17. Oktober 2020 / 12:00 Uhr

Kampf um die Tabellenführung: RB Leipzig gastiert vor Geisterkulisse in Augsburg

Kampf um die Tabellenführung: RB Leipzig gastiert vor Geisterkulisse in Augsburg

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzigs Emil Forsberg  setzt sich hier im Zweikampf gegen die Augsburger Reece Oxford und Tin Jedvaj durch. 
RB Leipzigs Emil Forsberg  setzt sich hier im Zweikampf gegen die Augsburger Reece Oxford und Tin Jedvaj durch.  © GEPA pictures
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Gerade einmal zwei Tore Unterschied sichern RB Leipzig aktuell den Platz an der Tabellenspitze der Bundesliga. Verfolger FC Augsburg will das Heimspiel in der WWK-Arena für sich entscheiden und die Führung im deutschen Oberhaus übernehmen. Trainer Julian Nagelsmann ist aber auf den Gegner vorbereitet. 

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Augsburg/Leipzig. Auf 15 Akteure musste Julian Nagelsmann in den vergangenen zwei Wochen verzichten. RB Leipzigs Nationalspieler haben sich erst am Donnerstag wieder komplett am Cottaweg eingefunden. „Es wird sicher auch mal schleppend verlaufen, bis man wieder nach den Länderspielphasen ins Team reinkommt“, sagt der Trainer. Aber da ist Leipzig kein Einzelfall und viele Clubs sitzen im selben Boot.

Deutlich besser war die Trainingsbeteiligung beim heutigen Bundesliga-Gegner der Roten Bullen: So fehlten dem FC Augsburg lediglich sechs Akteure. Nun muss RB Leipzig gegen den direkten Verfolger in der Tabelle die Spitzenposition verteidigen (Samstag, 15.30 Uhr). Denn die Mannen von Trainer Heiko Herrlich haben zuletzt einen Höhenflug erlebt, bezwangen die Borussia aus Dortmund in der heimischen WWK-Arena mit 2:0 und legen aktuell ihren besten Saisonstart hin.

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Aber Julian Nagelsmann ist trotzdem gut vorbereitet: „Wir haben in den bisherigen Ligaspielen einige Sachen ausprobiert, um etwas breiter gefächert zu sein“, sagt Trainer Nagelsmann. „Wir wollen auf ein Repertoire zurückgreifen können, um auch ohne große Vorbereitung und viel Training, eine Idee zu entwickeln, die auf den Gegner passt.“ Eine solche Idee stünde schon und würde sehr gut auf den Kontrahenten passen, versichert der 33-Jährige.

Dennoch räumt er ein, dass Augsburg sich im Vergleich zur vergangenen Saison deutlich verbessert hat. „Sie haben nur ein Gegentor kassiert, lassen weniger Konterchancen zu, ihr Spiel ist weniger risikobehaftet“, analysiert Nagelsmann den Gegner. Die Fuggerstädter haben fünf verschiedene Torschützen im Kader, demnach lässt sich kein einzelner Spieler als brandgefährlich hervorheben. Außerdem haben sie mit Rafal Gikiewicz den - statistisch - derzeit besten Torwart der Liga.

Der Bullen-Coach geht davon aus, dass die Augsburger tief stehen werden. „Sie sind im Schnitt in den ersten Spielen 123,8 Kilometer gelaufen, davon sehr wenig in der gegnerischen Hälfte. Das spricht für eine große Kompaktheit und trotzdem viel Bewegung, um das eigene Tor zu sichern“, analysiert er und ahnt, dass die Partie ähnlich wie das Schalke-Spiel (4:0) ablaufen wird. Dennoch bleibt er positiv: „Wir haben vor acht Wochen in Augsburg ein sehr gutes Spiel gemacht und werden diesen Erfolg am Samstag wiederholen.“