30. Januar 2019 / 14:19 Uhr

Kraftvoller Motivator: Rollstuhlbasketballer Alexander Budde ist nicht zu stoppen!

Kraftvoller Motivator: Rollstuhlbasketballer Alexander Budde ist nicht zu stoppen!

Carsten Schmidt und Heike Werner
Rollstuhlbasketballer Steffen Lehmker (Mitte) ist für die Wahl zum Behindertensportler des Jahres in Niedersachsen nominiert. 
Rollstuhlbasketballer Steffen Lehmker (Mitte) ist für die Wahl zum Behindertensportler des Jahres in Niedersachsen nominiert.  © Maike Lobback
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Die Paralympics in Tokio 2020 sind sein großes Ziel: Um das zu realisieren, trainiert Rohlstuhlbasketballer Alexander Budde nicht weniger als neunmal pro Woche. Das 18-jährige Talent von Hannover United steht nun zur Wahl für Niedersachsens Behindertensportler des Jahres.

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Die eingefleischten Sportfans kennen ihn schon aus dem Fernsehen. Alexander Budde war Anfang 2018 ein Hauptdarsteller im öffentlich-rechtlichen Jugendsender KiKa. „Nicht zu stoppen“ hieß die Serie über sechs Jugendliche, die leidenschaftlich trainieren, um einmal bei den Paralympics zu starten. Rollstuhlbasketballer Budde stellte seinen Sport vor und ließ sich schon damals die Worte entlocken: „Ich werde alles daran setzen, um schon 2020 in Tokio dabei zu sein. Ich war ja schon bei einem Lehrgang der Herren-Nationalmannschaft.“

"Ich betrachte den Rolli nicht als Problem"

Budde ist erst 18 Jahre alt, hat aber schon vor drei Jahren sein Elternhaus in Seevetal verlassen, um ins hannoversche Sportinternat zu ziehen – wegen der besseren Perspektive und Trainingsmöglichkeiten. „Für meine Eltern war das eine viel größere Herausforderung als für mich“, erzählt er. Der junge Sportler kam mit Spina bifida (offener Rücken) zur Welt und ist auf den Rollstuhl angewiesen. „Ich betrachte den Rolli aber nicht als Problem, sondern sehe das, was ich kann“, sagt Budde.

Niedersachsens Behindertensportler des Jahres

Schon im Vorschulalter wurde er mit in die Sporthalle genommen – der Vater ist selbst passionierter Basketballer. Und als Elfjähriger fand Budde selbst zum Basketball, nachdem er zuvor Schwimmen, Leichtathletik und Tischtennis ausprobiert hatte. „Es ist ein großer Teil meines Lebens“, sagt er über seinen Sport.

Neun Einheiten pro Woche

Diese Feststellung ergibt sich allein aus Buddes Pensum: Neun Trainingseinheiten pro Woche absolviert der Center, dazu kommen an Wochenenden Auswahllehrgänge oder Bundesliga-Punktspiele mit Hannover United.

Im Video: Alexander Budde über die Wahl zu Niedersachsens Behindertensportler des Jahres

Die Kandidaten stellen sich vor: Alexander Budde (Hannover United/Team BEB)

Das heißt, inklusive Schule und Hausaufgaben ist der Jugendliche von 6.30 bis 21.30 Uhr voll beschäftigt. Trainer und Teamkollegen schätzen nicht nur seine sportliche Dynamik, Kraft und Präzision, sondern auch die Fähigkeit, andere zu motivieren.

Körbe werfen mit Dirk Nowitzki

Seinen speziellen Motivationskick für den Sport gab es für Budde, der die 12. Klasse der KGS Hemmingen besucht und nächstes Jahr die Abiturprüfungen ablegt, im Rahmen seines Fernsehengagements. Das Fernsehteam lockte ihn ihn nach Würzburg in eine Sporthalle. Dort wartete NBA-Star Dirk Nowitzki – und Budde ist noch heute begeistert: „Es war unglaublich cool, zweieinhalb Stunden lang mit ihm Körbe zu werfen.“

Bilder der Wahl zu Niedersachsens Behindertensportler des Jahres 2018

Die Nominierten Vanessa Erskine, Oliver Jantz (vorn), Riekje Heuter, Marco Herbst, Christiane Reppe (hinterer Reihe von links) sowie Phil Grolla (2.v.r.). Mit auf dem Foto: Bernd Althusmann, Karl Finke und Andre Breitenreiter. Zur Galerie
Die Nominierten Vanessa Erskine, Oliver Jantz (vorn), Riekje Heuter, Marco Herbst, Christiane Reppe (hinterer Reihe von links) sowie Phil Grolla (2.v.r.). Mit auf dem Foto: Bernd Althusmann, Karl Finke und Andre Breitenreiter. ©
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