26. April 2022 / 18:17 Uhr

Kader-Vergleich vor Halbfinal-Duell: Wo ManCity die Nase vorne hat – und wo Real Madrid besser ist

Kader-Vergleich vor Halbfinal-Duell: Wo ManCity die Nase vorne hat – und wo Real Madrid besser ist

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ilkay Gündogan und Kevin De Bruyne treffen mit ManCtiy auf Real Madrid mit Karim Benzema und David Alaba (v.l.).
Ilkay Gündogan und Kevin De Bruyne treffen mit ManCtiy auf Real Madrid mit Karim Benzema und David Alaba (v.l.). © Getty Images (Montage)
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Mit Manchester City und Real Madrid treffen zwei Schwergewichte des europäischen Fußballs im Halbfinale der Champions League aufeinander. Der SPORTBUZZER stellt die Kader der beiden Teams vor dem Hinspiel am Dienstagabend gegenüber.

Es ist das Giganten-Treffern im Halbfinale der Champions League. Manchester City empfängt Real Madrid. Der Tabellenführer der Premier League trifft auf den Spitzenreiter der Primera Division. Ein Duell zweier Star-Ensembles, bei dem sich im Vorfeld kein klarer Favorit ausmachen lässt.

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Der SPORTBUZZER hat die beiden hochkarätig besetzten Kader Mannschaftsteil für Mannschaftsteil gegenübergestellt und geschaut, wo eines der beiden Teams einen Vorteil haben könnte.

Tor

Sowohl Ederson im Tor von Manchester City als auch Thibaut Courtois zwischen den Pfosten von Real Madrid gehören zu den besten Torhütern der Welt. Ein Duell auf Augenhöhe zweier kompletter Keeper, die wenig Schwächen offenbaren und sich auch sonst in nichts nachstehen - nicht mal in Sachen internationale Erfahrung. Der 28 Jahre alte Ederson hat bislang 58-mal in der Champions League gespielt, der ein Jahr ältere Courtois kommt auf 62 Einsätze in der Königsklasse. Im laufenden Wettbewerb kassierte Ederson acht Gegentore und spielte viermal zu Null. Courtois wahrte ebenfalls viermal die weiße Weste und musste neun Gegentore hinnehmen.

Ergebnis: Unentschieden - kein Vorteil für eines der beiden Teams.

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Abwehr

Häufig wird nur über den Angriffsfußball von Manchester City gesprochen, doch auch - oder vor allem - die Defensive sucht in Europa ihresgleichen. Im Viertelfinal-Hinspiel ließ diese nicht einen Torschuss von Atlético Madrid zu. Auch im Rückspiel hielt sie die Null. Nur 21 Gegentore in 33 Premier-League-Spielen sprechen eindrucksvoll für sich. Aymeric Laporte und Ruben Dias bilden aktuell eines der besten Innenverteidiger-Duos in Europa und haben mit John Stones und Nathan Aké zwei hochkarätige Vertreter. Dauerbrenner Joao Cancelo hat die meisten Saisoneinsätze im ganzen Kader, fehlt im Hinspiel allerdings gelbgesperrt. Dafür wird wohl Kyle Walker über rechts für Druck sorgen.

Real Madrid hat mit der Verpflichtung von David Alaba im Sommer den Umbruch in der Abwehr eingeleitet, abgeschlossen ist dieser allerdings noch nicht. Die Königlichen suchen einen Top-Mann als Partner für den früheren Bayern-Profi, der in der laufenden Saison entweder mit Eder Militao oder Nacho Fernandez die Innenverteidigung bildet. Beide gehören allerdings nicht zum obersten Regal ihrer Zunft (nicht umsonst gibt es Gerüchte um Antonio Rüdiger) - gleiches gilt für Linksverteidiger Ferland Mendy, der im Viertelfinal-Rückspiel gegen Chelsea nicht immer sicher wirkte. An die Zeiten der gefürchteten Real-Defensive um Sergio Ramos und Pepe kommen die aktuellen Spieler jedenfalls nicht heran.

Ergebnis: Vorteil für Manchester City

Mittelfeld

Die Zentrale ist das Herzstück beider Teams. Kevin De Bruyne ist der unumstrittene Boss im City-Mittelfeld, kontrolliert das Spieltempo, setzt seine Mitspieler mit Präzisionspässen in Szene und sucht selbst den Abschluss. An seiner Seite zieht zudem Nationalspieler Ilkay Gündogan die Fäden. Dahinter räumt Rodri als Sechser auf und Phil Foden ist neben De Bruyne das zweite kreative Bindeglied zur Angriffsreihe.

Real kann derweil das wohl eingespielteste Mittelfeld-Trio in Europa dagegensetzen. Luka Modric weigert sich auch mit 36 Jahren an Qualität zu verlieren, wie er im Halbfinale gegen Chelsea mal wieder zeigte, als er in der Schlussphase mit einem sensationellen Außenristpass das Tor von Rodrygo vorbereitete, welches für die Verlängerung sorgte. An der Seite des Weltfußballers von 2018 spielen Toni Kroos und Casemiro seit Jahren auf nicht weniger hohem Niveau. Zusammen bringt es das Trio auf zwölf Champions-League-Titel - jeder gewann den Henkelpott bereits viermal. Casemiro ist allerdings noch angeschlagen und sitzt gegen City zunächst nur auf der Bank.

Ergebnis: Unentschieden - kein Vorteil für eines der beiden Teams.

Angriff

City besticht in der Offensive vor allem in der Breite, hat seit dem Abschied von Sergio Agüero nicht den einen überragenden Torjäger und zudem keinen klassischen Stoßstürmer. Nicht umsonst bemüht der Klub sich so intensiv um BVB-Star Erling Haaland. Mit Riyad Mahrez (23 Saisontore), Raheem Sterling (14), Bernardo Silva (12), Gabriel Jesus (11) und dem bislang enttäuschenden Rekordeinkauf Jack Grealish (5) ist das Toreschießen beim Offensiv-Quintett auf viele Schultern verteilt. Bei den Citizens ist an vorderster Front also die Mannschaft der Star.

Ganz anders bei den Königlichen aus Madrid. Da ist Karim Benzema in der Form seines Lebens. 39 Tore in 40 Pflichtspielen, erzielte der Franzose in der laufenden Saison. Dazu bereitete er seinen Kollegen 13 Treffer vor. Mit zwölf Toren ist er hinter Robert Lewandowski (13) der zweitbeste Torschütze der Champions League in dieser Spielzeit. Allein sieben davon erzielte er in den K.o.-Duellen mit PSG und Chelsea. Dazu sorgt zumeist über den linken Flügel Vinicius Junior für mächtig Wirbel und hat mit 17 Toren und 18 Vorlagen ebenfalls eine beeindruckende Saison-Bilanz vorzuweisen. Unterstützt werden die beiden von Marco Asensio (11 Tore, eine Vorlage) und Rodrygo (4/9). Dass niemand im Klub über die ebenfalls zum Kader gehörenden Eden Hazard, Gareth Bale und Luka Jovic spricht, sagt viel über die Offensivkraft des Teams aus.

Ergebnis: Vorteil für Real Madrid

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