07. Februar 2022 / 13:03 Uhr

"Kann nicht mehr nachvollziehbar vermittelt werden" - FLB fordert 3G für den Amateurfußball

"Kann nicht mehr nachvollziehbar vermittelt werden" - FLB fordert 3G für den Amateurfußball

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ein weißes Fußballtrikot mit der Aufschrift Covid-19 hängt über der Balustrade eines gesperrten Sportplatzes. Ist Fußball in Brandenburg unter 3G-Regeln bald schon möglich?
Ein weißes Fußballtrikot mit der Aufschrift Covid-19 hängt über der Balustrade eines gesperrten Sportplatzes. Ist Fußball in Brandenburg unter 3G-Regeln bald schon möglich? © imago images/Hanno Bode
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Nachdem es am ersten richtigen Punktspiel-Wochenende in Brandenburg bereits zahlreiche Absagen gab, weil Vereine unter der 2G-Regel keine spielfähige Mannschaft aufbieten konnten, macht sich der Landesverband nun in einem Brief an die Landesregierung für eine Lockerung der Bestimmungen stark.

So kann es nicht weitergehen, das weiß auch der Fußball-Landesverband (FLB). Schon am ersten richtigen Punktspiel-Wochenende im Spielbetrieb auf Landes- und Kreisebene gab es zahlreiche Absagen, weil Vereine wegen der geltenden 2G-Regel keine spielfähigen Mannschaften aufstellen konnten. In einem Appell an die Brandenburger Landesregierung macht sich der FLB als mitgliederstärkster Sportfachverband der Mark deshalb für die Einführung der 3G-Regelung im Amateurfußball stark.

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„Der Amateurfußball muss wieder unter 3G-Bedingungen gestattet sein“, schrieb der Verband am Montag auf seiner Webseite. Diese Forderung habe man auch in einem Brief an Ministerpräsident Dietmar Woidke sowie Bildungsministerin Britta Ernst (beide SPD), Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Die Grünen) und Innenminister Michael Stübgen (CDU) deutlich gemacht. Seine Hoffnung legt der FLB um Präsident Jens Kaden demnach auf die am 13. Februar auslaufende Eindämmungsverordnung und die damit zu erwartende Überarbeitung. Der Verband spreche sich für „eine Freigabe von Fußball und anderen Freiluftsportarten unter 3G-Bedingungen aus“.

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Aktuell gilt für Brandenburger Sportanlagen die 2G-Zutrittsbeschränkung für Erwachsene – nur Geimpfte und Genesene dürfen auf die Sportplätze. Geht es nach dem FLB, soll das auch negativ getesteten Personen künftig wieder gestattet sein. Große Resonanz hatte unter Brandenburgs Amateurkickern zuvor bereits eine Online-Petition erfahren, in der 3G für den Fußball gefordert wird. Mehr als 12 000 Unterstützer haben die Forderung online schon unterzeichnet.

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Der Landesverband schildert die Sorgen und Probleme der Vereine so: „Durch eine Aufrechterhaltung der aktuellen Beschränkungen werden irreparable Schäden im ehrenamtlich organisierten Vereinssport entstehen. Nicht nur der Rückgang von Sporttreibenden und Vereinsmitgliedern, auch die drastischen Zuschauerbeschränkungen stellen die Vereine jetzt schon zum Teil vor existenzielle Schwierigkeiten.“ Bereits in den zurückliegenden zwei Jahren hätten die Einschränkungen den Clubs zu schaffen gemacht.

Der FLB schreibt in dem Brief an die Landesregierung: „Sport ist Teil der Lösung und nicht das Problem.“ Er argumentiert, „dass Fußball für eine Vielzahl von Vereinen personell und organisatorisch unter 2G-Bedingungen nicht leistbar ist, auch in der überwiegenden Zahl der Fußballkreise könne der Spielbetrieb unter 2G nicht organisiert werden“. Zusätzlich verweist man auf Studien, nach denen vom Fußball unter freiem Himmel keine größere Ansteckungsgefahr ausgehe.

Der Beschluss, bei Großveranstaltungen im Freien wieder bis zu 10 000 Zuschauer zuzulassen, sei demnach ein „Schritt in die richtige Richtung“. Aber: „Eine Aufrechterhaltung des Verbotes, unter 3G-Bedingungen Fußball zu spielen, könne den Vereinen damit jedoch nicht mehr nachvollziehbar vermittelt werden.“