31. Juli 2018 / 19:10 Uhr

Kaderumbau beim VfL Wolfsburg: Schmadtke wird nicht nervös

Kaderumbau beim VfL Wolfsburg: Schmadtke wird nicht nervös

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
vfl-schmadtke
Der VfL-Umbauer: Manager Jörg Schmadtke weiß, dass es für die neue Saison noch Verstärkungen braucht. Zuletzt war es ruhig in Sachen Transfers beim VfL, das könnte sich nun wieder ändern. Jeffrey Bruma (Foto o. l.) und Josuha Guilavogui (Foto o.) könnten noch gehen, Filip Kostic (Foto o. r.) könnte kommen.
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Felix Klaus, Pavao Pervan, Wout Weghorst und Daniel Ginczek hat der VfL für die neue Saison verpflichtet – aber das war noch längst nicht alles in Sachen Kaderumbau beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten.

Diese Transfers wurden zu Beginn des Jahres (Klaus) und in den Wochen vorm Trainingsstart eingetütet. Danach wurde es ruhig in Sachen Kader. Allerdings: In den nächsten Tagen könnte der Kaderumbau wieder Fahrt aufnehmen.

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Ein Linksverteidiger (Jérôme Roussillon von HSC Montpellier?) und ein Flügelspieler (Filip Kostic vom Hamburger SV?) dürften kommen, Jeffrey Bruma (hat Mitte Juli gesagt, dass er bleiben möchte) und Josuha Guilavogui indes könnten unter anderem noch gehen. Bei beiden führt die Spur nach England. Der FC Fulham will Guilavogui, einen ersten Austausch in Sachen Gehalt hat’s bereits gegeben. Aber fix ist noch nichts, wenn es das denn überhaupt mal wird, denn VfL-Manager Jörg Schmadtke bleibt beim Franzosen hart. Schmadtke habe zwar davon gelesen, dass die Engländer scharf auf den Balldieb seien, „aber mehr weiß ich auch nicht“.

Es bleibe dabei: Der VfL möchte Guilavogui nicht abgeben! „Wir haben uns da klar positioniert.“ Dank einer Klausel im Vertrag (knapp 20 Millionen Euro) hätte Guilavogui den VfL in diesem Sommer verlassen können, aber die Frist für diese Klausel sei verstrichen, betonte Schmadtke am Dienstag abermals. Bleibt nur ein Verkauf, bei dem die Ablöse frei verhandelbar wäre. Doch den will Schmadtke nicht. Dass Guilavogui gesagt hatte, er wolle im Mittelfeld lieber auf der Sechs als auch der Acht spielen, nimmt der Manager ihm nicht übel: „Es ist legitim, dass sich ein Spieler zu seiner Position äußert.“

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Klar ist: Der VfL-Kader muss noch schrumpfen, 24 bis 26 Spieler soll er in der neuen Spielzeit umfassen. Kandidaten für einen Wechsel sind weiterhin Riechedly Bazoer, Marvin Stefaniak, Victor Osimhen, Kaylen Hinds, Ignacio Camacho (in Spanien wird der Kapitän mit dem FC Valencia und dem FC Villarreal in Verbindung gebracht) und möglicherweise auch Bruma, für den es „loses Interesse“ gebe, so der Manager, der gleichwohl hinzufügte: „Ich habe aber nichts auf dem Tisch liegen, worüber ich entscheiden müsste.“ Einen Wechsel in die Türkei (Fenerbahce Istanbul war interessiert) hatte der Innenverteidiger vor kurzem abgelehnt und gesagt, beim VfL bleiben zu wollen. Denkt Bruma noch um? Premier-League-Klub Crystal Palace soll ein Interessent sein. Bis zum 9. August ist der Transfermarkt auf der Insel geöffnet, danach geht für die finanzstarken Klubs nichts mehr, die Bundesliga-Vereine wiederum können noch bis zum 31. August einkaufen.

Die Streichkandidaten beim VfL Wolfsburg

Bis zum Saisonstart ist es nicht mehr lang, eine erste Elf kristallisiert sich heraus. Doch es gibt auch noch einige Spieler, die der VfL los werden möchte. Zur Galerie
Bis zum Saisonstart ist es nicht mehr lang, eine erste Elf kristallisiert sich heraus. Doch es gibt auch noch einige Spieler, die der VfL los werden möchte. ©

Die Frage, die sich viele Fans nach dem besorgniserregenden Auftritt beim Test am Samstag gegen Olympique Lyon (1:2) stellen: Wen holt der VfL noch? Kostic ist ein Thema, aber die kursierende Ablösesumme von 12 Millionen Euro für den Flügelspieler will Schmadtke angeblich nicht bezahlen. Der 54-Jährige („Es gibt ganz wenige Dinge, die mich nervös machen“) weiß, dass er noch etwas am Kader machen muss. Aber alles soll wohl überlegt sein. „Wir betrachten die Dinge genauestens und wollen eine gewisse Sicherheit bei den Sachen, die wir tun“, begründet der Manager. „Von daher bedarf es schon mal ein bisschen mehr Zeit. Wir liegen jedenfalls nicht auf der faulen Haut, sondern befinden uns in Gesprächen.“ In Gesprächen darüber, wie sich der VfL-Kader noch verändern könnte.