29. November 2019 / 12:25 Uhr

Kamada glänzt! Eintracht Frankfurt dreht Partie bei Arsenal - und trotzt Fan-Ausschluss

Kamada glänzt! Eintracht Frankfurt dreht Partie bei Arsenal - und trotzt Fan-Ausschluss

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Frankfurt gewinnt beim FC Arsenal. Doch kaum Zuschauer sahen den Doppelpack von SGE-Profi Daichi Kamada im Londoner Emirates.
Frankfurt gewinnt beim FC Arsenal. Doch kaum Zuschauer sahen den Doppelpack von SGE-Profi Daichi Kamada im Londoner Emirates. © Getty
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Daichi Kamada hat Eintracht Frankfurt einen extrem wichtigen Sieg in der Europa League beschert. Nach einer desolaten ersten Halbzeit und einem Pausen-Rückstand reichten der SGE wenige Szenen, um drei Punkte aus dem Emirates Stadium zu entführen. Sogar der Gruppensieg bleibt möglich.

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Eintracht Frankfurt hat dem Ausschluss seiner Fans getrotzt - und in der Europa League einen ganz wichtigen Sieg gefeiert. Beim FC Arsenal holten die Hessen im vorletzten Vorrundenspiel einen 2:1 (0:1)-Sieg. Nach einer ganz schwachen ersten Halbzeit und dem verdienten Rückstand durch Ex-BVB-Profi Pierre-Emerick Aubameyang (45.+1) stellte Trainer Adi Hütter sein System um. Das fruchtete: Im zweiten Durchgang waren die Hessen plötzlich die deutlich bessere Mannschaft: Der starke Daichi Kamada (55., 64.) sorgte mit einem Doppelpack für den Sieg der Frankfurter. Obwohl im Emirates keine SGE-Fans zugelassen waren, gab es in den Schlussminuten doch deutlich vernehmbare Sprechchöre.

Eintracht-Trainer Hütter lobt sein Team nach Sieg über Arsenal

Vor einer vollkommen enttäuschenden Kulisse im Emirates Stadium (wegen des Fan-Ausschlusses der SGE und eines Protests der Arsenal-Anhänger) sicherten sich die Gäste nach zuletzt drei Niederlagen in Folge damit sogar noch die Chance, am letzten Spieltag Arsenal vom ersten Platz der Gruppe zu verdrängen. Die Frankfurter haben als Tabellenzweiter mit neun Punkten nur einen Zähler Rückstand auf die Londoner (10), Standard Lüttich lauert mit sieben Zählern auf dem dritten Rang.

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"Die Worte des Trainers haben gefruchtet, das hat in der zweiten Halbzeit ausgesehen", sagte Sportvorstand Fredi Bobic bei DAZN. "Die Tore waren auch klasse. Sie haben es sich am Ende verdient." Trotz des Ausschlusses hatten es rund 300 Fans ins Stadion geschafft, die sich nach den Kamada-Toren auch zu Wort meldeten. "Das zeigt, wie schwer es ist, Frankfurt-Fans aus dem Stadion zu halten", scherzte Bobic. Insgesamt sollen rund 1000 Fans in London gewesen waren. "Wir waren selbst ein bisschen erschrocken, dass es so laut wurde nach dem zweiten Tor. Ich finde es toll und cool, es ist immer schöner, wenn man Unterstützung von den Rängen bekommt", sagte SGE-Profi Danny da Costa.

Eintracht-Boss Fischer über erste Hälfte: "Das war wirklich wenig"

Die erste Halbzeit war seitens der Frankfurter zunächst sehr dünn. Das sah auch Peter Fischer so. "Das war wenig, das war wirklich wenig. Ich glaube, dass wir keine einzige Torchance hatten. Das war zu wenig", erklärte der Präsident zur Pause bei DAZN. Die (nicht vorhandene) Stimmung im Emirates verarbeitete er auf seine Weise. "Das ist echt eine Bibliothek", spottete Fischer. Immerhin: Meistens war SGE-Torwart Frederik Rönnow noch Herr der Lage, parierte stark gegen Tierney (21.) und Willock (41.). Die Führung der Londoner konnte er aber nicht verhindern, Aubameyang stand frei und zog ab. Das hochverdiente 1:0 für Arsenal war die Folge.

Frankfurt-Trainer Adi Hütter lobt nach London mitgereiste Fans

Nach Wiederanpfiff zeigten die nun personell veränderten Hessen eine klare Steigerung. Hütter brachte Gacinovic und Kohr für Silva und Fernandes und Frankfurt - nun im 3-4-2-1 - bekam mehr Zugriff auf das Spiel. Der Ausgleich fiel dennoch mehr oder weniger aus dem Nichts: Nach einem Zuspiel von da Costa fasste sich Daichi Kamada (55.) ein Herz und traf mit einem wuchtigen Linksschuss neben den linken Pfosten. Plötzlich waren die Frankfurter die bessere Mannschaft, schnürten die Londoner in ihrer Hälfte ein.

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Mesut Özil wird eingewechselt - aber Kamada glänzt

Nun war es an Emery, auf die Frankfurter Druckphase zu reagieren. Der Baske brachte Weltmeister Mesut Özil für Youngster Gabriel Martinelli. Für den Deutschen war es der erste Einsatz in der Europa-League-Saison überhaupt. Akzente setzte zunächst aber der andere Spielmacher - Kamada, vor zwei Jahren für 1,6 Millionen Euro aus Japan gekommen, schoss auch den zweiten Treffer der SGE. Nach einem von Xhaka abgewehrten SGE-Eckball stand der Japaner plötzlich völlig frei und stellte die Partie auf den Kopf. Gacinovic (69.) hätte auf 3:1 stellen können, nach einem Sololauf wurde der Serbe aber noch abgefangen.

Von Arsenal kam nun mit Ausnahme einer kleinen Schluss-Offensive nichts mehr. Trainer Unai Emery droht nach einer bisher schwachen Saison die Entlassung. In der Europa League sind die Gunners zwar Erster, in der englischen Premier League steht allerdings nur ein enttäuschender achter Platz.

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