23. Mai 2020 / 18:35 Uhr

Bayer-Star Havertz äußert sich zu Abschieds-Gerüchten: "Werden am Ende der Saison eine Lösung finden"

Bayer-Star Havertz äußert sich zu Abschieds-Gerüchten: "Werden am Ende der Saison eine Lösung finden"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kai Havertz war gegen Gladbach erneut der überragende Leverkusen-Profi. Nach dem Spiel äußerte er sich zu Spekulationen um seine Zukunft.
Kai Havertz war gegen Gladbach erneut der überragende Leverkusen-Profi. Nach dem Spiel äußerte er sich zu Spekulationen um seine Zukunft. © imago images/Maik Hšlter/team2sportphoto
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Kai Havertz blüht bei Bayer 04 Leverkusen auf - seit Beginn der Rückrunde befindet der 20-Jährige sich in überragender Verfassung. Nach dem Sieg in Gladbach äußerte sich der Nationalspieler zu den Spekulationen über seine Zukunft.

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Vor der Corona-Zwangspause galt der Abschied von Kai Havertz bei Bayer 04 Leverkusen im Grunde als gesichert. "Er kann im nächsten Sommer nicht gehalten werden", sagte Trainer Peter Bosz einer holländischen Zeitung - und nannte auch gleich einen Wunschpreis: Es werde "ein Transfer über 100 Millionen Euro", sagte der Ex-BVB-Coach. Doch Corona hat nicht nur den Spielplan durcheinander gewirbelt, sondern auch vermeintliche Gewissheiten auf dem Transfermarkt. Nach dem Bayer-Sieg in Gladbach äußerte Havertz, der beim 3:1 zwei Tore beisteuerte, nun seine Vorstellungen von der Zukunft.

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Es sei klar, "dass im Moment viel spekuliert wird, ist ganz normal", sagte Havertz, der sich seit Wochen in Gala-Form befindet - aber nach eigenem Bekunden derzeit nur an die Werkself denkt. "Im Moment konzentriere ich mich voll auf Leverkusen. Die Spiele mit Bayer stehen im Vordergrund, für alles andere werden wir am Ende der Saison eine Lösung finden", erklärte er bei Sky. Dort hatte Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann den 20-Jährigen als "alles überragenden" Spieler bezeichnet hat.

Havertz dreht seit Beginn der Rückrunde auf: Sechs Tore in sechs Spielen

Tatsächlich ist die starke Verfassung des Nationalspielers ein wichtiger Grund für den Aufschwung der Werkself, die sich mit dem Sieg gegen den direkten Rivalen auf den dritten Platz verbesserten. Nach einer eher durchwachsenen Hinrunde mit lediglich zwei Treffern, kam der Youngster schon vor der Saison-Unterbrechung immer besser in Fahrt und fand zu alter Abschlussstärke. Nach seinen Toren in Gladbach stehen für ihn sechs Treffer in den letzten sechs Bundesliga-Spielen zu Buche. Insgesamt hat er zehn Saisontore auf dem Konto.

Trotz der Corona-Krise ist ein Verkauf im Sommer deshalb weiter ein wahrscheinliches Szenario - selbst bei einer Champions-League-Qualifikation der Leverkusener. "Klar, ich persönlich will immer Champions League spielen. Abgesehen davon bin ich Leverkusen sehr dankbar. Deswegen will ich da jetzt nicht darüber sprechen. Es sind noch viele Spiele zu spielen." Aktuell liefert Bayer (53 Punkte) sich einen Dreikampf mit Gladbach (52) und RB Leipzig (51), das sich am Sonntag wieder den dritten Platz sichern kann.

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Das Spiel gegen Gladbach war auf dem Weg in die Königsklasse deshalb eminent wichtig - immerhin konnte Bayer einen direkten Konkurrenten bezwingen. "Wir haben uns vorgenommen hier zu gewinnen, wir haben alles rausgehauen und verdient gewonnen", sagte Havertz. "Wir hatten ab der ersten Minute das Spiel im Griff und den Ball laufen lassen, viele Chancen kreiert. Wir haben noch viele Spiele vor uns, in den wir viele Punkte sammeln müssen. Unser Ziel ist ganz klar die Champions League und ich glaube, die können wir erreichen." Nach einem Run von

Als großer Förderer des 20-Jährigen gilt Trainer Bosz, der nach Havertz' Doppelpack gegen Werder Bremen am Montag noch gesagt hatte, der Nationalspieler habe nicht seinen besten Tag erwischt. Nun sagte der Niederländer: "Kai hat ein bisschen besser gespielt als gegen Bremen. Aber es geht nicht um Kai. Wir als Bayer 04 haben eine Topleistung gebracht, und Kai war einer davon. Da waren noch 13 andere, die genauso gut gespielt haben wie Kai." Das Ziel ist klar: den Hype um Havertz will Bosz möglichst nicht zu erdrückend werden lassen.