04. Juni 2021 / 15:02 Uhr

Kai Havertz und Thomas Müller gemeinsam in der DFB-Startelf? "Das geht alles" 

Kai Havertz und Thomas Müller gemeinsam in der DFB-Startelf? "Das geht alles" 

Heiko Ostendorp und Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Kai Havertz trainierte am Freitag erstmals nach seiner Ankunft im DFB-Trainingslager mit der Nationalmannschaft.
Kai Havertz trainierte am Freitag erstmals nach seiner Ankunft im DFB-Trainingslager mit der Nationalmannschaft. © IMAGO/Neis/Eibner-Pressefoto
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Chelsea-Star Kai Havertz stand am Freitag das erste Mal in Seefeld auf dem Platz. Der Champions-League-Held sprach nach der Trainingseinheit über seine Rolle bei Bundestrainer Löw, sein Selbstvertrauen und die Teamkollegen.

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Er ist der Final-Held: Kai Havertz machte mit seinem Treffer gegen Manchester City den FC Chelsea zum Champions-League-Sieger. Am Freitagvormittag stand der Nationalspieler das erste Mal mit den Kollegen in Seefeld (Tirol) auf dem Platz. "Ich bin froh, hier zu sein und wurde von allen herzlich empfangen", sagte Havertz.

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Im DFB-Team stellt sich aber die Frage: Wohin mit dem Top-Talent? Durch die Rückkehr von Thomas Müller, der gesetzt ist, wird es eng in der Offensive. Im Test gegen Dänemark (1:1) konnten aber sowohl Serge Gnabry als auch Leroy Sané nicht überzeugen. "Wenn ich auf dem Platz stehe, gebe ich alles. Und so gehe ich auch in die EM rein. Ich hoffe, dass ich viele Minuten auf dem Platz stehen werde", sagte Havertz. Der Nationalspieler sprach außerdem über...

... sein Selbstvertrauen: "Da muss man nicht drumherumreden. Es war ein besonderes Tor für mich und meine Familie. Es wird für mein Leben lang erhalten bleiben. Ich bin ein Spieler, der Selbstvertrauen braucht. Dann spiele ich am besten. Es darf aber nicht zu viel sein, wir haben den einen oder anderen Spieler in den Reihen, der den Titel ebenfalls gewonnen hat."

... seine Rolle im DFB-Team: "Ich bin ein kreativer Spieler, ich lebe vom Instinkt. Ich habe in den letzten Monaten auf vielen Position gespielt. Ich bin da flexibel. Ich hatte viele Gespräche mit dem Bundestrainer, er sieht die Rolle genauso wie ich."

... über ein Zusammenspiel mit Müller: "Ich glaube, das geht alles. Thomas und ich sind jetzt nicht direkt auf einer Position, aber wir lieben es beide, in der Zentrale zu spielen. Aber mittlerweile gibt es genug Systeme, um auch mit mehreren offensiven Mittelfeldspielern auf dem Platz zu stehen. Thomas ist ein überragender Spieler, was er seit Jahren zeigt. Wir sind natürlich ein Team, aber auch Konkurrenten. Wenn man nicht spielt, wünscht man dem anderen nur das Beste."

... die Kommunikation auf dem Platz: "Die ist heutzutage im Fußball generell sehr wichtig. Dass ich nicht der Spieler bin, der Kommandos verteilt, weiß inzwischen jeder. Dafür haben wir aber genug Spieler, die das auch übernehmen. Jeder muss seinen Teil beitragen, das ist auch ein großer Baustein für die nächsten Tage."

... Chelsea-Kollege Antonio Rüdiger: "Er hat uns über die letzten Monate so viel Stabilität gegeben. Auf dem Platz ist er ein Krieger, den du in deiner Mannschaft haben willst. Gegen ihn zu spielen, macht auch nicht so viel Spaß."

... Trost für Ilkay Gündogan: "Persönlich tut es einem natürlich Leid. Ihm hätte man es gewünscht, aber der Gegner waren eben wir. Das sollte man jetzt auch vergessen, wir müssen zusammenhalten. Ich weiß wie das ist, ich habe bereits zwei Finals verloren. Da möchte man auch nicht von jedem getröstet werden. Er ist aber Profi genug, um das wegzustecken."

... N'Golo Kanté, der bei Chelsea sein Teamkollege ist: "Wenn man ihn sieht, muss man schon lächeln. Er ist eine große Persönlichkeit und ein super Mensch. Und ein super Fußballer. Man wünscht sich, ihn im eigenen Team zu haben. Ich war immer froh, wenn er auf dem Platz stand. Man kann sich viele Fehler erlauben, weil er den Ball zurückerobert. Er ist schnell, wendig und bekommt immer sein Bein rein. Deswegen ist es natürlich blöd, dass man gegen ihn spielen muss. Aber vielleicht kenne ich auch auch ein paar Schwächen."