13. August 2019 / 15:19 Uhr

„Kann, muss aber nicht“: Energie Cottbus setzt auf FC Bayern-Effekt

„Kann, muss aber nicht“: Energie Cottbus setzt auf FC Bayern-Effekt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sport Bilder des Tages Claus-Dieter Wollitz ( Trainer Energie Cottbus ) zeigt vor den Fans auf das Wappen von Cottbus auf seinem Anzug, Fussball - 3.Liga Saison 2018/2019 - KFC Uerdingen 05 vs. FC Energie Cottbus, Duisburg , Schauinsland Reisen Arena, 05.05.2019 , DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video Duisburg Schauinsland Reisen Arena NRW Deutschland *** Claus Dieter Wollitz Trainer Energie Cottbus shows in front of the fans the coat of arms of Cottbus on his suit Football 3 League Season 2018 2019 KFC Uerdingen 05 vs FC Energie Cottbus Duisburg Schauinsland Reisen Arena 05 05 2019 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video Duisburg Schauinsland Reisen Arena NRW Germany
Claus-Dieter Wollitz hofft nach dem DFB-Pokalspiel auf einen positiven Effekt zu hoffen. © imago images / MaBoSport
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Regionalliga Nordost: Energie nimmt eine Hoffnung mit aus dem mutigen Pokalauftritt gegen den FC Bayern. Vielleicht können sich die Cottbuser im nächsten Mai noch als zweiter Sieger dieses Abends finden, wenn daraus die nötige Aufstiegs-Qualität und -Stimmung erwächst. Noch gibt's auch Skepsis.

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Vor der Fankneipe „Rote Karte“ diskutierten Anhänger des FC Energie und von Bayern München noch weit nach Mitternacht über einen ganz speziellen Fußballfesttag - die Stimmung dabei war auf beiden Seiten ausgelassen. Zwar konnte die bessere U23-Mannschaft des Cottbuser Viertligisten wie erwartet den Branchenprimus aus München nicht in Gefahr bringen, dennoch soll der beherzte Auftritt in der ersten DFB-Pokalrunde langfristig positive Wirkung hinterlassen. „Wir hatten schon zwei fantastische Pokalabende gegen Stuttgart und Freiburg, daraus hat sich auch schon viel entwickelt“, sagte Energie-Coach Claus-Dieter „Pele“ Wollitz nach dem 1:3.

„Meine Angst war extrem“, verriet Wollitz seine Gefühle, die ihn vor dem ungleichen Duell gegen den übermächtigen Pokalverteidiger beschlichen hatten. In den ersten drei Regionalligaspielen hatte der Drittliga-Absteiger satte neun Gegentore kassiert, die Suche nach neuem Personal verlief eher frustrierend. Gegen die großen Bayern schickte Wollitz eine Elf auf den Platz, die einen Altersdurchschnitt von 21,3 Jahren aufwies, rechnet man Routinier Dimitar Rangelow (36) raus. Und dann doch diese mutige, disziplinierte und kämpferische Vorstellung gegen den Rekord-Meister und -Pokalsieger. „Ich bin einfach nur dankbar, dass es so gelaufen ist“, sagte Wollitz.

Energie Cottbus in Noten: Die Einzelkritik nach dem Pokalspiel gegen Bayern.

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Lennart Moser © imago
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Spieler wie Torwart Lennart Moser, Marcel Hoppe, Berkan Taz sind gerade erst aus der U19 herausgewachsen. Im defensiven Mittelfeld warfen sich der 17-jährige Tobias Eisenhuth und der nur ein Jahr ältere Niklas Geisler der Kombinationsmaschine der Bayern entgegen. „Alle können für die Erfahrung dankbar sein“, bemerkte Wollitz. „Klar können wir viel mitnehmen“, bestätigte der überzeugend haltende Keeper Moser, der auch seinen Gegenüber Manuel Neuer überzeugte. „Wir haben kurz gesprochen“, berichtete Teenie Moser: „Er hat gesagt, ich habe gut gehalten. Aber dafür kann ich mir auch nichts kaufen.“

Für die Spieler, den Trainer und den ganzen Verein geht es jetzt darum, in der vierten Liga schnell eine Rolle einzunehmen, die den sofortigen Wiederaufstieg möglich macht. Der Bayern-Abend könnte helfen, „kann, muss aber nicht“, betonte Wollitz. Die jungen Spieler unterstützen, bei ihnen Fehler akzeptieren, mit „einem Stück Gelassenheit“ den Neuaufbau vorantreiben, schnell noch „unbekümmerte“ neue Spieler finden und dann gemeinsam auf dem Platz arbeiten, zählte Wollitz seine Vorstellungen auf. Mit dem Ziel: „So schnell wie möglich so viele Punkte holen, dass du auf Platz eins kommst.“ Dann hätte der Pokalabend gegen München noch einen zweiten Sieger.

Mehr zur DFB-Pokal-Partie zwischen Cottbus und Bayern

Bayern-Coach Niko Kovac lobte schon jetzt die neue Cottbuser Spieler-Generation. „Großes Kompliment an Pele und seine Mannschaft. Das haben sie richtig gut gemacht. Sie haben sich gewehrt von der ersten Minute. So kenne ich Cottbus. Ich war früher auch hier“, sagte der Münchner Trainer. Und auch Bayern-Verteidiger David Alaba zollte Energie seine Anerkennung: Wenn man sieht, was hier los ist. Das ist ein Traditionsverein, egal, in welcher Lage sie sind.“

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