19. Juli 2019 / 07:14 Uhr

Kai Havertz spricht über möglichen Bayer-Abschied: "Den Sprung zum FC Bayern traue ich mir zu"

Kai Havertz spricht über möglichen Bayer-Abschied: "Den Sprung zum FC Bayern traue ich mir zu"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kai Havertz im Trainingslager von Bayer 04 in Zell am See. Der Nationalspieler bleibt mindestens noch eine Saison Leverkusener - und dann?
Kai Havertz im Trainingslager von Bayer 04 in Zell am See. Der Nationalspieler bleibt mindestens noch eine Saison Leverkusener - und dann? © imago images / eu-images
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Er ist das wohl größte Juwel im deutschen Fußball - und entsprechend begehrt. Kai Havertz bleibt dennoch vorerst bei Bayer 04 Leverkusen. Allerdings stellt der 20-Jährige klar: Im nächsten Sommer ist ein Wechsel wahrscheinlich. Liegt seine Zukunft beim FC Bayern München oder doch im Ausland? Darüber sprach der Mittelfeldspieler nun im Bayer-Trainingslager.

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Für Kai Havertz beginnt die neue Saison bei Bayer 04 Leverkusen ungewohnt - denn sein kongenialer Mitspieler und enger Freund Julian Brandt hat den Verein verlassen und sich Borussia Dortmund angeschlossen. Auch Havertz war auf dem Transfermarkt heiß begehrt, entschied sich dann aber, noch mindestens eine Saison für die Werkself zu spielen. Auch, weil Bayer-Boss Rudi Völler insistierte und nicht auch sein zweites Juwel in diesem Sommer verlieren wollte.

Obwohl er gerade mit Bayer 04 in der Saisonvorbereitung ist und sich nach eigenen Aussagen "keine Gedanken" über seine Zukunft macht, bleibt ein möglicher Wechsel zum FC Bayern München das große Tuschel-Thema rund um den 20-Jährigen. Kein Wunder, denn nach einer überragenden Saison mit 20 Toren und sieben Vorlagen in allen Wettbewerben war Havertz der vielleicht beste deutsche Spieler der abgelaufenen Bundesliga-Saison. Und: Havertz betont in der Bild, "irgendwann" müsse für ihn "der nächste Schritt kommen."

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Kai Havertz: "Gibt keinen Verein, bei dem ich unterschrieben habe"

In diesem Jahr habe Leverkusen "sehr schnell signalisiert, dass sie mich halten wollen", erklärte Havertz. "Deswegen war das für mich kein Thema. Jetzt beginnt mein zehntes Jahr hier, vielleicht können wir es für den Klub zu einem goldenen machen." Danach scheint er für eine neue Herausforderung offen. Was im nächsten Sommer passiert, stehe zwar noch nicht fest, sagte der Youngster und betonte: "Es gibt keinen Verein, bei dem ich schon unterschrieben habe."

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Viele Spuren führen dennoch zum FC Bayern. Eines wird deutlich: Den Verein traut Havertz sich zu. "Dieses Selbstvertrauen habe ich, ja. Aber dasselbe gilt auch für andere Vereine." Denn: Auch einen Wechsel in die Premier League oder die La Liga könnte für Havertz finanziell lukrativ und sportlich attraktiv sein.

"Ich weiß jetzt wirklich noch nicht, ob der FC Bayern für mich der nächste und richtige Schritt ist. Ich weiß auch nicht, ob nicht eher das Ausland für mich infrage kommen würde. Ich mache mir derzeit wirklich nicht allzu viele Gedanken darüber", sagte Havertz, dessen Vertrag in Leverkusen noch bis 2022 läuft.

Interesse des FC Bayern an Kai Havertz ist bekannt

Dass die Bayern großes Interesse haben, das Bayer-Juwel nach München zu lotsen - so wie etwa Michael Ballack und Zé Roberto vor ihm - ist ein offenes Geheimnis. "Ich kann Ihnen ja sagen, dass Havertz ein Toptalent ist. Wir müssen die Augen offen halten", erklärte FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic im Mai im ZDF-Sportstudio. Man habe aber Respekt vor Leverkusen und Völler, weshalb man zunächst mit den Verantwortlichen reden wolle.

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Völler wiegelte jedoch sofort ab und stellte klar: Havertz bleibt, selbst bei einem unmoralischen Angebot, noch bis 2020 Leverkusener. "Kai wird bei uns bleiben. Unabhängig vom Ausgang der Saison“, sagte Völler. Bayer 04 tue alles dafür, „damit wir in der nächsten Saison wieder international spielen", sagte Völler bereits Anfang April, als die Gerüchte um den FC Bayern erstmals akut wurden. Wer Völler kennt, weiß, was das heißt: Havertz bleibt sicher. Basta.

Abheben kommt für den gebürtigen Aachener trotz der Gerüchte um 100-Millionen-Euro-Transfers und den zwischenzeitlichen Hype um seine Person übrigens nicht in Frage. "Ich kann etwas ganz gut, deshalb bin ich aber kein besonderer Mensch. Andere Menschen machen ihren Beruf doch auch gut", sagte Havertz. "Ich hebe nicht ab, weil ich ein sehr gutes Umfeld habe, das mich sofort auf den Boden zurückholen würde."

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