16. März 2021 / 19:24 Uhr

Kann Wolfsburg-Shootingstar Lacroix für 30 Millionen Euro gehen? "Das stimmt nicht"

Kann Wolfsburg-Shootingstar Lacroix für 30 Millionen Euro gehen? "Das stimmt nicht"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Maxence Lacroix vom VfL Wolfsburg wird schon länger mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht.
Maxence Lacroix vom VfL Wolfsburg wird schon länger mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. © IMAGO/Christian Schroedter (Montage)
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Auf der Suche nach einem neuen Innenverteidiger schaut Borussia Dortmund weiterhin auch auf Maxence Lacroix vom VfL Wolfsburg, aber der will seinen Shootingstar nicht abgeben. VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer reagiert gelassen auf die Meldungen aus Frankreich.

Maxence Lacroix spielt beim VfL eine bärenstarke erste Bundesliga-Saison – und ist zuletzt immer wieder mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht worden. Nun berichtet „France Football“, dass es für den so starken Innenverteidiger ein Preisschild gebe. Die Wolfsburger seien angeblich bereit, den 20-jährigen Verteidiger für eine Ablösesumme von 30 Millionen Euro ziehen zu lassen. „Das ist falsch und stimmt einfach nicht“, winkt VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer auf SPORTBUZZER-Nachfrage ab.

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Zuletzt hatte schon Sky berichtet, der BVB habe sich bereits im Umfeld von Lacroix gemeldet. Doch eine Verpflichtung des Defensiv-Talents sei „schwierig“. Denn: Lacroix’ Vertrag in Wolfsburg läuft bis 2024, ohne Ausstiegsklausel. Der in Villeneuve-Saint-Georges geborene Lacroix war im Sommer vom französischen Zweitligisten FC Sochaux für 5 Millionen Euro nach Wolfsburg gekommen. Ausgestattet mit einem Vier-Jahres-Vertrag startete der Innenverteidiger sofort beim VfL durch, innerhalb weniger Wochen war er nicht mehr aus dem Team wegzudenken.

Bilder vom Spiel: VfL Wolfsburg gegen Schalke 04

Bilder vom Spiel: VfL Wolfsburg gegen Schalke 04 Zur Galerie
Bilder vom Spiel: VfL Wolfsburg gegen Schalke 04 © Roland Hermstein

Auch dem BVB ist der steile Aufstieg des Abwehrspielers nicht entgangen. Wie geht Lacroix mit derlei Spekulationen um? Kann er so etwas einfach ausblenden? „Ich hoffe es“, sagt Schäfer. „Ich hoffe, dass das bei allen so ist, dass das, was von außen an uns herangetragen wird, ausgeblendet wird, zumal die meisten Sachen ja nicht stimmen“, fügt der Ex-Profi hinzu. Dass der eine oder andere VfL-Spieler ins Visier anderer Klubs gerät, hänge mit dem guten Abschneiden der Mannschaft insgesamt zusammen. „Es ist halt so, dass wir aufgrund unserer Leistung im Fokus stehen. Aber noch mal: Keiner unserer Spieler hat ein Preisschild!“

Mit Lacroix ist dem VfL ein Volltreffer gelungen. Im vorletzten Heimspiel beim 2:0 gegen Hertha war dem schnellen und in den Zweikämpfen meist rigorosen Lacroix der erste Bundesliga-Treffer gelungen, zuletzt gegen Schalke musste der Franzose jedoch zuschauen. Der Grund: Beim 1:2 bei 1899 Hoffenheim hatte er seine fünfte Gelbe Karte gesehen, am Samstag, wenn die Wolfsburger in Bremen ran müssen, ist er mit großer Wahrscheinlichkeit wieder erste Wahl.

Pongracic und Mbabu angeschlagen

Am Dienstagnachmittag begann für die VfL-Profis die Vorbereitung aufs Duell am Samstag mit Werder Bremen mit einer Doppelschicht. Vormittags wurde in kleinen Gruppen im Kraftraum geschwitzt, nachmittags ging’s dann auf den Platz. Ein Trio fehlte jedoch. Paulo Otavio (fehlt noch drei Spiele wegen einer Rot-Sperre) hat weiterhin Schulterprobleme, Marin Pongracic (vermutlich Kniebeschwerden) wiederum war mit dabei. Aber nur kurz, nach dem Warmmachen verschwand der Innenverteidiger wieder in die Kabine – und kehrte auch nicht mehr auf den Rasen zurück. Bleibt noch Kevin Mbabu: Der zuletzt gute VfL-Rechtsverteidiger hat Oberschenkel-Probleme und konnte gar nicht mit seinen Kollegen üben. Immerhin: Bevor Wout Weghorst und Co. loslegten, absolvierte der schweizerische Nationalspieler eine Laufeinheit.