrag bei Arsenal aufgelöst und war deshalb ablösefrei zu haben. Daher resümiert Schneider mit Blick auf die Transferaktivitäten: "Wir haben uns im Rahmen unseres knappen Budgets verstärken können."

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Insgesamt war der Revierklub mit den Verpflichtungen von Huntelaar (Ajax Amsterdam) und Mustafi sowie den Leihen von Kolasinac (ebenfalls Arsenal) und William (VfL Wolfsburg) in der vergangenen Transferperiode der aktivste Bundesligist. Schneider sagte über den zuletzt angeschlagenen Huntelaar, dass er "die nötige Kaltschnäuzigkeit im letzten Drittel" mitbringe und "mit seiner Erfahrung und Schalke-Historie eine wichtige Persönlichkeit in der Kabine" sei. Der 37 Jahre alte Niederländer stürmte schon von Sommer 2010 bis Anfang 2017 rund sechseinhalb Jahre erfolgreich in Gelsenkirchen. Der offensiv agierende Außenverteidiger William (25) ist aus Sicht von Schalke-Boss Schneider "der passende Baustein auf dem rechten Flügel, der uns noch gefehlt hat".


Schneider über Gross: "Hervorragender Trainer"

In den anstehenden 15 Bundesliga-Spielen hat das Team von Trainer Christian Gross um die vier Neuzugänge eine Herkulesaufgabe vor sich. Aus den bislang 19 Partien sammelte Schalke bei einem Sieg nur sieben magere Punkte. Einzig gegen die TSG Hoffenheim (4:0) gelang Schalke ein Sieg - damit verhinderte Schalke immerhin, den Sieglos-Rekord von Tasmania Berlin (31 sieglose Spiele in Folge) einzustellen. Doch seither wartet das Gross-Team wieder auf einen Dreier. Am Samstag (15.30 Uhr, Sky) trifft S04 auf den Tabellenzweiten RB Leipzig.

Im SPORTBUZZER-Interview hatte Schneider jüngst sein großes Vertrauen in die Arbeit des 66 Jahre alten Schweizers kundgetan. "Christian Gross ist ein hervorragender Trainer, der solche Situationen schon gemeistert hat. Und er ist in der Lage, den Spielern den immensen Druck zu nehmen. Deshalb bin ich überzeugt, dass er der Richtige ist. Aber es braucht jeden Einzelnen hier auf Schalke", sagte er.