04. September 2020 / 23:21 Uhr

Leverkusen-Boss Rudi Völler würdigt Kai Havertz: "Einer der Besten, die jemals für Bayer gespielt haben"

Leverkusen-Boss Rudi Völler würdigt Kai Havertz: "Einer der Besten, die jemals für Bayer gespielt haben"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayer-Boss Rudi Völler (kleines Foto) ist Kai Havertz dankbar.
Bayer-Boss Rudi Völler (kleines Foto) ist Kai Havertz dankbar. © imago images/Laci Perenyi
Anzeige

Große Worte von Rudi Völler: Nach dem Transfer des 21 Jahre alten Supertalents Kai Havertz zum FC Chelsea würdigt der Leverkusen-Boss die Karriere des Eigengewächses der Werkself. Dass sich Havertz in der Premier League durchsetzen wird, steht auch für Sportdirektor Simon Rolfes außer Frage.

Anzeige

Abschied nach zehn Jahren im Verein: Nach 148 Pflichtspielen für die Profi-Mannschaft sowie 45 Toren und 31 Torvorlagen verlässt Kai Havertz seinen Jugendverein Bayer Leverkusen in Richtung FC Chelsea. Laut Bayer-Angaben akzeptierte der englische Top-Klub die Leverkusener Transferbedingungen, die dem Vernehmen nach bei 100 Millionen Euro gelegen haben sollen. Damit ist Havertz der teuerste deutsche Spieler der Geschichte. Mit großen Worten hat Sport-Geschäftsführer Rudi Völler nach Bekanntwerden des Wechsels am Freitagabend die Karriere des 21 Jahre alten Mittelfeldspielers bei der Werkself gewürdigt. So habe Havertz "trotz seiner Jugend bereits Herausragendes geleistet", lobte Völler laut Bayer-Pressemitteilung.

Anzeige

So sei Havertz nach Ansicht des Weltmeisters von 1990 "schon jetzt Weltklasse, mit Sicherheit einer der Besten, die jemals für Bayer 04 gespielt haben". Der Bayer-Boss war im Transfer-Poker um den neuen Chelsea-Star hartnäckig geblieben. Immer wieder betonte Völler, zuletzt auch im SPORTBUZZER-Interview, dass Leverkusen den Londonern "keinen Corona-Rabatt" einräume. Mit Erfolg: Im Raum steht, dass der vom russischen Investor Roman Abramowitsch alimentierte FC Chelsea zunächst 70 oder 80 Millionen Euro direkt überweist und das restliche Geld unter bestimmten Bedingungen später gezahlt wird.

Mehr vom SPORTBUZZER

Laut Völler besteht kein Zweifel daran, dass sich Havertz beim Premier-League-Klub von Trainer Frank Lampard durchsetzen wird. "In den kommenden Jahren wird Kai auch in der extrem fordernden englischen Liga beweisen, welch großartiger Fußballer er ist", ist sich der Ex-Teamchef der deutschen Nationalmannschaft sicher. Das glaubt auch Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes: "Er wird sich in England auf allerhöchstem Niveau ganz sicher durchsetzen", glaubt der Ex-Profi. Dabei werde der Nationalspieler ein "beeindruckendes Beispiel dafür abgeben, wie sich bei Bayer 04 junge Spieler entwickeln können."

Für Rolfes gehört Havertz nun "in der Premier League als auch in der deutschen Nationalmannschaft die Zukunft" - und das mit anderen DFB-Stars. So bildet der Ex-Leverkusener künftig bei den Blues in London einen Deutschland-Block mit Innenverteidiger Antonio Rüdiger und Stürmer Timo Werner, der ebenfalls in diesem Sommer zu Chelsea gewechselt war.

Der Rekordtransfer war sowohl für Bayer als auch Havertz so wichtig, dass bereits in den vergangenen Tagen über eine mögliche vorzeitige Abreise des Talents von der Nationalmannschaft gesprochen worden war. "Ich habe mich darüber mit Oliver Bierhoff und Jogi Löw in den vergangenen Tagen ausgetauscht", bestätige Völler. Beim 1:1 der DFB-Elf am Donnerstag gegen Spanien kam Havertz nicht zum Einsatz und fehlt nun auch im nächsten Nations-League-Spiel am Sonntag in Basel gegen die Schweiz. "Wir wissen natürlich auch um die Bedeutung und Größenordnung", erklärte Löw und gab Havertz die Freigabe für die Reise nach England. "Das ist natürlich eine riesen Geschichte", betonte Löw.