03. Mai 2021 / 12:00 Uhr

Klub-Legende Kaltz reagiert auf Hrubesch-Hammer: "HSV greift zum letzten Strohhalm"

Klub-Legende Kaltz reagiert auf Hrubesch-Hammer: "HSV greift zum letzten Strohhalm"

René Wenzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
HSV-Legende Manfred Manni Kaltz (rechts) spricht im SPORTBUZZER über die Rückkehr von Horst Hrubesch auf die Trainerbank.
HSV-Legende Manfred "Manni" Kaltz (rechts) spricht im SPORTBUZZER über die Rückkehr von Horst Hrubesch auf die Trainerbank. © IMAGO/Michael Schwarz/Getty (Montage)
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"Manni Flanke, ich Kopf - Tor!" Manfred Kaltz und Horst Hrubesch waren lange Zeit beim Hamburger SV ein eingespieltes Top-Duo. Jetzt rutscht Hrubesch für drei Spiele auf den Trainer-Posten des Zweitliga-Klubs und ersetzt Daniel Thioune. Im SPORTBUZZER spricht Kaltz über den HSV-Hammer kurz vor Saison-Ende.

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Mit Vereinslegende Horst Hrubesch peilt der angeschlagene Hamburger SV doch noch den Bundesliga-Aufstieg an. Der aktuelle Nachwuchschef und frühere Nationalstürmer soll den Klub nach der Entlassung von Cheftrainer Daniel Thioune nach oben führen. "Ich kann Horst jetzt nur die Daumen drücken. Mit der Veränderung auf der Trainer-Position greift der HSV zum letzten Strohhalm. Man muss abwarten, was diese Veränderung bringt", sagt Ex-Mitspieler und HSV-Legende Manfred "Manni" Kaltz dem SPORTBUZZER, dem Sportportal des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Die Entlassung von Thioune kam auch für den Rekordspieler des Klubs (727 Spiele) trotz Negativ-Lauf am Montagmorgen etwas überraschend. Der 46-jährige Cheftrainer holte in 14 Rückrundenspielen nur drei Siege und insgesamt 16 Punkte - das Aus war trotz Vertrag bis 2022 programmiert. Der HSV könnte schon am Dienstagabend auf Platz vier abrutschen, wenn Holstein Kiel das Nachholspiel gegen den SV Sandhausen für sich entscheidet. Zudem könnte Fortuna Düsseldorf bereits am Montagabend mit den Rothosen gleichziehen. Den Hamburgern droht auch im dritten Aufstiegsversuch in Folge das Scheitern!

Rekordspieler Kaltz: Letzte HSV-Jahre "katastrophal"

"Die letzten Jahre verliefen katastrophal. Der HSV spielt schon seit drei Jahren in der zweiten Liga – das ist für so einen Verein zu wenig. Die Fehler wurden alle selbst gemacht", betont Kaltz. Er selbst sei mittlerweile "neutral geworden". Mit dem HSV habe er "abgeschlossen", wie der Rekordspieler der Rothosen gegenüber dem SPORTBUZZER erklärt.

Der 68 Jahre alte Kaltz holte mit den Hamburgern drei Deutsche Meisterschaften, zwei DFB-Pokal-Titel und den Europapokal der Landesmeister. Von solchen Erfolgen ist der HSV mittlerweile ganz weit entfernt. Jetzt soll erstmal Bananenflanken-Kumpel Hrubesch helfen, für größeres Selbstvertrauen im Team zu sorgen, damit dieses die Aufstiegschance noch wahrnehmen kann. "Der HSV hat jetzt noch drei Spiele (gegen den 1. FC Nürnberg, VfL Osnabrück und , Anm. d. Red.). Wenn sie die nicht alle gewinnen, wird’s mit dem Aufstieg nichts", meint der HSV-Rekordspieler.