22. November 2018 / 08:46 Uhr

Kann RB Leipzigs Supermann Kevin Kampl einen Einsatz fliegen?

Kann RB Leipzigs Supermann Kevin Kampl einen Einsatz fliegen?

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Kevin Kampl hat sich beim nicht öffentlichen Training von RB Leipzig verletzt und ein Einsatz im Spiel gegen Wolfsburg ist fraglich.
Kevin Kampl hat sich beim nicht öffentlichen Training von RB Leipzig verletzt und ein Einsatz im Spiel gegen Wolfsburg ist fraglich. © GEPA pictures
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Der RB-Star hat sich beim nicht öffentlichen Training der Roten Bullen verletzt. Sein Einsatz im Spiel gegen den VfL Wolfsburg ist fraglich. 

Leipzig. Kann er, kann er nicht? Und was tun ohne ihn, den Unverzichtbaren? Der just aus der slowenischen Nationalmannschaft zurückgetretene RB-Star Kevin Kampl hat sich beim nicht öffentlichen Training der Rasenballer verletzt, ist offensichtlich umgeknickt. Der Mittelfeldmann wurde zu einer Schichtenuntersuchung in den Computertomographen geschoben. Über die Diagnose ist noch nichts bekannt, hinter Kampls Einsatz beim Spiel in Wolfsburg (Sonnabend, 15.30 Uhr) steht jedenfalls ein Fragezeichen. Falls KK nicht kann (Emil Forsberg kann auch nicht), muss die kreative Lücke im Spiel der Roten Bullen mit Leben gefüllt werden. Da fügt es sich, dass Marcel Sabitzer seine muskulären Probleme überwunden und der portugiesische Nationalspieler Bruma die Zeichen der Zeit erkannt hat. Das Duett Sabitzer/Bruma ist eh gefragt, bei einem Ausfall Kampls um so mehr.

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Kevin Kampl spielt bei RB Leipzig im zentralen Mittelfeld. Zur Galerie
Kevin Kampl spielt bei RB Leipzig im zentralen Mittelfeld. ©

Anderes Themas: Das Gastspiel der Nationalmannschaft ist ein paar Tage her, Leipzigs Kassensturz im Gange. Beim Westin-Hotel - sechs Tage lang für Kost/Logis/Gemüt der Schutzbefohlenen von Joachim Löw zuständig - wird in Kürze ein siebenstelliger Umsatz aus der Kommandozentrale des Deutschen Fußball-Bundes einschlagen. Weil Umsatz nicht gleich Gewinn ist, wird das Team um Westin-Manager Andreas Hachmeister keine Federn in die Luft blasen, sondern weiter knuffen.

Auch die Rasenballer harren einer Anweisung aus Frankfurt/Main. Die Bereitstellung der Red-Bull-Arena fürs Spiel gegen Russland spült satte 500.000 Euro Gewinn in die Kasse. 100.000 Euro davon wurden bereits in einem neuen Rollrasen gesteckt. Während der 3000-köpfige Glühwürmchen-Zug am Dienstag Abend in der Red-Bull-Arena einmarschierte und unter Anleitung von Stars wie Diego Demme (seit Mittwoch 27), Marcel Halstenberg, 27, und Ibrahima Konaté, 19, besinnliche Lieder gesungen wurden, legten Männer mit grünem Daumen Hand an den alten und neuen Rasen. Das frische Grün ist eine Investition in die Zukunft, wird erstmals im Heimspiel gegen Gladbach (2. Dezember, 15.30 Uhr) bespielt.

In Sachen Rasen hat RB-Trainer/Sportdirektor Ralf Rangnick, 60, die ganz enge Wollmütze auf. Dem Perfektionisten war nicht entgangen, dass der sonst so ebene Untergrund gelitten hat - auch unter den deutschen und russischen Schraubstollen. Weil das RB-Spiel - flach spielen, hoch gewinnen - nur auf einem entsprechenden Rasen funktioniert, wurde „einmal Rasen, bitte“ bestellt.

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Zuweilen wählt Rangnick unmittelbar nach einem Spiel die Nummer des holländischen Rasenanbieters. So geschehen am 1. Dezember 2014 nach der 0:1-Heimniederlage gegen Zweitliga-Spitzenreiter Ingolstadt. In der 37. Minute war RB-US-Boy Terence Boyd auf dem glitschigen Geläuf weggerutscht und hatte sich das Kreuzband gerissen. Beim nächsten Heimspiel gegen 1860 München lag das Grün da wie ein Teppich, wäre selbst Louis van Gaal („Der Ball darf nicht hoppele“) happy gewesen. Dass jener 22. Dezember 2014 unschön endete, hatte mit Rubin Okoties 1:1 für die Löwen kurz vorm Ende zu tun.

Ja, so ein frisch verlegter Rasen ist was Feines. Sattgrün, eben, attraktiv. Da lacht das Fußballer-Herz. Tore schießen/verhindern kann er nicht.

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