07. September 2022 / 20:39 Uhr

Kalte Dusche für Götze und Co.: Eintracht Frankfurt verpatzt CL-Debüt gegen Sporting Lissabon

Kalte Dusche für Götze und Co.: Eintracht Frankfurt verpatzt CL-Debüt gegen Sporting Lissabon

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eintracht Frankfurt um Superstar Mario Götze hat zum Start in die Champions League eine hohe Niederlage kassiert.
Eintracht Frankfurt um Superstar Mario Götze hat zum Start in die Champions League eine hohe Niederlage kassiert. © IMAGO/Ulrich Hufnagel
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Der Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt hat zum Start der Champions-League-Saison Lehrgeld bezahlt. Gegen Sporting Lissabon bestimmte die SGE vor frenetischem Heimpublikum lange Zeit die Partie, dann waren die Portugiesen einfach abgezockter.

Mega-Stimmung in der Arena, große Euphorie in der Stadt und beim Verein, breite Brust nach einem Kantersieg in der Bundesliga, bestes Fußballwetter: Alle Zutaten für einen erfolgreichen Start in die erste Champions-League-Saison der Vereinsgeschichte waren gegeben, doch Eintracht Frankfurt ist es am Mittwochabend nicht gelungen, sie zu verwerten. Gegen Sporting Lissabon setzte es zum Auftakt in die Gruppe D trotz weitestgehend guter Leistung eine 0:3 (0:0)-Niederlage. Von einem Doppelschlag durch Marcus Edwards (65. Minute) und Francisco Trincao (67.) konnte sich der Europa-League-Sieger nicht erholen und kassierte durch Nuno Santos (82.) auch noch einen dritten Gegentreffer. Vor dem kommenden Gruppenspiel am nächsten Dienstag bei Olympique Marseille muss sich die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner deutlich steigern.

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Wie erwartet mussten die Frankfurter gegen die Portugiesen auf ihren Kapitän Sebastian Rode verzichten. Der Ex-Bayern-Profi fiel mit Oberschenkelproblemen aus und wurde von Neuzugang Junior Dina Ebimbe ersetzt. Ansonsten ließ Glasner mit derselben Startelf wie beim jüngsten überragenden 4:0-Sieg in der Bundesliga gegen RB Leipzig spielen. Somit begann Christopher Lenz erneut als Linksverteidiger, der zuletzt angeschlagene Sommertransfer Luca Pellegrini saß aber immerhin wieder auf der Bank und wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt.

Im Deutsche Bank Park herrschte angesichts des Königsklassen-Debüts eine ausgelassene Stimmung – und um ein Haar wären die Fans nach nur 90 Sekunden komplett ausgerastet. Einen haarsträubenden Fehlpass von Manuel Ugarte fing Frankfurt-Stürmer Randal Kolo Muani direkt vor dem Lissaboner Keeper Antonio Adan ab. Der 23-Jährige zog aus knapp 16 Metern ab, aber zu ungenau: Adan wehrte den Ball stark mit dem Fuß ab. Auf der Gegenseite wurde es knapp zehn Minuten später brenzlig: Lenz räumte Marcus Edwards mit einer Grätsche im eigenen Strafraum ab. Schiedsrichter Orel Grinfeld entschied zunächst auf Elfmeter (12.), revidierte seine Entscheidung aber nach Videobeweis. So stieg Edwards vor dem Fallen Lenz auf den Fuß.

Über die kompletten ersten 45 Minuten war die Eintracht die gefährlichere Mannschaft, machte aber viel zu wenig aus den teils guten Möglichkeiten, weil oft auch der letzte Pass nicht ankam. Vor allem vom zuletzt so starken Mario Götze war kaum etwas zu sehen. Nur wenige Aktionen glückten. Kurz vor der Pause hätte sich die Frankfurter Fahrlässigkeit fast gerächt, doch Edwards scheiterte mit seinem Schuss aus kürzester Distanz am starken Keeper Kevin Trapp,

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Im zweiten Abschnitt versuchte es Frankfurt wieder mit Pressing, doch anders als im ersten Spielabschnitt blieb es beim Versuch. Sporting wirkte noch ballsicherer – und nutzte anders als die SGE zuvor ihre Chancen und war einfach abgezockter: Edwards (65.) brachte einen Pressschlag gegen Ebimbe aus knapp sieben Metern ins Tor und auch beim zweiten Treffer durch Trincao (67.) war der dribbelstarke Engländer als Passgeber beteiligt. Durch den Doppelschlag wurde der Glasner-Elf förmlich der Stecker gezogen. Zu einem Aufbäumen kam es nicht mehr, vielmehr machte Nuno Santos (82.) nach einem Konter alles klar.

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