25. Juni 2020 / 12:32 Uhr

Kai Buchmann gründet neuen Basketballverein in Potsdam

Kai Buchmann gründet neuen Basketballverein in Potsdam

Ronny Müller
Märkische Allgemeine Zeitung
Headcoach Kai Buchmann, Redhawks Potsdam, Basketball Regionalliga, 16.11.2019. Foto: Detlev Scheerbarth
Kai Buchmann arbeitete bis Januar 2020 für die Redhawks Potsdam. © Detlev Scheerbarth
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Der 39-Jährige hat im Brandenburger Basketball einen Namen: Kai Buchmann, der bis Januar 2020 für die Redhawks Potsdam arbeitete, will mit den „Kings & Queens“ die Nachwuchsarbeit in den Mittelpunkt stellen.

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Lauut Statistik des Stadtsportbundes gibt es in Potsdam fünf Vereine mit Basketball-Abteilungen. Dazu gehören der USV Potsdam und die Redhawks, die in der kommenden Saison mit der jeweiligen ersten Mannschaft in der 2. Regionalliga antreten. Nun kommt ein weiterer Verein hinzu: die „Kings & Queens“. Initiator, Präsident und Sportlicher Leiter des neuen Projektes ist Kai Buchmann.
Der 39-Jährige hat im Brandenburger Basketball einen Namen. Er hat früher bereits beim RSV Eintracht Stahnsdorf und bei den Redhawks gearbeitet und kann sogar auf Trainer-Erfahrung in der Bundesliga verweisen.

Nun will sich der Potsdamer ganz den Königen und Königinnen widmen. „Basketball ist für mich nicht nur der schönste Sport der Welt, sondern auch eine Art Lebenseinstellung“, sagt Buchmann. Der Basketball-Markt in Potsdam sei trotz der bestehenden Vereine noch nicht gesättigt. „Bisher wird an viel zu wenig Schulen und Kitas Basketball angeboten. Mädchenbasketball ist fast gar nicht existent. Und es gibt keine Nachwuchs-Bundesliga in Potsdam“, zählt Buchmann auf. „Es ist noch viel Luft.“ Er wisse aufgrund seiner Erfahrung, „was es braucht, damit die Kinder zum Basketball kommen. Wir wollen möglichst viele Kinder an den Sport heranführen, wenn möglich auch mit dem Ziel Leistungssport.“

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In der kommenden Saison gehen die „Kings & Queens“ mit einer Damen-, einer Herren- sowie einer U12- und einer U18-Mannschaft in den Ligatrieb. „Mit dem Namen wollen wir hervorheben, dass der Verein für beide Geschlechter offen ist.“ Und er sei in der einstigen Residenzstadt nicht so weit hergeholt.

Der Fokus liege ausdrücklich nicht auf einer Mannschaft, die auf Teufel komm raus aufsteigen soll. Denn zunächst gehe es darum, von Grund auf etwas aufzubauen. So sollen noch mehr Basketball-Arbeitsgemeinschaften an Schulen etabliert werden, soll es in den Ferien Basketball-Camps geben.

Gut 40 Mitglieder gibt es bisher. Möglich, dass bald auch eine Mannschaft im Rollstuhlbasketball oder für Gehörlose dazu kommt. „Wir sind für alle da und verstehen uns als eine große Sportfamilie.“ Buchmann hofft auf ein schnelles Wachstum des Vereins. „Ich möchte Hauptamt schaffen, dann kann man an mehr Schulen gehen.“ Bisher wird auf einem Außenfeld des Leibniz-Gymnasiums am Stern trainiert. Gespräche über Hallenzeiten stünden an, so Buchmann. Sein Anspruch: „Irgendwann eine U16-Bundesliga-Mannschaft mit ganz vielen Talenten aus Potsdam.“